11.1 Neuinstallation

31/12/2008 - 13:27 von Paul-Wilhelm Hermsen | Report spam
Na, das ist doch mal was - 11.1 mit KDE 3.5.10.
Abgesehen vom Kernelpatch für VMware-Server, der làsst sich sonst nàmlich
nicht anschmeißen, làuft bei mir komplett alles, sogar der X-Server mit
Screensaver, Java und Flash vom Start weg.
D.h. Java nicht ganz, nàmlich nicht unter Webmins Dateimanager, da streikt
das Java-Applet, sowohl im Konqueror, als auch im Firefox.
Auch der Sound làuft diesmal eigentlich so, wie er sollte und stoppt für die
Dauer des Benutzerwechsels, so dass verschiedene User auch unterschiedliche
Musik hören können - ob das nun sinnvoll ist, oder nicht, sei mal dahin
gestellt. Jedenfalls wird hier die "Userwall" nicht durchbrochen, wie
bisher. KDE 4 sollte allerdings in dem Zustand erst gar nicht als
Voreinstellung wàhrend der Installation angeboten werden. Sieht derzeit so
aus, als wollten sie diesen Desktop unbedingt platt machen.
 

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#1 Martin Schnitkemper
31/12/2008 - 14:50 | Warnen spam
· Paul-Wilhelm Hermsen schrieb:

Na, das ist doch mal was - 11.1 mit KDE 3.5.10.



Leider wie ich feststellen mußte schon mit etlichen KDE4-Komponenten (wie
z.B. Gwenview oder diesem Update-Notifier) verwàssert und damit kein
wirkliches KDE3.5 mehr.

Das wàre vielleicht noch zu verschmerzen, wenn nicht einmal mehr wieder dem
unheitlichen Look & Feel weiter Vorschub geleistet würde. So wird
irgendeine Schriftart für diese Applikationen verwendet, bloß nicht die,
die man im Kontrollzentrum für das eigentliche KDE3.5 gewàhlt und gewollt
hat. Aber das hat bei SUSE ja schon Tradition, daß man die Herkunft jeder
Anwendung deutlich erkennen muß, dazu gesellen sich jetzt noch die
KDE4-Anwendungen, die so garnicht in die Umgebung passen wollen.

Das verwundert aber auch nicht weiter wenn man sieht, daß sich diese
Anwendungen ihre Konfigurationseinstellungen aus ~/.kde4 holen, von denen
das Restsystem überhaupt nichts weiß. An eine Erweiterung des
Kontrollzentums um die parallele Aktualisierung der
KDE4-Konfigurationsdateien hat man natürlich auch nicht gedacht, so daß
hier nur Handarbeit übrig bleibt.

Eine Vereinheitlichung der Schriften und Farben konnte ich zumindest dadurch
erreichen, daß ich einen symbolischen Link der kdeglobals von ~/.kde nach
~/.kde4 gelegt habe. Das ist natürlich keine Lösung, damit wird man immer
noch nicht diesen potthàsslichen Style los, dazu wird man noch mehr
Konfigurationsdateien verlinken müssen, sofern sie überhaupt zueinander
kompatibel sind.

Daran sieht man aber auch wieder eindrucksvoll, daß bei SUSE nichts zu Ende
gedacht wird, alles nur halbgares Flickwerk. Nach meinem Verstàndnis haben
KDE4-Anwendungen nichts in einer Installation zu suchen, wenn ich einen
KDE3.5-Desktop gewàhlt habe. Die Lokalisierung ist auch nur noch nachlàssig
umgesetzt. Man sieht, daß in die KDE3-Pflege nicht mehr viel Arbeit
investiert wird, sie setzen voll auf das völlig unbrauchbare KDE4.

Umgekehrt sieht die Situation aber auch nicht besser aus, nàmlich wenn man
sich für KDE4 entschieden hat und noch alte KDE3.5-Anwendungen mitschleppt,
dann werden nàmlich aus der KDE4-Umgebung keine KDE3.5-
Konfigurationsdateien mehr aktualisiert, das Look & Feel dieser Anwendungen
bleibt dabei genauso auf der Strecke. Ändert man unter KDE4 Farben oder
Schriften, bekommen das die KDE3.5-Anwendungen nicht mehr mit. So ein
Mischbetrieb kommt immer schlecht und sollte so auch garnicht sein, wird
einem aber von SUSE praktisch aufgezwungen. Ein reines KDE3.5- oder
KDE4-System ist mit openSUSE nicht zu machen.

D.h. Java nicht ganz, nàmlich nicht unter Webmins Dateimanager, da streikt
das Java-Applet, sowohl im Konqueror, als auch im Firefox.



Das ist mir bei Debian/Lenny auch schon aufgefallen, hier allerdings nur im
Konqueror, im Firefox (respektive Iceweasel) làuft er.

KDE 4 sollte allerdings in dem Zustand erst gar
nicht als Voreinstellung wàhrend der Installation angeboten werden. Sieht
derzeit so aus, als wollten sie diesen Desktop unbedingt platt machen.



Den will ja auch scheinbar keine mehr. Wenn man dem Gesülze in den Gruppen
Glauben schenken darf sind ja alle hochzufrieden mit KDE4. Was nicht làuft
wird großzügig dem Entwicklungsstand geschuldet, verbunden mit dem festen
Glauben, daß mit der nàchsten Version schon alles besser werden wird. Und
wenn nicht, dann bestimmt mit der Übernàchsten. Die Hoffnung stirbt
bekanntlich zuletzt und so groß kann der Leidensdruck garnicht werden, daß
man auf bunte und zappelnde Fenster noch einmal verzichten möchte.

Martin.
OS: openSUSE 10.2 (i586)
Kernel: 2.6.18.8-0.13-default
KDE: 3.5.9 "release 65.2"

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