3W Power einigt sich mit Hauptgläubigern ihrer Anleihe auf wesentliche ökonomische Grundsätze der finanziellen Restrukturierung. Das Unternehmen beruft Anleihegläubigerversammlung für den 9. April 2014 ein.

19/03/2014 - 13:03 von Business Wire
3W Power einigt sich mit Hauptgläubigern ihrer Anleihe auf wesentliche ökonomische Grundsätze der finanziellen Restrukturierung. Das Unternehmen beruft Anleihegläubigerversammlung für den 9. April 2014 ein.

3W Power S.A. (ISIN LU0953526265, 3W9), Holdinggesellschaft von AEG Power Solutions B.V. (AEG PS), einem weltweit führenden Hersteller von leistungselektronischen Systemen und Lösungen für die industrielle Stromversorgung und erneuerbare Energieanwendungen, gibt bekannt, dass sich die Gesellschaft mit Hauptgläubigern ihrer Anleihe in Höhe von 100 Mio. Euro (ISIN DE000A1A29T7, 3W9A) auf wesentliche ökonomische Grundsätze einer finanziellen Restrukturierung geeinigt hat. Die Vereinbarung unterliegt der Zustimmung der kommenden Anleihegläubigerversammlung.

Die Gesellschaft beruft für Mittwoch, den 9. April 2014, eine Anleihegläubigerversammlung in Frankfurt am Main ein. In dieser Versammlung präsentiert das Management und das Board of Directors von AEG PS allen Anleihegläubigern den Restrukturierungsplan. Die Agenda, welche zur Diskussion und Abstimmung steht, beinhaltet:
1) Genehmigung des Restrukturierungsplans;
2) Ernennung von Team Treuhand GmbH zum gemeinsamen Vertreter der Anleihe und zum Repräsentant der Anleihegläubiger in Verbindung mit der Durchführung und Umsetzung der Anleiherestrukturierung.

Die Hauptelemente des Restrukturierungsplans umfassen einen Debt-to-Equity-Swap von 50 Prozent des ausstehenden Anleihenennwerts, die Ausgabe einer neuen Anleihe in Höhe von 50 Mio. Euro, eine Barkapitalerhöhung in Höhe von 4 Mio. Euro (gerundet) mit Bezugsrecht für heutige Aktionäre sowie die Umsetzung eines umfangreichen operativen Restrukturierungsprogramms. AEG PS schlägt den Anleihegläubiger vor, den Nennwert der Anleihe plus die aufgelaufenen Zinsen in 90 Prozent des Eigenkapitals per Sacheinlage plus eine neue Anleihe mit einem Nominalvolumen von 50 Mio. Euro umzutauschen. Die neue Anleihe ist durch Tochtergesellschaften besichert und garantiert und wird von wesentlich verbesserten Covenants profitieren. Sie ist im Jahr 2019 fällig und hat einen bereinigten progressiven Zinssatz mit halbjährlichen Kuponzahlungen. Bedeutende institutionelle Anleihegläubiger haben diesen Bedingungen vorab zugestimmt.

Eine erfolgreiche finanzielle Restrukturierung der Unternehmensanleihe ermöglicht der Gesellschaft eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit im Markt, bringt Erleichterungen in der alltäglichen Geschäftstätigkeit und ermöglicht die Repositionierung von AEG PS als nachhaltiger deutscher Mittelständler. Des Weiteren würde eine erfolgreiche finanzielle Restrukturierung die vollständige Absicherung von Liefergeschäften durch Warenkreditversicherer und den Zugang zu Bankgarantien wiederherstellen sowie die Teilnahme an Ausschreibungen und die Normalisierung von Zahlungskonditionen ermöglichen. Ohne eine finanzielle Restrukturierung besteht die Gefahr, dass der Gesellschaft die erforderlichen Betriebsmittel im Laufe dieses Jahres ausgehen. Das Management ist der Ansicht, dass dies wahrscheinlich zu einer Liquidation der gesamten Gruppe zum Jahresende führen würde. Eine Liquidation würde nur einen geringen Wert für die Anleihegläubiger generieren. Die Rückzahlungsquote würde schätzungsweise in einer Bandbreite von 10 bis 15 Prozent liegen. Diese Schätzung basiert auf internen und externen Analysen.

AEG PS wird eine Barkapitalerhöhung durchführen. Heutigen Aktionären wird ein Bezugsrecht auf die neuen Aktien für einen Gesamtpreis von 4 Mio. Euro (gerundet) gewährt. AEG PS ist bestrebt, Aktien, welche nicht durch das Bezugsrecht gezeichnet worden sind, an Dritte zum gleichen Preis auszugeben. Darüber hinaus wird AEG PS ein Management-Incentive-Programm zur nachhaltigen Verbesserung des Eigenkapitalwertes, und damit der Recovery für Anleihegläubiger, einführen. Sobald die Anleihegläubiger dem Restrukturierungsplan zugestimmt haben und der Beschluss vollziehbar ist, werden die Aktionäre über den Restrukturierungsplan abstimmen. Nach der Verwässerung werden Anleihegläubiger 60 Prozent des restrukturierten Eigenkapitals halten. Das Board of Directors und Hauptaktionäre des Unternehmens unterstützen das Finanzrestrukturierungskonzept vollumfänglich.

Das Management und das Board of Directors haben – zusätzlich zur finanziellen Restrukturierung – einen umfassenden Maßnahmenkatalog entwickelt, welcher das operative Geschäft der AEG PS stabilisieren, Profitabilität durch substantielle Kostenreduktionen erhöhen und den Unternehmensfokus auf Segmente mit Wettbewerbsvorteilen setzen wird. Der operative Restrukturierungsplan beinhaltet Einstellungen oder Verkäufe von bestimmten unprofitablen Aktivitäten und Tochtergesellschaften, den Verkauf von profitablen Tochtergesellschaften welche als nicht strategisch erachtet werden, die Bereinigung von komplexen rechtlichen und operativen Strukturen sowie die systematische Entwicklung bestimmter Wachstumsmöglichkeiten. AEG PS wird ihre Belegschaft in der Produktion und der Verwaltung deutlich reduzieren. Erste Restrukturierungsmaßnahmen, wie die Abwicklung der Tochtergesellschaft in Lannion im Januar sowie die Übereinkunft über den Abbau von 160 Mitarbeitern in Warstein-Belecke im März, wurden bereits umgesetzt.

Sobald die Maßnahmen vollendet sind, wird AEG PS ein spezialisiertes Energieelektronik-Unternehmen sein, welches erfolgskritische und unterbrechungsfreie Energieversorgungslösungen und -dienstleistungen für industrielle und kommerzielle Kunden anbieten kann. Des Weiteren wird das Unternehmen – durch die einzigartige Kombination aus jahrzehntelanger Erfahrung und marktführender Technologie im Bereich der Energiekontrolle und Energieumwandlung – fortschrittliche Energieelektroniksysteme entwickeln und vermarkten.

Es wird erwartet, dass sich der finanzielle Ausblick der Gruppe nach der Umsetzung der finanziellen und operativen Restrukturierungsprogramme verbessert. Das Management prognostiziert einen Umsatz von 219 Mio. Euro in 2014, 224 Mio. Euro in 2015 und mehr als 240 Mio. Euro in 2016. Das EBITDA (nach außerordentlichen Aufwendungen) soll von antizipierten negativen 24 Mio. Euro in 2014, auf positive 17 Mio. Euro in 2015 und mehr als 20 Mio. Euro in den darauffolgenden Jahren steigen. In Erwartung erfolgreicher finanzieller und operativer Restrukturierungen erwartet AEG PS einen positiven betrieblichen Freien Cashflow nach Finanzierungsaufwendungen. Zum Ende des Fiskaljahres 2014 erwartet das Unternehmen einen Kassenbestand von ca. 20 Mio. Euro. Der Großteil dieses Geldes ist in den operativen Tochtergesellschaften gebunden und für die alltägliche operative Tätigkeit der jeweiligen Tochtergesellschaften notwendig. Ausgehend von 1.521 Mitarbeitern per Ende 2013 wird die Gesamtmitarbeiterzahl durch Mitarbeiterabbau und Verkäufe im Laufe dieses Jahres auf ca. 900 sinken.

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Über 3W Power/ AEG Power Solutions:
3W Power S.A. (WKN A1W2L4 / ISIN LU0953526265) mit Sitz in Luxemburg ist die Holding der AEG Power Solutions Group. Die Unternehmensgruppe hat ihre Zentrale in Zwanenburg, Niederlande. Die 3W Power-Aktien sind an der Frankfurter Börse zum Handel zugelassen (Aktiensymbol: 3W9).
AEG Power Solutions (AEG PS) ist ein weltweit agierender Anbieter von Leistungselektroniksystemen und -lösungen für alle industriellen Stromanforderungen, da das Unternehmen eines der umfangreichsten Produktportfolios erstklassiger Systeme und Lösungen im Bereich der Leistungswandlung und Leistungsreglung bietet. Dank seines unerreichten Know-hows, das sich auf Wechsel- und Gleichstromtechnologien erstreckt und herkömmliche sowie auch erneuerbare Energien abdeckt, bringt das Unternehmen innovative Lösungen für intelligente Netze hervor.

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Source(s) : AEG Power Solutions

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