Aderendhülsen nicht verpressen?

28/05/2011 - 18:56 von Moritz Franckenstein | Report spam
Moin,

ich möchte für 230V einige Litzenleitungen an Schraumklemmen eines
Steckers anbringen und habe auch exakt passende Aderendhülsen, nur
dummerweise keine Aderendhülsenzange...

Ist es in Ordnung, die einfach ungepresst zu lassen? Die Schraube presst
ja dann. Oder besser mit einer Spitzzange oder so vorher
zusammendrücken? Was macht hier der Praktiker?

Und Zusatzfrage: die Aderendhülsen sind eigentlich zu lang für die
Schraubklemmen. Nach dem Aufstecken mit dem Seitenschneider kürzen
dürfte da richtig sein?


Moritz Franckenstein
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#1 Volker Gringmuth
28/05/2011 - 19:10 | Warnen spam
Moritz Franckenstein wrote:

Ist es in Ordnung, die einfach ungepresst zu lassen? Die Schraube presst
ja dann. Oder besser mit einer Spitzzange oder so vorher
zusammendrücken? Was macht hier der Praktiker?



Ich hab schon einige mit der Flachzange plattgedrückt. Sauber ist das
natürlich nicht, denn ein Zweck der Endhülse besteht darin, die Dràhtchen
halbwegs gasdicht abzuschließen, damit es nicht so schnell zu Oxydation
kommt. Das hat man bei einer einfachen Plattquetschung natürlich nicht.
(Bei der billigen Trapezpressung aus der Baumarktzange auch nur so lala.)

Und Zusatzfrage: die Aderendhülsen sind eigentlich zu lang für die
Schraubklemmen. Nach dem Aufstecken mit dem Seitenschneider kürzen
dürfte da richtig sein?



Ja. Natürlich sicherstellen, daß noch genug blanker Leiter in der Hülse
sitzt und nicht die Adernisolierung bis zur Mitte geht, falls die Hülse
doch etwas zu groß war :-)

Bei sehr dünnen Äderchen (ich arbeite in der Signaltechnik, 0,14 mm² ist
keine Seltenheit) lege ich die abisolierte Ader gern mal auf die
Isolierung zurück und quetsche beides zusammen in die 0,25-mm²-Hülse ein.
Damit eventueller Zug nicht nur auf dem Küpferchen liegt. Da darf man vorn
natürlich nix abschneiden.


vG

"80 Prozent der Deutschen sind für Mindestlohn und gegen den
Afghanistaneinsatz. Aber nur 14 Prozent wàhlen die Partei, die das so sieht
wie sie selber. 66 Prozent der Deutschen wàhlen eine Partei, die das genaue
Gegenteil von dem vertritt, was sie selbst vertreten. Das ist doch lustig,
oder?" (Volker Pispers, "Bis neulich")

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