Akku-Beratung CR123A für Taschenlampen

31/05/2009 - 13:08 von Frans Fürst | Report spam
Hallo Group,

ich habe vor, mir eine Taschenlampe (z.B. eine Fenix PD30) zuzulegen, die
u.a. auch als Fahrradlampe zum Einsatz kommen soll - Akkubetrieb ist für
mich daher K.O.-Kriterium.
Nun werden viele Lampen heute mit CR123A-Lithium-Batterien betrieben für die
ich dann also ein Akku-Austauschformat benötige.
Ich habe zu dem Thema recht viel widersprüchliche Informationen gelesen und
hoffe daher bei Euch Erleuchtung zu finden.

Folgende Fragen stellen sich mir im Moment:

* kann ich bei solchen Lampen zwei 3V-Batterien gegen zwei
3.6V/3.7V-Akkus austauschen? Oder muss zwingend die
3V-Variante verwendet werden? Ich habe beide Aussagen
gefunden..

* mit welchen Kapazitàten darf man rechnen? ich habe zwischen
900mAh und 350mAh (für die 3V-Variante) alles gefunden..

* hat jemand ein einzelnen 3.7V-Akku mal in solch einer Lampe
eingesetzt? wie gross ist die Leistungseinbuße subjektiv?

* gibt es bekannte Qualitàtsunterschiede bei den Ladegeràten?

* kennt jemand vielleicht sogar ein Akku/Ladegeràt-Set, mit
welchem ich gut beraten bin?

Vielen Dank im Voraus!

Frans
 

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#1 Marcel Müller
31/05/2009 - 15:31 | Warnen spam
Hallo,

Frans Fürst wrote:
Nun werden viele Lampen heute mit CR123A-Lithium-Batterien betrieben für die
ich dann also ein Akku-Austauschformat benötige.



es hindert niemand daran selbige im Regal des Kaufhauses liegen zu
lassen. Lithium-Zellen sind für viele Anwendungen einfach nur
Geldschneiderei. In manchen Fàllen ist die geringe Baugröße (pro
Kapazitàt oder Gewicht) natürlich sehr nützlich. Auf dem Fahrrad ist es
aber Banane, ob da ein paar Gramm Akku mehr mit unterwegs sind.

Ich habe zu dem Thema recht viel widersprüchliche Informationen gelesen und
hoffe daher bei Euch Erleuchtung zu finden.

Folgende Fragen stellen sich mir im Moment:

* kann ich bei solchen Lampen zwei 3V-Batterien gegen zwei
3.6V/3.7V-Akkus austauschen?



Eine Lithium-Zelle hat voll rund 4,2V und leer 3V. Drei Ni*-Akkus haben
voll ca. 4,35V und leer 3V. Die Unterschiede halten sich also in
Grenzen. Notfalls knallt man die Akkus nicht ganz so voll. Das passiert
bei den üblichen Schnelladern mit Delta-U sowieso meist nicht. Aber das
geht natürlich mit in Reihe geschalteten Zellen sowieso nicht (wegen
Einzelzellenüberwachung).

Oder muss zwingend die
3V-Variante verwendet werden? Ich habe beide Aussagen
gefunden..



Tja, mit den Spannungsangaben bei Batterien ist das so eine Sache. Von
Spitzenspannung über Nennspannung bis Entladeschlussspannung ist so
ziemlich alles dabei.

* mit welchen Kapazitàten darf man rechnen? ich habe zwischen
900mAh und 350mAh (für die 3V-Variante) alles gefunden..



Wie jetzt? Als Batterie? Die hat um die 1,6Ah. Ein NiMH-Akku mit dem
gleichen Volumen dürfte ein paar hundert mAh haben.

* hat jemand ein einzelnen 3.7V-Akku mal in solch einer Lampe
eingesetzt? wie gross ist die Leistungseinbuße subjektiv?



Wie Leistungseinbuße? NiMH hat einen ziemlich geringen Innenwiderstand.
Die haben auf gut deutsch "Bums ohne Ende".

Aber ich vermute die Frage zielte auf die Betriebsdauer mit einem
Akkusatz. Ich sage mal, es ist vernünftig von etwa ein drittel der
Lebensdauer einer CR123 auszugehen.


* gibt es bekannte Qualitàtsunterschiede bei den Ladegeràten?



Ja. Dazu gibt es meterlange Threads.

Aber ich will ehrlich sein, mit beim Laden in Serie geschalteten Zellen
würde ich mich nicht abgeben. Und damit ist die CR123-Bauform raus.

Wenn es unbedingt eine solche Lampe sein muss, würde ich da irgendwie
Kabel und einen Hohlstecker dran machen und ein externes Batteriepack
mit 6 NiMH AA-Zellen aus der Eneloop, Infinimum oder wie auch immer der
jeweiliger Hersteller es nennt Serie nehmen. Am Fahrrad ist genug Platz
für so etwas.


Marcel

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