Akku gesucht mit erschwerten Einsatzbedingungen

18/09/2008 - 22:49 von Dschen Reinecke | Report spam
Moin!

Für einen Einsatzzweck, den ich in Detail nicht nennen darf, suche ich
einen Akku. Eingelesen habe ich mich schon, mit verschiedenen
Batterieherstellern gesprochen ebenfalls (zwei Antworten stehen noch aus).

Aber hier in der d.s.e. erhoffe ich mir mehr Leute die um die Ecke
denken, als bei den Herstellern, die ihre festen Einsatzzwecke immer vor
Augen haben, oder notfalls auch andere Sparten anbieten, aber nur aus
dem eigenen Unternehmen.

Es geht um ein System, welches für 180 Sekunden mit 12V (oder etwas in
dem Rahmen) und etwa 6A versorgt werden muss. Anschließend muss es
innerhalb von 30 Sekunden wieder aufgeladen werden, das bedeutet einen
Ladestrom von etwa 30A. Rechnerisch sind das 0,28Ah, also recht wenig.
Das ganze passiert zyklisch mit etwa 180 Zyklen pro Tag.

Die Einsatzbedingungen sind regengeschützt, durch Fahrtwind und wenn
nötig durch Lüfter gekühlt in Mitteleuropa bei Temperaturen über 0°C.
Allerdings ist eine waagerechte Einbaulage nur bei der Ladung gegeben,
bei der Entladung wird das System mit dem Akku bewegt (inkl. überkopf).
Stöße und Beschleunigungen sind nicht so dramatisch und können gefedert
werden. Das Gewicht spielt zwar auch eine Rolle, wenn eine
erfolgsversprechende Lösung es allerdings erfordert, können hier
Abstriche gemacht werden. Bisher kalkuliere ich mit 5kg für den Akku.

Meine Idee, welche von verschiedenen der Hersteller ebenfalls für
sinnvoll erachtet wird, ist den Akku kaum Zyklenbelastung auszusetzen
indem ich ihn massig überdimensioniere. Angedacht ist etwa 15Ah. Dann
kann ich je nach Akkutechnik im Bereich von 75 bis 80% Ladung oder so
arbeiten. Keine tiefere Entladung, keine Überladungsgefahr.

Um auseinanderlaufende Zellenladungen des Packs zu vermeiden kann
regelnàßig (z.B. Nachts) eine schonende Ladung erfolgen, die alle Zellen
auf 100% bringt. Ist das ein sinnvoller Ansatz?

Ein Auto-Akku-Hersteller sagt eine 100Ah-Batterie sollte mit 10A geladen
werden, die Verdreifachung sei wohl auch noch drin. Da die aus
Gewichtsgründen (und Lageabhàngigkeit) nicht in Frage kommt ràt er zu
einem Test mit einer Motorrad-Gel/Vlies-Batterie mit etwa 15Ah. Seine
Prognose ist eine Lebensdauer von Wochen vielleicht Monaten.

Ich hàtte gerne zehn Monate (wenn es nur drei sind, auch ok).

Ein anderer Hersteller sagt für etwa 1.000 bis 2.000 EUR gàbe es
Industier-Lithium-Zellen, die unter diesen Bedingungen fünf bis zehn
Jahre (!) durchhalten. Allerdings verkaufen sie die nicht als nackte
Zellen und das drumherum auf unsere Bedingungen anzupassen kostet
einmalig gut 100.000 EUR. Das ist leider nicht drin. Daraufhin bot er
mit eine NiMH-Lösung an, die eine deutlich geringere Lebensdauer haben
wird, er schàtzt bei 50-facher Überdimensionierung (Ah), also
Änderung der Ladung nur um 2 Prozentpunkte, eine Zyklenzahl von 10.000
bis 50.000 als realistisch ein.

Tatsàchlich ist die Verwendung mit nichts mir bekanntem richtig
vergleichbar. Am nàhsten kommen professionelle Akku-Werkzeuge (mit
Ladungen innerhalb von 15 oder 30 Minuten), Starterbatterien (mit kurzer
Entladung und hohen Strömen, aber kaum Zyklen), Modellbau (mit hohen
Strömen auch zum Laden, hier ist aber keine làngere Lebensdauer gefordert).

Ich würde mich über Anregungen, Verbesserungen, Erfahrungen, Lesetipps,
Technologievorschlàge, Lieferanten und einfache schràge Ideen (was
passt, obwohl eigendlich nicht dafür gedacht) zu meinem Problem freuen.

Ciao Dschen

Dschen Reinecke

der mit dem Namen aus China ==
http://WWW.DSCHEN.DE mailto:usenet@dschen.de
 

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#1 Stefan Hundler
18/09/2008 - 23:02 | Warnen spam
"Dschen Reinecke" schrieb im Newsbeitrag

Es geht um ein System, welches für 180 Sekunden mit 12V (oder etwas in dem
Rahmen) und etwa 6A versorgt werden muss. Anschließend muss es innerhalb
von 30 Sekunden wieder aufgeladen werden, das bedeutet einen Ladestrom von
etwa 30A. Rechnerisch sind das 0,28Ah, also recht wenig. Das ganze
passiert zyklisch mit etwa 180 Zyklen pro Tag.



Wieso muß es innerhalb von 30 geladen werden, wenn man eh ein
Kapazitàtsvielfaches hat?


LiFePO4

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