Akkukosten Elektroauto - Zeitrabhängiger und Fahrleistungsabhängiger Akkuverschleiss

15/09/2012 - 17:27 von Michael Schmidt | Report spam
In einem anderen Thread wurde dieses geposted:

Du verkennst hier, dass ein E-Auto zwar deutlich besser für
Kurzstrecken geeignet ist, aber die Akkukosten bei geringer
Fahrleistung extrem hoch werden.
Der Akku verschleisst, egel ob du ihn nutzt oder nicht.



Das ist sicher wahr, interessant ist aber in dem Zusammenhang wie es
denn QUANTITATIV und auch preislich aussieht mit dem Akkuverschleiß.

Es gibt einen reinen zeitabhàngigen Verschleiß über die Lebensdauer,
dazu gibt es einen Nutzungsabhàngigen bzw Fahrleistungsabhàngigen /
entladezyklenzahlabhàngigen Akkuverschleiss.
Letzterer ist dann natürlich noch abhàngig von der Entladetiefe (ohne
vollstàndige Entladung mehr Zyklen (und vom Ladeverfahren
(Schnellladung eher Schàdlich als langsame Ladung, dazu noch
Unterschiede beim verwendeten Ladeverfahren)
Temperaturen (Winterbetrieb bei sehr niedrigen Temperaturen) dürfte
sich auch nicht positiv auf die Lebensdauer auswirken... was macht das
denn quantitativ aus?
Wie ist das denn nun in der Summe ( Zeitrabhàngiger und
Fahrleistungsabhàngiger Akkuverschleiss) zu sehen?


Bei unseren Tauchscheinwerfern (ca 12V7Ah) kann man bei den
verwendeten NiCd oder NiMH Akkus von ca 500-1000 Ladezyklen ausgehen,
lànger als 10 Jahre hat ohne merklliche Leistungseinbußen noch kein
Akku gehalten (Privateinsatz, keine tàgliche, bestenfalls wöchentliche
Nutzung).
Bei den neuen E-Bikes (pedelecs?) sollen nach Auskunft Hàndler der
Akku auch so um die 1000 Ladezyklen verkraften. Das macht beim
aktuellen Akkupreis ca 1 EUR pro Zyklus (=ca 40km Fahrt) alleine
Akkukosten/Akkuabschreibung (= aktueller_Preis/Anzahl_Zyklen; dabei
KEINE Berücksichtigung von Kapitalkosten/ Zinsen!) Die Stromkosten
kommen noch dazu.

Bei meinen verwendeten Li Batterien sind diese nach ca 10 Jahren
kaputt, egal ob viel oder wenig gebraucht.
Einen àhnlichen Eindruck habe ich persönlich bei denk Li Akkus von
Mobiltelefonen und Laptops (SChàtzung, habe das aber nicht genau
verfolgt).
Gilt das denn generell auch für die gàngigen Li Akkutypen?

Wie stellt sich denn die Kostenseite (bei der der Akkuverschleiß keine
triviale Rolle spielen dürfte) bei den Elektroautos dar?

MS

(followup in de.etc.fahrzeug.auto)
 

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#1 Harald Klotz
15/09/2012 - 23:54 | Warnen spam
Michael Schmidt schrieb:

Bei unseren Tauchscheinwerfern (ca 12V7Ah) kann man bei
den verwendeten NiCd oder NiMH Akkus von ca 500-1000
Ladezyklen ausgehen, lànger als 10 Jahre hat ohne
merklliche Leistungseinbußen noch kein Akku gehalten
(Privateinsatz, keine tàgliche, bestenfalls wöchentliche
Nutzung).



Mit meinen Rechenkünsten komme ich auf max. 520 Zyklen in 10
Jahren, bei wöchentlicher Nutzung.
Vermutlich wird man es in der kalten Jahreszeit deutlich
weniger nutzen, das macht dann deutlich unter 520 Zyklen.
Wie du auf 1000 kommst ist mir ein Ràtsel.

Hinzu kommt sicherlich, dass sie in der Verwendung selten
völlig leer genutzt werden, vermutlich nie, so dass nur
Teilzyklen sind.

Bei den neuen E-Bikes (pedelecs?) sollen nach Auskunft
Hàndler der Akku auch so um die 1000 Ladezyklen
verkraften.



Klar, die wollen Verkaufen.
Wie oft werden die Pedelecs genutzt?
Wöchentlich?
Dann müsste der Akku 20 Jahre halten, tut er aber nicht.

Das macht beim aktuellen Akkupreis ca 1 EUR
pro Zyklus (=ca 40km Fahrt) alleine
Akkukosten/Akkuabschreibung (> aktueller_Preis/Anzahl_Zyklen; dabei KEINE
Berücksichtigung von Kapitalkosten/ Zinsen!) Die
Stromkosten kommen noch dazu.



Du wirst kaum Radfahrer finden, die es über Jahre tàglich
nutzen und auch die Strecke ausreizen.
Rechne 10km am Tag, dann ist das eine Ladung 4 Tage, 1000
Zyklen 4000 Tage, über 10 Jahre.
Wem verkaufen die Ebayverkàufer nur die ganzen Ersatzakkus
für relativ junge Fahrzeuge?

Bei meinen verwendeten Li Batterien sind diese nach ca 10
Jahren kaputt, egal ob viel oder wenig gebraucht.



Ich hatte welche, die waren nach Monaten fertig, ich habe
welche, die sind zwischen 8 und 10 Jahren alt und im Handy
noch brauchbar.
Aber von 1000 Ladezyklen sind die sehr weit entfernt.

Gilt das denn generell auch für die gàngigen Li Akkutypen?



Es gibt nach meiner Erfahrung eine breite Qualitàtsstreuung.

Wie stellt sich denn die Kostenseite (bei der der
Akkuverschleiß keine triviale Rolle spielen dürfte) bei
den Elektroautos dar?



Entweder durch Leasung, da tràgt ein anderer das Riskiko
oder man làsst sich eine entpsrechende Garantie geben.
In beiden Fàllen tràgt der das Riskiko, welcher beim Einkauf
die Qualitàt am Besten in der Hand hat.

Als Privatkunde ist es schwer.
Der Markt ist undurchsichtig und es gibt keine Marke, dessen
Produkte morgen die gleiche Qualitàt haben werden wie das
was heute im Handel erhàltlich ist.

Besonders beim Akku hast du keine Chance die Qualitàt im
Vorwege zu erkennen.

Grüße Harald

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