Algorithmen für digitale Signalprozessoren

12/12/2010 - 23:15 von Holger | Report spam
So,

ich hàtte gerne ... ein nettes Buch, in dem unabhàngig vom jeweiligen
DSP einigermaßen brauchbare Algorithmen für Audiozwecke beschreiben
werden. Audio heißt hier jetzt nicht Telefonie oder Sonar oder so,
sondern Hifidudeldei. Beispiel: Will ich eine Röhre anàhernd simulieren,
müßte ich die zweite Harmonische aus dem Ursprungssignal bilden und
angemessen zum Originalsignal addieren. Das alles soll so wenig
Rechenzeit wie möglich kosten, weil DSP ja in Echtzeit zugange sind.

Kennt jemand ein paar passende Literaturstellen?

Viele Grüße, Holger


Alzheimer ist ganz toll. Man lernt stàndig neue Leute kennen.
 

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#1 Marcel Müller
13/12/2010 - 00:18 | Warnen spam
Hallo,

Holger wrote:
ich hàtte gerne ... ein nettes Buch, in dem unabhàngig vom jeweiligen
DSP einigermaßen brauchbare Algorithmen für Audiozwecke beschreiben
werden.



wie audiospezifisch soll es denn werden? Ich meine Algorithmen für die
gàngigen Filtertypen sind doch invariant bezüglich des Verwendungszweckes.

Audio heißt hier jetzt nicht Telefonie oder Sonar oder so,
sondern Hifidudeldei. Beispiel: Will ich eine Röhre anàhernd simulieren,
müßte ich die zweite Harmonische aus dem Ursprungssignal bilden und
angemessen zum Originalsignal addieren.



Das hat mit Algorithmen nichts zu tun. Das ist Filter-Design.

Um beim Beispiel zu Bleiben: Eine Interpolationstabelle mit der
nichtlinearen Kennlinie würde wohl reichen. (Und den Rauschgenerator
nicht vergessen.)
Im übrigen ist es bei Verstàrkern wie beim Wodka: ein guter hat keine
eigene Note. Das gilt letztlich auch für Röhren. Aber das ist ein
anderes Thema.

Das alles soll so wenig
Rechenzeit wie möglich kosten, weil DSP ja in Echtzeit zugange sind.



Das wiederum ist tatsàchlich eine Algorithmenfrage. Nun sind aber die
gàngigen Aufgabenstellungen hinreichend performant gelöst. Wenn man aber
bedenkt, dass eine 500MHz-CPU bereits ein FIR-Filter der Ordnung 30000
guten Gewissens in Echtzeit schafft, würde ich diesen Punkt eher
nachrangig sehen. Interessanter ist eher die Frage nach der Latenz. Aber
damit sind wir wieder beim Design, nicht bei den Algorithmen.


Marcel

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