Algorithmen zum Auslesen von Graphen

15/07/2008 - 09:46 von Ulf Kadner | Report spam
Hallo!

Ich soll aus ca. 5000 existierenden Graphen daten auslesen, analysieren
und in eine DB einpflegen. Zum Auslesen gibts zwar einige fertige Tools,
aber die nutzen mir nix.

Defakto solls selbst geschrieben werden. Hat jemand eine Ahnung ob es
dafür bereits fertige Algos gibt? Sonst müste ich die Bilder pixelweise
durchgehen und mir erst überlegen wie man das je nach Graphentyp (mom.
11 verschiede Typen) handhaben koennte.

Bücher o.à. dazu würden mir auch helfen.

MfG, Ulf
 

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#1 Michaela Meier
15/07/2008 - 10:53 | Warnen spam
On 15 Jul., 09:46, Ulf Kadner wrote:
Defakto solls selbst geschrieben werden. Hat jemand eine Ahnung ob es
dafür bereits fertige Algos gibt? Sonst müste ich die Bilder pixelweise
durchgehen und mir erst überlegen wie man das je nach Graphentyp (mom.
11 verschiede Typen) handhaben koennte.



Hi,
sowas mußte ich auch mal machen. Mit dem Unterschied, daß es sich um
Meßwerte handelte, die auch schon mal gerne entsprechend chaotisch
verliefen. *grusel*

Wenn Du tatsàchlich nur die Graphen in Form von Bildchen vorliegen
hast, dann wirst Du wohl an der pixelweisen Verarbeitung nicht
vorbeikommen.
Je nachdem wie diese Graphen dargestellt werden (Art des
Koordinatensystems, zusàtzliche Infos und Legenden) kann das entweder
recht leicht oder besch...eiden schwer werden.
Wenn es sich um einen "sauberen" Graphen handelt - also ausschließlich
Achsenkreuz, ein paar Infos an festen Orten, und Funktion - , sollte
es schon genügen, alles nicht "Funktions-artige" auszublenden (also
weiß überzeichnen).
Dann bleiben nur die Pixel übrig, die zur Funktion gehören und es làßt
sich an jeder x-Koordinate ein zugehöriges y-Pixel finden. Sollten es
(aufgrund der Auflösung oder bei hervorgehobenen Meßpunkten) mehrere
zusammenhàngende sein, einfach den Mittelwert bilden. Lücken (von der
Ausblendung der Achsen) einfach ignorieren.
Für die (spàtere) Umrechnung der Bildpunkte auf die eigentlichen
Koordinatenwerte, wàre es natürlich hilfreich, wenn alle Achsenkreuze
dieselben Wertebreiche haben, denn dieser muß per Hand übernommen
werden. Außer Du möchtest eine Texterkennung einbauen. Dem làßt sich
aber durchaus mit einer intelligenten Sortierung in der
Verarbeitungsreihenfolge abhelfen, so daß man die Werte erst wieder
neu eingeben muß, wenn sie sich tatsàchlich àndern.

Wenn die Bildchen aber sehr zugemüllt sind und Infos und Achsen den
Graphen zu großen Teilen überdecken, dann hilft nur eine manuelle
Erkennung.
Ich habe das dann so gelöst, daß ich mir ein zusàtzlcihes Tool
geschrieben habe, das wie folgt ablief:
Bild laden, Wertebereich eingeben und Enden der Achsen anklicken,
beliebig viele Punkte entlang der Meßkurve anklicken. Jede
Klickposition wurde entsprechend gespeichert.

Beim ersten Schritt genügt es, wenn Du Dich auf die reine
Digitalisierung konzentrierst. Erst einmal Wertebereich,
Achsenendpunkte und Pixelkoordinaten speichern und eventuell auch den
Typ der Funktion, sofern er vorgegeben ist.
Im zweiten Schritt liest du diese temporàre Tabelle zurück und
wandelst die Daten in eine echte Wertetabelle um.
Bei diesem und auch beim nàchsten Schritt (nàmlich der Berechnung der
Funktionskoeffizienten) kann Dir wahrscheinlich schon Excel helfen und
das so gut wie im Alleingang erledigen.

Falls Du auch das selbst erledigen sollst, dann helfen Dir der
Dreisatz und die Methode der kleinsten Quadrate mit Sicherheit
weiter ;-)

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