Allgemeine Frage zum Thema Temperatur

29/03/2016 - 15:27 von Armin Voetter | Report spam
Hello,

hab mir heute wieder mal bei der Espressokanne am Herd die Finger verbrannt. Und dabei ist mir eine Frage in den Sinn gekommen:

Angenommen man stellt einen Container mit Luft (1013 mbar, 20°C) ins Weltall und öffnet den Behàlter. Die Luft entweicht, die Gasmoleküle "zischen" in eine Richtung, der Container durch den Rückstoß in die andere Richtung.

So weit, so unspektakulàr.

Die Wolke dünnt sofort aus, der Zustand àndert sich von der Fluidmechanik zu einer Partikelströmung.

Jetzt haben die einzelne Teilchen allerdings temperaturbedingt unterschiedliche Bewegungsenergien. Manche flitzen schneller, andere langsamer (Beispiel "Maxwellscher Dàmon").

Mathematisch ist das àquivalent zu einem Füßgàngerstrom, wo sich Personen unterschiedlich schnell bewegen. Das hintere Ende wird durch das Gedrànge verlangsamt, die Leute an der Spitze wird dagegen dauernd angeschubst.

Die schneller flitzenden Atome/Molekuele bekommen schnell einen "Vorsprung".

Als Beobachter der im Container sitzt beobachte ich Teilchen, die sich in grösser werdendem Abstand mit zunehmender Geschwindigkeit von mir entfernen.

Hmm, klingt so weit hoffentlich logisch.

Spannenderweise beobachtet man im Universum ein àhnliches Phànomen. Aus dem man auf das Vorhandensein von dunkler Energie schliesst.

Hat schon mal wer nachgerechnet, ob die Beschleunigung der Ausdehnung von weit entfernten Galaxien nicht ein temperaturbedingter Effekt des Urknalls ist?

LG Armin
 

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#1 wernertrp
29/03/2016 - 15:38 | Warnen spam
Am Dienstag, 29. Màrz 2016 15:27:11 UTC+2 schrieb Armin Voetter:
Hello,

hab mir heute wieder mal bei der Espressokanne am Herd die Finger verbrannt. Und dabei ist mir eine Frage in den Sinn gekommen:

Angenommen man stellt einen Container mit Luft (1013 mbar, 20°C) ins Weltall und öffnet den Behàlter. Die Luft entweicht, die Gasmoleküle "zischen" in eine Richtung, der Container durch den Rückstoß in die andere Richtung.

So weit, so unspektakulàr.

Die Wolke dünnt sofort aus, der Zustand àndert sich von der Fluidmechanik zu einer Partikelströmung.

Jetzt haben die einzelne Teilchen allerdings temperaturbedingt unterschiedliche Bewegungsenergien. Manche flitzen schneller, andere langsamer (Beispiel "Maxwellscher Dàmon").

Mathematisch ist das àquivalent zu einem Füßgàngerstrom, wo sich Personen unterschiedlich schnell bewegen. Das hintere Ende wird durch das Gedrànge verlangsamt, die Leute an der Spitze wird dagegen dauernd angeschubst.

Die schneller flitzenden Atome/Molekuele bekommen schnell einen "Vorsprung".

Als Beobachter der im Container sitzt beobachte ich Teilchen, die sich in grösser werdendem Abstand mit zunehmender Geschwindigkeit von mir entfernen.

Hmm, klingt so weit hoffentlich logisch.

Spannenderweise beobachtet man im Universum ein àhnliches Phànomen. Aus dem man auf das Vorhandensein von dunkler Energie schliesst.

Hat schon mal wer nachgerechnet, ob die Beschleunigung der Ausdehnung von weit entfernten Galaxien nicht ein temperaturbedingter Effekt des Urknalls ist?

LG Armin





Wenn Galaxien mal anfangen sich messbar auszudehnen, dann ist es nicht mehr weit bis zum Big-Rip der Protonen.

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