Alte Dimmerschaltung für Leuchtstoffröhren

04/11/2011 - 09:54 von schneider | Report spam
Hallo,

gestern bin ich durch Zufall auf eine ca. 40 Jahre alte Dimmerschaltung
für Leuchtstoffröhren gestoßen.

Leider konnte ich keine Details ergooglen, weil man offensichtlich nur
noch die modernen elektronischen Vorschaltgeràte findet.

Seinerzeit war diese so ausgeführt, dass dafür Spezialdimmer eingesetzt
wurden. Auf der einen Seite gingen 220 V (Phase und Null) rein, auf der
anderen Seite kamen zwei Adern raus. Die eine ging über die Drossel an
ein Ende der Röhre, die zweite versorgte über einen Trafo mit zwei
Sekundàrwicklungen die Heizfàden.

Das andere Ende der Röhre sowie ein Metallstrumpf außen herum waren mit
Null verbunden.

In einem RIM-Katalog von 1970 habe ich ein Verdrahtungsbeispiel
gefunden, da konnten noch zusàtzliche konventionelle Leuchtmittel an die
eine Leitung parallel angeklemmt werden.

Meine Frage nun: Wie funktionierte das denn? Ganz dunkel kann ich mich
noch an Erzàhlungen erinnern, dass das alles eine ziemlich luxioriöse
und alles andere als preisgünstige Sache war. Die Dimmer kosteten lt.
diesem Katalog mehr als das Doppelte von "normalen".

Ich vermute mal, dass am Ausgang Richtung Drossel ein konventioneller
Triac-Dimmer nach dem Prinzip der Phasenanschnittsteuerung hing und die
Heizleitung einfach für ein paar Sekunden auf 220 V gelegt wurde.
Liege ich da richtig? Allzu komplex kann das ja nicht gewesen sein,
schließlich passte es auch damals schon in eine normale Schalterdose.

Und welche Funktion hat dieser lustige Metrallstrumpf außen um die Röhre
herum gehabt? Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass dieser zur
Funktion auch wirklich nötig war.


Viele Grüße, Torsten
 

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#1 Marcel Müller
04/11/2011 - 10:35 | Warnen spam
Hallo,

On 04.11.2011 09:54, Torsten Schneider wrote:
Seinerzeit war diese so ausgeführt, dass dafür Spezialdimmer eingesetzt
wurden. Auf der einen Seite gingen 220 V (Phase und Null) rein, auf der
anderen Seite kamen zwei Adern raus. Die eine ging über die Drossel an
ein Ende der Röhre, die zweite versorgte über einen Trafo mit zwei
Sekundàrwicklungen die Heizfàden.

Das andere Ende der Röhre sowie ein Metallstrumpf außen herum waren mit
Null verbunden.

Meine Frage nun: Wie funktionierte das denn? Ganz dunkel kann ich mich
noch an Erzàhlungen erinnern, dass das alles eine ziemlich luxioriöse
und alles andere als preisgünstige Sache war. Die Dimmer kosteten lt.
diesem Katalog mehr als das Doppelte von "normalen".



AFAIR stimknormale Phasenanschnittsdimmer. Der Trick ist nur, dass man
die Elektroden über den kleinen Trafo immer auf Temperatur hàlt.

Ich vermute mal, dass am Ausgang Richtung Drossel ein konventioneller
Triac-Dimmer nach dem Prinzip der Phasenanschnittsteuerung hing und die
Heizleitung einfach für ein paar Sekunden auf 220 V gelegt wurde.
Liege ich da richtig? Allzu komplex kann das ja nicht gewesen sein,
schließlich passte es auch damals schon in eine normale Schalterdose.



Das ist schon zu komplex. Die Heizung lief einfach durch. Das konnte man
in Hörsàlen oder Konferenzsàlen gut beobachten, wo in Stellung ganz
dunkel viele kleine glühende Punkte an der Decke waren.


Und welche Funktion hat dieser lustige Metrallstrumpf außen um die Röhre
herum gehabt? Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass dieser zur
Funktion auch wirklich nötig war.



Zünden, wenn der Phasenanschnittdimmer noch sehr wenig Spannung liefert,
weil stark zugedreht.

Heute gibt man sich da deutlich mehr Mühe. Wir habe hier im Büro
hunderte dimmbare T5 Röhren. Die kann man gar nicht mehr schlagartig
anschalten, die fahren immer langsam hoch. Glimmen habe ich da noch
nichts sehen. Und das üble Flackern bei sehr niedrigen Helligkeiten auch
nicht.


Marcel

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