Alter des Universums

04/04/2009 - 19:33 von Gerry Wolf | Report spam
Nach derzeitigem Wissenstand ist das Universum seit
dem Urknall etwa 13,5 (+/-) Milliarden Jahre alt.
Vor einigen Jahrzenhten war man sich sicher,
mit 8 Milliarden Jahren den richtigen Wert zu haben.

Diese Erkenntnis fußt auf immer höher auflösenden und
lichtstàrkeren Instrumenten, die immer "weiter draußen"
im All befindliche Objekte erfassen können.

Je weiter diese Objekte entfernt sind, um so höher
ist deren Fluchtgeschwindigkeit, errechnet aufgrund
des Dopplereffektes.

Die am weitesten entfernten noch messbaren sollen sich
mit 70% (?) der Lichtgeschwindigkeit (voneinander/von uns)
entfernen.

Somit kann man also (Flucht-)Geschwindigkeit und Entfernung
in Relation zueinander setzen, wobei Entfernung gleichbedeutend
mit (Licht-)Jahren = Alter ist.

Jetzt stelle ich mir die Frage, ob in Zukunft, mit noch besseren
und schàrferen sowie lichtempfindlicheren Geràten, nicht "noch
weiter draußen" existente Quellen entdeckt werden? Was bedeuten
würde, dass man den Wert weiter nach oben korrigieren wird müssen.

Weiters, wàre es zulàssig zu berechnen, bzw. hochzurechnen, wenn
dieses Objekt sich mit 70% c bewegt und x entfernt ist, wird sich
ein anderes, noch zu entdeckendes mit 80% c bewegen und y entfernt
sein, somit kann die "Grenze", also knapp unterhalb 100% c
vorausbestimmt werden? Drüber geht ja wohl nicht ;-)

Was stimmt bei diesen Überlegungen und was nicht?

Gruß
Gerry
 

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#1 Zweigeist
04/04/2009 - 20:03 | Warnen spam
On Sat, 04 Apr 2009 19:33:25 +0200, Gerry Wolf wrote:

Nach derzeitigem Wissenstand ist das Universum seit dem Urknall etwa
13,5 (+/-) Milliarden Jahre alt. Vor einigen Jahrzenhten war man sich
sicher, mit 8 Milliarden Jahren den richtigen Wert zu haben.



Wer war sich sicher?


Jetzt stelle ich mir die Frage, ob in Zukunft, mit noch besseren und
schàrferen sowie lichtempfindlicheren Geràten, nicht "noch weiter
draußen" existente Quellen entdeckt werden? Was bedeuten würde, dass man
den Wert weiter nach oben korrigieren wird müssen.



Nein. Das am weitesten entfernte Objekt, der Rand der Welt, auch CMB
genannt, ist entdeckt, fotografiert und ausgemessen. Lediglich
leuchtschwàchere Objekte (Quasare, Galaxien) knapp vor dem Rand sind
gegenwàrtig zu duster um sie zu sehen. Das Webb-Teleskop wird das
vermutlich erledigen.


Weiters, wàre es zulàssig zu berechnen, bzw. hochzurechnen, wenn dieses
Objekt sich mit 70% c bewegt und x entfernt ist, wird sich ein anderes,
noch zu entdeckendes mit 80% c bewegen und y entfernt sein, somit kann
die "Grenze", also knapp unterhalb 100% c vorausbestimmt werden? Drüber
geht ja wohl nicht ;-)



Bei asymptotischer Annàherung an c könnten beliebig weit entfernte
Objekte existieren. Zum Beispiel in der Steady State Theorie. Ist
allerdings Blödsinn weil es den Rand gibt und dahinter ist nichts mehr.
Das haben schon die ollen Griechen gewußt.


Was stimmt bei diesen Überlegungen und was nicht?



Dein Wissensstand ist veraltet. Hier kannste anfangen zu lesen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Hintergrundstrahlung

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