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Alternative Kernwaffenkonstruktionen

30/05/2010 - 05:18 von Ralf . K u s m i e r z | Report spam
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Moin,

ich hàtte gerne mal erklàrt, warum folgende Konstruktion ziemlich
sinnlos ist:

Man nehem einen tüchtigen Klumpen Natururan im Tonnenmaßstab, also
eine Kugel im Medizinballformat, da bohrt man ein Löchlein quer durch
und positioniert in der Mitte eine starke Alphaquelle (z. B. Polonium,
woher auch immer man das beschaffen könnte). Das wird natürlich eine
Neutronenquelle, folglich wird konsequenterweise zur Zündung der Bombe
durch die Bohrung Beryllium auf das Polonium geschossen.

Nun setzt die Quelle kràftig Neutronen frei - die werden in der dicken
Uranwand gestreut und absorbiert und lösen schnelle Fissionen aus,
deshalb entsteht dabei màchtig viel Wàrme. Irgendein schlauer Physiker
hat der dicken Kugel auch noch eine dicke Sprengstoffhülle als
Implosionsladung verpaßt, weil die Kompression die Neutronenabsorption
effizienter macht, und ein noch schlauerer Physiker hat die
Sprengstoffmenge als Kugel nach innen verlegt, die dann im Inneren der
Sprengstoffkugel eine kleine Uranhohlkugel als Tamperschicht und darin
auch noch Lithiumdeuterid als Fusionsladung komprimieren soll. Das
Reinschießen von Beryllium ist auch nicht nötig, die Neutronenquelle
ist eingebaut: Die komprimierte Innenladung bringt im Moment der
höchsten Dichte Polonium und Beryllium zueinander.

Kann sowas funktionieren, also einen militàrisch relevanten Bumms im
KT-Bereich zustandebringen? (Komprimierende Laserstrahlen zum Zünden
von "Mini-Nukes" sollen zu diesem Zeitpunkt noch nicht erfunden worden
sein, wir befinden uns auf dem technologischen Niveau Anfang der
Vierziger Jahre. Der lokale Obermac möchte das gerne so machen, weil
er nicht genug Zeit und Mittel für Urananreicherung oder
Plutoniumbrüten in einem Natururan-Reaktor hat.)

Variante zwecks fehlendem Po: Ein Protonenbeschleuniger, gespeist von
einem aufgeladenen 10-MeV-Kondensator, ballert in das Ding Protonen
rein, die Spallationsneutronen erzeugen.


Gruß aus Bremen
Ralf
R60: Substantive werden groß geschrieben. Grammatische Schreibweisen:
adressiert Appell asynchron Atmosphàre Autor bißchen Ellipse Emission
gesamt hàltst Immission interessiert korreliert korrigiert Laie
nàmlich offiziell parallel reell Satellit Standard Stegreif voraus
 

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#1 Dr. Who
30/05/2010 - 06:14 | Warnen spam
Am 30.05.2010 05:18, schrieb Ralf . K u s m i e r z:
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Moin,

ich hàtte gerne mal erklàrt, warum folgende Konstruktion ziemlich
sinnlos ist:

Man nehem einen tüchtigen Klumpen Natururan im Tonnenmaßstab, also
eine Kugel im Medizinballformat, da bohrt man ein Löchlein quer durch
und positioniert in der Mitte eine starke Alphaquelle (z. B. Polonium,
woher auch immer man das beschaffen könnte). Das wird natürlich eine
Neutronenquelle, folglich wird konsequenterweise zur Zündung der Bombe
durch die Bohrung Beryllium auf das Polonium geschossen.

Nun setzt die Quelle kràftig Neutronen frei - die werden in der dicken
Uranwand gestreut und absorbiert und lösen schnelle Fissionen aus,
deshalb entsteht dabei màchtig viel Wàrme. Irgendein schlauer Physiker
hat der dicken Kugel auch noch eine dicke Sprengstoffhülle als
Implosionsladung verpaßt, weil die Kompression die Neutronenabsorption
effizienter macht, und ein noch schlauerer Physiker hat die
Sprengstoffmenge als Kugel nach innen verlegt, die dann im Inneren der
Sprengstoffkugel eine kleine Uranhohlkugel als Tamperschicht und darin
auch noch Lithiumdeuterid als Fusionsladung komprimieren soll. Das
Reinschießen von Beryllium ist auch nicht nötig, die Neutronenquelle
ist eingebaut: Die komprimierte Innenladung bringt im Moment der
höchsten Dichte Polonium und Beryllium zueinander.

Kann sowas funktionieren, also einen militàrisch relevanten Bumms im
KT-Bereich zustandebringen? (Komprimierende Laserstrahlen zum Zünden
von "Mini-Nukes" sollen zu diesem Zeitpunkt noch nicht erfunden worden
sein, wir befinden uns auf dem technologischen Niveau Anfang der
Vierziger Jahre. Der lokale Obermac möchte das gerne so machen, weil
er nicht genug Zeit und Mittel für Urananreicherung oder
Plutoniumbrüten in einem Natururan-Reaktor hat.)

Variante zwecks fehlendem Po: Ein Protonenbeschleuniger, gespeist von
einem aufgeladenen 10-MeV-Kondensator, ballert in das Ding Protonen
rein, die Spallationsneutronen erzeugen.


Gruß aus Bremen
Ralf



Oh man, von Kerntechnik hast Du offensichtlich keinerlei Ahnung, von
Atombomben erst recht nicht, also lasse es bleiben. Du blamierst Dich
hier mal wieder total. Wie sagte schon Klaus Fuchs zu den
Reaktorphysikern? "So einfach wie sie sich eine Atombombe vorstellen ist
die nicht, entwerfen sie mal eine, ich nenne ihnen auf Anhieb mindestens
10 gravierende Fehler." Du wolltest ja auch schon Atombomben aus dem
Plutonium aus der Wiederaufbereitung von Brennelementen von
Kernkraftwerken machen, das wird aber nichts, wegen der
Isotopenzusammensetzung. Plutonium für Bomben wird in speziellen
Reaktoren erbrütet.

The Doctor

http://www.bbc.co.uk/doctorwho/

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