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Altes Labornetzteil Kepco "OPS 25-20 M"

15/02/2010 - 19:04 von Christoph Stracke | Report spam
Hallo Gruppe,

ich habe hier ein altes Labornetzteil von Kepco, Typ "OPS 25-20 M", das
ich gerne wieder ans Laufen kriegen möchte. Leider habe ich im Netz
keinerlei Unterlagen dazu gefunden. Das Geràt liefert 0-25V bei 0-20A.

Ich hatte mir schon überlegt, ihm eine neue Regelung mit dem
altbekannten LM 723 zu basteln, da Trafo, Gleichrichterdioden,
Siebelkos und Leistungstransistoren noch in Ordnung zu sein scheinen.
Aber das Merkwürdige ist, daß die acht(!) Leistungs-Transistoren (Typ
2N3772) so angeordnet sind, daß zwei (über 0,1 Ohm Emitterwiderstànde
untereinander parallelgeschaltete) Viererblöcke miteinander in Reihe
liegen (hoffentlich habe ich es verstàndlich ausgedrückt?).

Darum ist zunàchst meine Frage, was das bringen soll, denn die
Transistoren wàren ja als 60V-Typen durchaus in der Lage, die
anliegenden max. ca. 40V Scheitelspannung selbst zu verkraften.

Meine nàchste Frage: Hat jemand von dem genannten Teil Schaltplàne
und/oder Serviceunterlagen, denn vermutlich wàre eine Reparatur besser
als ein (eher stümperhaftes) Neu-Design.

Die Regelschaltung làßt sich aber leider nicht mehr vollstàndig
rekonstruieren, da ich vor gut 10 Jahren schonmal einen
Reparaturversuch unternommen hatte, und dabei auf eine vergossene
"Blackbox" gestoßen bin, die ich geöffnet und vom Bitumen befreit
hatte. Darin war u.a. ein 8-poliger Rund-Chip (vermutlich ein OPV?),
dessen Bestempelung jedoch vom Hersteller entfernt worden war. Ich
hatte den Chip seinerzeit testweise durch einen OPV ersetzt, und das
alte Bauteil vermutlich entsorgt. Darum làßt sich das Schaltungsdesign
nun wohl nicht mehr völlig nachvollziehen... :-(

Achso, beinahe hàtte ich es vergessen: Beim Einschalten sorgt der
Bolide manchmal dafür, daß die 25A-Vorsicherung in meinem Zàhlerkasten
rausfliegt (die 16A Schmelzpatrone nach dem Zàhler bleibt dabei aber
noch ganz). Hat jemand einen Vorschlag, wie ich auf möglichst einfache
Weise den Einschaltstrom so begrenzen kann, daß ich nicht regelmàßig
alle Uhren in der Wohnung neu stellen muß? ;-) Ich dachte etwa an einen
in Serie liegenden Widerstand von 22 Ohm, der nach kurzer Zeit durch
ein Relais überbrückt würde; aber vielleicht hat ja jemand noch einen
einfacheren Vorschlag?

Wàre schön, wenn mir jemand helfen könnte oder Tips hàtte, denn es
scheint sich ansonsten um ein feines Teil zu handeln (auch wenn es
schon von 1969 ist).

Viele Grüße
Christoph
 

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#1 Bernd Mayer
15/02/2010 - 19:36 | Warnen spam
Am 15.02.2010 19:04, schrieb Christoph Stracke:


ich habe hier ein altes Labornetzteil von Kepco, Typ "OPS 25-20 M", das
ich gerne wieder ans Laufen kriegen möchte. Leider habe ich im Netz
keinerlei Unterlagen dazu gefunden. Das Geràt liefert 0-25V bei 0-20A.

Ich hatte mir schon überlegt, ihm eine neue Regelung mit dem
altbekannten LM 723 zu basteln, da Trafo, Gleichrichterdioden,
Siebelkos und Leistungstransistoren noch in Ordnung zu sein scheinen.
Aber das Merkwürdige ist, daß die acht(!) Leistungs-Transistoren (Typ
2N3772) so angeordnet sind, daß zwei (über 0,1 Ohm Emitterwiderstànde
untereinander parallelgeschaltete) Viererblöcke miteinander in Reihe
liegen (hoffentlich habe ich es verstàndlich ausgedrückt?).

Darum ist zunàchst meine Frage, was das bringen soll, denn die
Transistoren wàren ja als 60V-Typen durchaus in der Lage, die
anliegenden max. ca. 40V Scheitelspannung selbst zu verkraften.

Meine nàchste Frage: Hat jemand von dem genannten Teil Schaltplàne
und/oder Serviceunterlagen, denn vermutlich wàre eine Reparatur besser
als ein (eher stümperhaftes) Neu-Design.



Hallo,

die Reihenschaltung verwundert mich. Es könnte aber eine Vorregelung
sein zum Aufteilen der Verlustleistung.

Ein Neudesign könnte doch auch interessant sein: Gehàuse/Trafo usw.
recyclen und eine aktuellere Schaltung einbauen mit modernen Bauteilen,
evtl sogar umrüsten auf ein Schaltnetzteil.


Bernd Mayer

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