Analoge Frage in der Digitaltechnik

26/05/2016 - 01:16 von R.Kiefer.SPAEM | Report spam
N'Abend!

Es stellt sich gerade für mich die Frage für ein privates Bastelprojekt,
das ich erst in naher Zukunft angehen möchte. Aber beim eventuellen
Einkauf müßte ich mich *jetzt* beeilen wg. gerade vorbeilaufender
Gelegenheit.

An anderer Stelle erwàhnte ich schon mal, daß ich PALs, GALs und noch
ein paar andere Sorten àlterer ICs "aushorchen" können möchte. Die erste
Aufgabe: ich weiß nicht, welche Beinchen vom unbekannten Chip Ein- und
Ausgànge sind. Dazu hatte ich diese Idee: ich nehme zwei GPIOs meiner
Hardware für ein auszuhorchendes Beinchen, schalte den einen als
Ausgang, den anderen als Eingang, beide an das auszuhorchende Beinchen,
den Ausgang allerdings über einen Widerstand, damit's nicht raucht.
Konkretes Beispiel mit einem beliebigen Parallelportbaustein, z.B.
klassisch mit alter Hardware 68230, 6821, 6522, 8536, 8255:

-
8536, Out >-| R1 |\
- \

[ unbekannter Chip


/
8536, In <--/


Diese Anordnung wiederholt sich für alle auszuhorchenden Beinchen, z.B.
18mal an einem 20pol. PAL.

Funktionsweise, zunàchst nur die rein logisch verknüpften PALs ohne 'R'
drin und mit "alter" 5V-Technik betrachtet: mit den "Out" spiele ich
sàmtliche Kombinationen durch, über die "In" erhalte ich die
Information, ob das ein Ein- oder Ausgang ist.

Die erste Frage zielt auf die Dimensionierung von R1, damit weder meine
GPIOs noch der auszuhorchende Chip raucht, aber noch ein ordentliches
Signal am "In" ankommt. Mein Bauchgefühl sagt mir, daß 10kOhm eine
praktikable Dimension sein dürften. Worst case: 5V/10kOhm = 0,5mA. Liegt
mein Bauchgefühl daneben?

Ich hatte mir Gedanken zu Pullups und Pulldowns am auszuhorchenden
Beinchen gemacht, komme damit aber nicht auf einen grünen Zweig.

Jetzt die Frage wg. meiner Aktualitàt: ich könnte ggf. eine Karte
bekommen, auf der alle GPIOs mit Optokopplern versehen sind, die eine
Hàlfte als Eingànge, die andere Hàlfte als Ausgànge geschaltet. Die sind
mit "2630" beschriftet. Die finde ich als HCPL-2630, schön schnell
(10Mb/sec) und "The output of the detector IC is an open collector
Schottky-clamped transistor."

Ist diese Karte/Beschaltung der GPIOs der direkten Variante vorzuziehen?
Wg. Open Collector müßte wohl ein Pullup mit rein:

-
5V | R0 |+
- |
|
| -
8536, Out --> 2630 >-+--| R1 |\
- \

[ unbekannter Chip


/
8536, In <-- 2630 <--/

Hier beginnt mir dies zu "analog" zu werden :-( Das Risiko besteht für
den auszuhorchenden Chip, da der meine "Attacke" überleben muß.

Optokoppler besser oder unnötig? Wie dimensioniere ich R1 und ggf. R0?


TIA, Gruß, Ralf
 

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#1 Joerg
26/05/2016 - 02:12 | Warnen spam
On 2016-05-25 16:16, Ralf Kiefer wrote:
N'Abend!

Es stellt sich gerade für mich die Frage für ein privates Bastelprojekt,
das ich erst in naher Zukunft angehen möchte. Aber beim eventuellen
Einkauf müßte ich mich *jetzt* beeilen wg. gerade vorbeilaufender
Gelegenheit.

An anderer Stelle erwàhnte ich schon mal, daß ich PALs, GALs und noch
ein paar andere Sorten àlterer ICs "aushorchen" können möchte. Die erste
Aufgabe: ich weiß nicht, welche Beinchen vom unbekannten Chip Ein- und
Ausgànge sind. Dazu hatte ich diese Idee: ich nehme zwei GPIOs meiner
Hardware für ein auszuhorchendes Beinchen, schalte den einen als
Ausgang, den anderen als Eingang, beide an das auszuhorchende Beinchen,
den Ausgang allerdings über einen Widerstand, damit's nicht raucht.
Konkretes Beispiel mit einem beliebigen Parallelportbaustein, z.B.
klassisch mit alter Hardware 68230, 6821, 6522, 8536, 8255:

-
8536, Out >-| R1 |\
- \
>[ unbekannter Chip
/
8536, In <--/


Diese Anordnung wiederholt sich für alle auszuhorchenden Beinchen, z.B.
18mal an einem 20pol. PAL.

Funktionsweise, zunàchst nur die rein logisch verknüpften PALs ohne 'R'
drin und mit "alter" 5V-Technik betrachtet: mit den "Out" spiele ich
sàmtliche Kombinationen durch, über die "In" erhalte ich die
Information, ob das ein Ein- oder Ausgang ist.

Die erste Frage zielt auf die Dimensionierung von R1, damit weder meine
GPIOs noch der auszuhorchende Chip raucht, aber noch ein ordentliches
Signal am "In" ankommt. Mein Bauchgefühl sagt mir, daß 10kOhm eine
praktikable Dimension sein dürften. Worst case: 5V/10kOhm = 0,5mA. Liegt
mein Bauchgefühl daneben?




Selbst 5mA sollte normale Chips aushalten.

Ich kenne GAL und PAL nicht gut, aber es gab welche (damals, als die
Beatles noch aus dem Radio quollen ...) , wo Pull-ups oder Pull-Downs
intern aktivierbar waren. Wieviel die zogen, weiss ich nicht mehr. Doch
es kann sein, dass ein 10k Widerstand gegen den internen Pull-up keinen
Hering vom Teller zieht. Muss man wahrscheinlich weniger nehmen.


Ich hatte mir Gedanken zu Pullups und Pulldowns am auszuhorchenden
Beinchen gemacht, komme damit aber nicht auf einen grünen Zweig.

Jetzt die Frage wg. meiner Aktualitàt: ich könnte ggf. eine Karte
bekommen, auf der alle GPIOs mit Optokopplern versehen sind, die eine
Hàlfte als Eingànge, die andere Hàlfte als Ausgànge geschaltet. Die sind
mit "2630" beschriftet. Die finde ich als HCPL-2630, schön schnell
(10Mb/sec) und "The output of the detector IC is an open collector
Schottky-clamped transistor."

Ist diese Karte/Beschaltung der GPIOs der direkten Variante vorzuziehen?
Wg. Open Collector müßte wohl ein Pullup mit rein:

-
5V | R0 |+
- |
|
| -
8536, Out --> 2630 >-+--| R1 |\
- \
>[ unbekannter Chip
/
8536, In <-- 2630 <--/

Hier beginnt mir dies zu "analog" zu werden :-( Das Risiko besteht für
den auszuhorchenden Chip, da der meine "Attacke" überleben muß.

Optokoppler besser oder unnötig? Wie dimensioniere ich R1 und ggf. R0?




Den Sinn fuer Optokoppler sehe ich nur, wenn die Logikspannungen
zwischen Deinem Tester-Board und dem Target (PAL, GAL) verschieden sind
oder wenn das Target aus welchem Grund auch immer an einer anderen
Spannungsquelle haengt (Gefahr der Rueckspeisung). Wenn das mein Job
waere, wuerde ich es ohne Optokoppler machen und das Target gut
elektronisch abgesichert von der Karte mitversorgen.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

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