Anbieterwechsel von T-Com + congstar zu Alice Fun

22/06/2010 - 00:33 von Alex Busam | Report spam
Hi,

mein T-com ISDN-Anschluss ist noch ein alter Vertrag mit 5 Tage
Kündigungsfrist. Dazu hab ich einen Congstar DSL, der gekündigt ist und
mitte September auslàuft. Nun suche ich was neues und bin auf Alice
gestoßen.
alice fun ist verfügbar. Empfehlenswert? Im Chat mit dem Alice Support
empfahl man mir bei der Bestellung den letzten Vertragstag bei Congstar
als Wunschtermin anzugeben. Die Kündigung bei T-Com würden die übernehmen.

Ist das ok so? Vernünftiges Vorgehen? Oder kann ich im Vorfeld was tun,
um nicht auch Tage bis Wochen ohne Anschluss dazustehen?
Auf Teltarif wurde ja berichtet, dass die Telekom auf Nachfrage an
wechselwillige Kunden den 16000er zum Preis des 6000er anbietet. Machen
die das wirklich so einfach? Würdet ihr den monatlichen Aufpreis von 9
Euro sowie den Nichterhalt des Wechselbonus von 170€ in Kauf nehmen, um
bei der Telekom zu bleiben?
Die hohen Gebühren bei Alice ins Mobilnetz sowie Ausland schrecken mich
etwas ab. Ansonsten sehe ich keine Nachteile. Ich nehme an bei Alice
wird ein ISDN-Anschluss auch per ISDN-Technik realisiert und nicht
einfach mehrerer SIP-Accounts dafür verwendet. Oder?
Call by Call ist weiterhin nicht möglich? Über einen weiteren
SIP-Provider in der Fritzbox könnte man doch mit Wahlregeln günstiger
ins Mobilnetz telefonieren?

Bin auf Euren Rat gespannt


Viele Grüße
Alex
 

Lesen sie die antworten

#1 Michael Landenberger
22/06/2010 - 01:19 | Warnen spam
"Alex Busam" schrieb:

alice fun ist verfügbar. Empfehlenswert?



Kommt drauf an. Hansenet schaltet im eigenen Ausbaugebiet (umfasst ca. 150
Großstàdte und Ballungsgebiete) echte Festnetzanschlüsse. Die sind nach
meiner Erfahrung durchaus empfehlenswert. Außerhalb des Ausbaugebiets werden
jedoch VoIP-basierte Anschlüsse mittels DSL-Technik von Fremdanbietern
(Telefonica, QSC, Telekom) geschaltet, und die haben sich in der
Vergangenheit als problematischer herausgestellt als die echten
Festnetzanschlüsse mit Hansenet-Technik.

Welche Anschlussart man bekommt, làsst sich über die Verfügbarkeitsprüfung
von Alice Fun herausfinden. Erscheint bei dieser Prüfung ein Hinweis, dass
die Fernsehflatrate nicht verfügbar sei, dann bekommt man
höchstwahrscheinlich kein echtes Festnetz, sondern NGN mit VoIP-Telefonie.
In diesem Fall würde ich allenfalls einen Vertrag mit kurzer Laufzeit
abschließen (auch bei denen gibt es derzeit Rabatt, siehe
<http://www.onlinekosten.de/news/artikel/39674/>), denn die
Wahrscheinlichkeit, dass man mit einem solchen Anschluss nicht zufrieden
ist, ist höher als bei konventionellen Festnetzanschlüssen. Bei
NGN-Anschlüssen gibt es auch Einschrànkungen bzgl. der Verwendbarkeit
vorhandener Hardware. Hier muss in der Regel die vom Provider
bereitgestellte Hardware verwendet und dabei auch ein reduzierter
Funktionsumfang in Kauf genommen werden. An konventionellen Anschlüssen kann
man die bisher genutzte Hardware dagegen in der Regel weiter einsetzen.

Im Chat mit dem Alice Support empfahl man mir bei der Bestellung
den letzten Vertragstag bei Congstar als Wunschtermin anzugeben.
Die Kündigung bei T-Com würden die übernehmen.

Ist das ok so? Vernünftiges Vorgehen?



Ja, Hansenet kündigt den Telekom-Vertrag für dich. Diese Vorgehensweise
erleichtert u. A. die Rufnummernportierung. Die Kündigung durch Hansenet
betrifft aber nur den Telefon- und DSL-Anschluss. Den
Congstar-Internetzugang musst du selbst kündigen.

Die hohen Gebühren bei Alice ins Mobilnetz sowie Ausland schrecken
mich etwas ab.



Zum einen werden hohe Gespràchspreise zu bestimmten Zielen je nach
Nutzungsprofil durch niedrigere Monatsgrundpreise kompensiert. Und zum
zweiten kann man die hohen Minutenpreise des eigenen Telefonanbieters auch
umgehen, z. B. durch Callthrough-Dienste wie klugtelecom.de oder durch
Nutzung eines preiswerten VoIP-Anbieters (z. B. PBX Network,
www.personal-voip.de). Bei nur gelegentlichen Auslandsanrufen bieten sich
auch werbefinanzierte Angebote wie z. B. peterzahlt.de an.

Ich nehme an bei Alice wird ein ISDN-Anschluss auch per
ISDN-Technik realisiert und nicht einfach mehrerer SIP-Accounts
dafür verwendet. Oder?



Das hàngt vom Wohnort ab. Liegt dieser im Hansenet-Ausbaugebiet, gibt es wie
bereits geschrieben echtes ISDN, außerhalb des Ausbaugebiets dagegen nur
eine ISDN-Emulation auf VoIP-Basis.

Call by Call ist weiterhin nicht möglich?



Nein.

Über einen weiteren SIP-Provider in der Fritzbox könnte man doch
mit Wahlregeln günstiger ins Mobilnetz telefonieren?



VoIP ist nicht Call by Call. Und ob du die Fritzbox weiterhin einsetzen
kannst, hàngt vom Fritzbox-Modell und von der Anschlussart ab. An Alice NGN
*muss* man das von Hansenet gelieferte Modem/IAD anschließen, sonst kann man
nicht telefonieren. Ob auch die Fritzbox weiter zum Einsatz kommen kann,
hàngt davon ab, ob sie zum Alice IAD kompatibel ist.

Gruß

Michael

Ähnliche fragen