Angetestet: MC9S08JS16L

30/10/2010 - 09:54 von Frank Buss | Report spam
Auf der Suche nach einem möglichst preiswerten USB-Expander für Experimente
mit externer selbstgebauter Digital-Hardware, der aber nicht ganz so
spartanisch wie der FTDI-Chip, also auch programmierbar sein sollte, bin
ich auf die S08JS8/16 Familie gestoßen. Hat, wie viele andere neuere
USB-Microcontroller auch, einen USB-Bootloader integriert, sodaß man fast
nur noch den Chip braucht und kein Programmiergeràt. Hier ein erster Test
von mir:

http://www.frank-buss.de/MC9S08JS16L/index.html

Sieht so aus, als müsste da Atmel nochmal nachlegen, denn der
Freescale-Chip kostet nur ca. halb soviel wie die Chips der vergleichbaren
AT90USB-Serie und die FTDI-Chips sind noch teurer.

Frank Buss, http://www.frank-buss.de
piano and more: http://www.youtube.com/user/frankbuss
 

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#1 Frank Buss
01/11/2010 - 17:43 | Warnen spam
Matthias Weingart wrote:

Nettes Spielzeug, leider nur 12MBit. Wie greift man dann vom PC aus auf das
Ding zu? Serielle Schnittstelle oder DLL?



Ich plane das per HID-Device anzusprechen, da das am wenigsten Ärger mit
Treibern ist (allerdings auch nur maximal 64 kByte/s leistet, was aber
vollkommen ausreichend als COM-Port-Ersatz ist), was dann in eine DLL oder
zulinkbaren Library gekapselt werden kann, die man dann auch von Excel,
Visual Basic, Visual C++, LabView usw. verwenden kann, für kleinere
Steueraufgaben und Tests. In höheren Stückzahlen könnte man sowas bestimmt
für unter 10 Euro bauen.

Mit den 48 MHz CPU-Takt intern könnte man auch leicht einen kleinen
BASIC-Interpreter da drauf implementieren, der noch recht schnell laufen
würde, für Standalone Anwendungen. Im tiefsten Tiefschlaf (STOP3,
aufweckbar per RTC z.B. jede Sekunde) zieht der übrigens nur noch 300 nA,
könnte man also auch gut für batteriebetriebene Geràte verwenden.

Man kann aber auch einfach den UART dort drauf verwenden, was aber nicht so
elegant wàre, da man dann bei vielen neuen PCs noch einen
USB-TTL-Seriell-Konverter braucht, was der Chip ja gerade vermeiden soll.

Oder man könnte auch einen USB-COM-Port dort drauf implementieren und hàtte
somit direkt einen preiswerten Ersatz für die FTDI-Chips.

Interessant wàre vielleicht auch, einen kleinen CPLD mit auf der Platine
vorzusehen. Ich bin seit kurzem auf http://www.mikrocontroller.net
unterwegs und scheint Nachfrage nach preiswerten Einstiegsplatinen zu
geben. Einen einfachen JTAG-Programmer könnte man leicht mit dem Chip
implementieren und würde sich so einen teuren Programmer sparen. So ein
Microcontroller in Verbindung mit einem CPLD eröffnet außerdem nochmal eine
ganze Reihe weiterer Anwendungsgebiete.

So nen Teil mit nem 480MBit
Interface und einem àhnlich schnellen AD oder gar DA-Wandler, wàr was feines
für nen PC-Oszilloskop und àhnliches :-).



Ja, High-Speed USB wàre schön, aber da braucht man dann auch
leistungsfàhigere CPUs mit mehreren DMAs usw., um das auszunutzen. Als
Microcontroller gibt es da gute Chips von Atmel und Renesas.

Ich denke Ethernet wàre für so Sachen wie ein PC Oszilloskop auch nicht
schlecht, schon alleine wegen der nicht benötigten Treiber auf dem PC.

Frank Buss, http://www.frank-buss.de
piano and more: http://www.youtube.com/user/frankbuss

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