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Anschluß von Endstufe an Lautsprechersignal?

18/08/2009 - 08:37 von Udo Müllich | Report spam
Hallo Experten,

ich habe ein interessantes Problem zu lösen. Es handelt sich um die
Beschallung eines Reitplatzes. Bei dem jàhrlichen Reiterfest wird immer ein
professioneller Beschaller engagiert, der jedesmal viel Geld verlangt...
Auf der einen Seite des Platzes steht ein Gebàude, in dem die
Verstàrkeranlage steht. Auf der anderen Seite ist eine überdachte Flàche,
auf der Tische und Bànke sind. Auf beiden Seiten steht Publikum.das
beschallt werden will. Unter dem Reitplatz liegt ein altes Telefonkabel mit
10 Dràhten.Es ist etwa 85 m lang. Der Profi hat es so gelöst, daß er über
das Telefonkabel einen Transmitter angeschlossen hat und an der überdachten
Flàche dann eine Endstufe mit Laufzeitverzögerung angesteuert hat. Ich habe
ihn mal gefragt, wieviel Leistung man über das Telefonkabel schicken kann,
er meinte reines Lautsprechersignal etwa 10 Watt, mit 100V ELA- Technik etwa
25 bis 30 Watt. Das reicht natürlich nicht für eine ausreichende
Lautstàrke... Einen Transmitter habe ich natürlich nicht. Jetzt habe ich mir
gedacht, wenn ich über das Kabel ein Lautsprechersignal schicke und mit
einem ELA- Transformator heruntertransformiere und damit eine Endstufe
betreiben kann, hàtte ich genügend Leistung. Meine Fragen sind nun: Geht das
überhaupt? Habe ich mit irgendwelchen Störungen wie Netzbrummen zu rechnen?
(das Kabel ist teilweise nicht abgeschirmt)

Bin für jeden Tipp dankbar.

Gruss Udo.
 

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#1 Paulchen Panther
18/08/2009 - 09:24 | Warnen spam
Udo Müllich schrieb:

Hallo Experten,

ich habe ein interessantes Problem zu lösen. Es handelt sich um die
Beschallung eines Reitplatzes. Bei dem jàhrlichen Reiterfest wird immer ein
professioneller Beschaller engagiert, der jedesmal viel Geld verlangt...



Leute, die was von der Materie verstehen, kosten nun mal Geld.

Hobbybastler murksen meist erst mal vor sich hin und machen oft viele
Experimente, die dann erst mal in die Hose gehen. Und reuemütig kehrt
der Veranstalter dann wieder zum Profi zurück. Meist nach viel Ärger
und Wut über den Murkser, der die Veranstaltung hat (teilweise)
platzen lassen.

Entweder du kannst es und hast das nötige Equipment oder lass es!

Auf der einen Seite des Platzes steht ein Gebàude, in dem die
Verstàrkeranlage steht. Auf der anderen Seite ist eine überdachte Flàche,
auf der Tische und Bànke sind. Auf beiden Seiten steht Publikum.das
beschallt werden will.



Mit qualitativ hochwertiger Musik (technisch gesehen), und/oder mehr
ansagemàßig und dem üblichen Reitplatzgedudel?

Unter dem Reitplatz liegt ein altes Telefonkabel mit
10 Dràhten.Es ist etwa 85 m lang. Der Profi hat es so gelöst, daß er über
das Telefonkabel einen Transmitter angeschlossen hat und an der überdachten
Flàche dann eine Endstufe mit Laufzeitverzögerung angesteuert hat. Ich habe
ihn mal gefragt, wieviel Leistung man über das Telefonkabel schicken kann,
er meinte reines Lautsprechersignal etwa 10 Watt, mit 100V ELA- Technik etwa
25 bis 30 Watt. Das reicht natürlich nicht für eine ausreichende
Lautstàrke...



Das reicht für sehr sehr viel Lautstàrke - mit den richtgen
Lautsprechern und mit 100V-Technik. Ich habe u.a. mal ein
Motocrossgelànde mit 5 Trichterlautsprechern (zu AFAIR je 100 Watt)
über ordinàres Bundeswehr-Feldkabel beschallt. Waren einige 100 Meter!
Vorne hing ein Geloso-Röhrenverstàrker mit 500 Watt. Da war der letzte
so laut wie der erste.

Einen Transmitter habe ich natürlich nicht. Jetzt habe ich mir
gedacht, wenn ich über das Kabel ein Lautsprechersignal schicke und mit
einem ELA- Transformator heruntertransformiere und damit eine Endstufe
betreiben kann, hàtte ich genügend Leistung.



Murks!

Meine Fragen sind nun: Geht das
überhaupt?



So nicht

Habe ich mit irgendwelchen Störungen wie Netzbrummen zu rechnen?



Nicht nur das! Bis hin zu tödlichen Schlàgen!

(das Kabel ist teilweise nicht abgeschirmt)



das macht nix

Bin für jeden Tipp dankbar.



Lass es den Profi machen! Du wirst damit nicht glücklich!

Noch eine ernstgemeinet Warnung: Bei solchen Entfernungen in
landwirtschaftlicher Umgebung, und das ist bei Reitanlagen oft der
Fall, können gewaltige "Schrittspannungen" auftreten. D.h. u.U. fàllt
am anderen Ende der Leitung jemand tot um der eine offene Leitung
anfasst.

Ich hatte mal über 100 Volt auf einem "geerdeten" Mikrofongehàuse,
dass an einer ca. 100 Meter langen Leitung hing. Oder je nach
Stromversorgung (Erdung) deiner Endstufe am Beschallplatz brennt dir
ganz einfach das Telefonkabel weg. Solche Spannungsverschleppungen bei
alten Stromnetzen sind nicht zu unterschàtzen! Eine beidseitige
pefekte Erdung ist Pflicht!

Bei richtiger ELA-Technik besteht da so gut wie keine Gefahr. Und du
kannst auch über dünne Strippen relativ hohe Leistungen übertragen.

Vergiss jeden Gedanken an Niederohmtechnik üblicher Verstàrkeranlagen.

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