Anschluss von Spiegelschrank ohne Schutzleiter

10/06/2014 - 00:07 von Andreas Wenzke | Report spam
Hallo NG!

Bei meiner Tante gibt es im Bad leider nur einen Wandanschluss für eine
Lampe, und der sitzt über dem Waschbecken.

Ich wollte dort nun einen Spiegelschrank mit Lampe anbringen und an
dieselbe Lüsterklemme ein zweites Kabel zu einer Wandlampe anbringen.

Nun stellte sich nur leider heraus, dass das Kabel, das aus der Wand
kommt, nur zwei Adern hat. Sprich, es fehlt der Schutzleiter.
Bei den Kabeln, die dort herauskommen, konnte ich keine
Farbkennzeichnung erkennen (alt und verklebt mir Farbe; wenn, dann etwas
Dunkles).

Die Wandlampe kommt eh ohne Schutzleiter aus (es ist diese hier:
http://www.ikea.com/de/de/catalog/p.../00055691/ ) - offiziell keine
Badezimmerlampe, aber sie wird nicht nass werden und der Mensch im
Baumarkt meinte, die sei ja vermutlich dichter als andere, die offiziell
fürs Bad freigegeben seien.
Der Spiegelschrank ist aus Plastik und hat innen eine Schuko-Steckdose.

Nun meine Frage:
Kann ich gefahrlos das so verkabeln und den Schutzleiter einfach
weglassen, solange die Schukodose nicht benutzt wird?
Oder kann man dort für den Schutzleiter eine andere Lösung finden, ohne
die Wand aufzureißen?

Letzteres frage ich deshalb, weil ich bei mir selbst im Altbau-Hausflur
einen Kronleuchter anbringen wollte, der auch einen Schutzleiter
erforderte. Auch hier gab es nur zwei Adern.
Die Hausverwaltung holte dann jedoch auf ihre Kosten einen Elektriker,
der die Lampe sachgemàß anschloss. Es hieß irgendetwas von "alter
Verkabelung", und ich habe das so verstanden, dass man die Erdung dort
irgendwie anders doch herstellen kann...

Falls nötig, würde ich auch einen Elektriker beauftragen, aber erst mal
wüsste ich gern, was denn überhaupt geht...

Liebe Grüße,
Andreas
 

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#1 Marcel Müller
10/06/2014 - 01:09 | Warnen spam
On 10.06.14 00.07, Andreas Wenzke wrote:
Nun stellte sich nur leider heraus, dass das Kabel, das aus der Wand
kommt, nur zwei Adern hat. Sprich, es fehlt der Schutzleiter.
Bei den Kabeln, die dort herauskommen, konnte ich keine
Farbkennzeichnung erkennen (alt und verklebt mir Farbe; wenn, dann etwas
Dunkles).



Üblicherweise grau und schwarz, und wenn nicht ganz so alt, dann blau
und schwarz.

Der Spiegelschrank ist aus Plastik und hat innen eine Schuko-Steckdose.

Nun meine Frage:
Kann ich gefahrlos das so verkabeln und den Schutzleiter einfach
weglassen, solange die Schukodose nicht benutzt wird?



Wie willst Du sicherstellen, dass sie nicht benutzt wird?
Das geht nur, indem Du sie nicht anklemmst.

Oder kann man dort für den Schutzleiter eine andere Lösung finden, ohne
die Wand aufzureißen?



Naja, früher hat man einfach klassischen Nullung gemacht, also
Schutzleiter und Nulleiter zusammen. Für Neuinstallationen (Steckdose)
ist das aber schon ewig unzulàssig.

Letzteres frage ich deshalb, weil ich bei mir selbst im Altbau-Hausflur
einen Kronleuchter anbringen wollte, der auch einen Schutzleiter
erforderte. Auch hier gab es nur zwei Adern.
Die Hausverwaltung holte dann jedoch auf ihre Kosten einen Elektriker,
der die Lampe sachgemàß anschloss. Es hieß irgendetwas von "alter
Verkabelung", und ich habe das so verstanden, dass man die Erdung dort
irgendwie anders doch herstellen kann...



Ja, das war klassische Nullung. Bei einer Deckenlampe würde ich mir da
auch keine Sorgen machen.

Falls nötig, würde ich auch einen Elektriker beauftragen, aber erst mal
wüsste ich gern, was denn überhaupt geht...



Ich fürchte der hat noch schlechtere Karten als Du selbst, da er bei
unsachgemàßer Installation auch noch haftbar wàre.

Meines Wissens ist die Installation einer neuen Steckdose ohne
Schutzleiter unzulàssig. Aber ich weiß nicht, inwieweit das für einen
Spiegelschrank gilt. Man könnte ihn ja auch als Lampe mit
Verlàngerungskabel interpretieren. Ich leite daher mal zu den Experten um:

xpost, fup d.s.i.elektrotechnik


Marcel

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