Ansteuerung H-Brücke

11/09/2015 - 14:09 von Hans-Peter Diettrich | Report spam
Bei einer H-Brücke (zur Ansteuerung von DC Motoren) mit 3 Signalen
(Enable, A, B) gibt es zwei Möglichkeiten zur Ansteuerung mit PWM:
entweder ein gegenphasiges PWM Signal auf A und B, oder die Vorgbe einer
Richtung durch gegenphasige Signale auf A und B, und dem PWM Signal auf
Enable.

Letztere Lösung wird gerne vorgeschlagen, da sie nur einen PWM Ausgang
benötigt bzw. keinen Inverter für das komplementàre PWM Signal. Nun
frage ich mich aber, ob diese Lösung irgendwelche Nebenwirkungen auf die
Funktion hat. Solange die Selbstinduktion der Last eine einheitliche
Stromrichtung durch die Last erzwingt, können die zwei Transistoren für
die entgegengesetzte Spannung keinen Strom liefern, der fließt
stattdessen durch ihre Klemmdioden. Damit reicht es tatsàchlich aus,
alle Transistoren wàhrend dieser Zeit abzuschalten.

Aber was passiert bei einem PWM Tastverhàltnis von 50%? Wenn 0% volle
negative Spannung und 100% volle positive Spannung bedeutet, dann sollte
der Motor bei 50% stillstehen. Das kann er aber nicht, wenn das PWM
Signal auf Enable gelegt wird, und mit A und B eine Drehrichtung
vorgegeben wird. Dann erhàlt der Motor die volle Spannung wàhrend 50%
der Zeit, und keine Gegenspannung in den restlichen 50%. Wie kann man da
den Motor überhaupt anhalten?

Hat man somit bei PWM auf Enable die doppelte Auflösung, bezogen auf das
diskrete Tastverhàltnis des erzeugten PWM Signals, ohne sonstige
Nachteile (Nichtlinearitàt...)?

Ziemlich verwirrt
DoDi
 

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#1 Siegfried Schmidt
11/09/2015 - 14:28 | Warnen spam
Hans-Peter Diettrich schrieb:

Wenn 0% volle
negative Spannung und 100% volle positive Spannung bedeutet,



Dann sollte man als Last nicht einen DC-Motor, sondern eher einen
Wechselstromverbraucher nehmen.

Man kann mit einer H-Brücke Wechselspannungen erzeugen, aber für den
Betrieb von Gleichstromlasten taktet man besser positive ODER negative
Spannungen.

Siegfried


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