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Antennenfrage

31/05/2008 - 00:30 von Roland Damm | Report spam
Moin,

ich habe seit kurzen einen Fenseher mit DVB-T-Empfangsteil. DVB
funktioniert auch, nur mit der Antenne ... da gàb's noch was zu
optimieren.

Original hat der Fernseher einen Teleskopstab von rund 15cm Lànge
dabei, den man direkt oben drauf steckt. Das bringt keinen
brauchbaren Empfang.

Meine Überlegung: Vertikale polarisation ist bei DVB-T ja
bekannt, 15cm sieht aus wie lambda/4. Die Frequenzen sind ja
nicht anders, als bei Analogfernsehen. Also habe ich aus der
Bastelkiste eine Zimmerantenne für Analogfernsehen
herausgezogen, dazu ein Antennenkabel.
Mit der Zimmerantenne, nur eben vertikal ausgerichtet, hatte ich
dann schon mal hinreichend guten Empfang.

Diese Zimmerantenne sieht so aus (vom Fernseher zur Antenne):
Antennenstecker, dann zwischen Ader und Schirmung eine Spule
(Ferritkern mit wenigen Wicklungen drum) und eine zweiadrige
Steg-leitung zu Antenne. Die Antenne besteht aus zwei
Teleskopstàben, die man halt dann so ausrichten kann, wie man
will.

Ich habe jetzt an die Spule anstatt der Stegleitung einfach zwei
Kupferdràhte angeklemmt, je 15cm lang, einer zeigt nach oben,
einer nach unten.
Der Empfang ist so ganz gut eigentlich. Gelegentlich gibt es
Aussetzer, aber der Ausbau von DVB-T ist ja noch nicht so toll
(hier).

Frage: Wozu ist diese Spule jetzt da? Laut Wiki ist das ein
Symmetrierglied oder auch Balun, nur leider verheimlicht die
Wikiseite einen Schaltplan und die Information, ob so ein
Symmetrierglied eine Spule oder ein Übertrager ist. In meinem
Fall ist es jedenfalls nur eine Spule, weil hat nur zwei
Anschlüsse.

Wozu ist das Ding denn da?

Die beiden Hàlften des Dipols sollten doch von sich aus die
richtige Resonanzfrequenz haben, einfach wegen der Lànge. Wenn
ich zwischen den beiden Hàlften jetzt eine Spule hànge, dann
verschiebe ich die Resonanzfrequenz ja wohl drastisch nach
unten.

CU Rollo
 

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#1 Kurt Bindl
31/05/2008 - 00:47 | Warnen spam
Roland Damm wrote:
Moin,

ich habe seit kurzen einen Fenseher mit DVB-T-Empfangsteil. DVB
funktioniert auch, nur mit der Antenne ... da gàb's noch was zu
optimieren.

Original hat der Fernseher einen Teleskopstab von rund 15cm Lànge
dabei, den man direkt oben drauf steckt. Das bringt keinen
brauchbaren Empfang.

Meine Überlegung: Vertikale polarisation ist bei DVB-T ja
bekannt, 15cm sieht aus wie lambda/4. Die Frequenzen sind ja
nicht anders, als bei Analogfernsehen. Also habe ich aus der
Bastelkiste eine Zimmerantenne für Analogfernsehen
herausgezogen, dazu ein Antennenkabel.
Mit der Zimmerantenne, nur eben vertikal ausgerichtet, hatte ich
dann schon mal hinreichend guten Empfang.

Diese Zimmerantenne sieht so aus (vom Fernseher zur Antenne):
Antennenstecker, dann zwischen Ader und Schirmung eine Spule
(Ferritkern mit wenigen Wicklungen drum) und eine zweiadrige
Steg-leitung zu Antenne. Die Antenne besteht aus zwei
Teleskopstàben, die man halt dann so ausrichten kann, wie man
will.

Ich habe jetzt an die Spule anstatt der Stegleitung einfach zwei
Kupferdràhte angeklemmt, je 15cm lang, einer zeigt nach oben,
einer nach unten.
Der Empfang ist so ganz gut eigentlich. Gelegentlich gibt es
Aussetzer, aber der Ausbau von DVB-T ist ja noch nicht so toll
(hier).

Frage: Wozu ist diese Spule jetzt da? Laut Wiki ist das ein
Symmetrierglied oder auch Balun, nur leider verheimlicht die
Wikiseite einen Schaltplan und die Information, ob so ein
Symmetrierglied eine Spule oder ein Übertrager ist. In meinem
Fall ist es jedenfalls nur eine Spule, weil hat nur zwei
Anschlüsse.

Wozu ist das Ding denn da?

Die beiden Hàlften des Dipols sollten doch von sich aus die
richtige Resonanzfrequenz haben, einfach wegen der Lànge. Wenn
ich zwischen den beiden Hàlften jetzt eine Spule hànge, dann
verschiebe ich die Resonanzfrequenz ja wohl drastisch nach
unten.



Hallo Rollo,

es dürfte sich um einen Impedanzwandler handeln.
Sprich an die Anpassung an den Antenneneingang des FS.
Die Spule hat auf der Dipolseite mehr Windungen,
auf der FS-Seite ist ein Spulenanschluss auf den Schirm gelgt.

Eine offene Dipolantenne hat so irgendwo bei 240 Ohm
Scheinwiderstand, der FS hat 75 Ohm.
Am Verlustlosesten geschieht die Anpassung über einen Transformator.
Dieser muss für die verwendeten Frequenzen brauchbar sein.
Immerhin geht es dabei bis 860 Mhz.

Mit der Resonanzfrequenz hat das erstmal nichts zu tun,
die wird überwiegend durch die Dipollànge bestimmt.

Kurt

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