apropos - 'linus' 'finnland' 'island' 'widerstand'

17/01/2009 - 12:12 von Jani | Report spam
Dieses Rundschreiben [1] wurde mir als ordentlich inskribierter TU-
Student zugesandt.

Ich erlaube mir, dies in dieser Newsgroup zu posten und meinen
Kommentar dazu zu hinterlassen.

Die Zeiten Dr. Jörg Haiders sind vorbei. Ich möchte hierzu kein großes
Aufatmen hinzufügen, sondern eher die Position Straches ernster
nehmen, als die Position Haiders. Haider hat sich viel zu sehr in eine
völlig absurde Argumentation verstrickt, auf einen Schmàh gesetzt, der
zwar sicherlich sehr, sehr viele Aspekte der österreichischen
Volksseele berührt hat, jedoch keine sonderlich erfolgreiche
Fortführung der Initiative Kreiskys war, sondern durch seine
merkwürdige Provokation und bewußte Selbstentstellung, um seinen
Kontrahenden quasi die Basis für ein ebenso weltfremdes Dahinplaudern
in der Hoffnung zu verunmöglichen, dass damit endlich einmal wirklich
Lösungen gesucht werden, sehr oft das Gegenteil bewirkt hat und die
Gespràchspartner zum verachtungsvollen Verlassen des Gespàchstisches
gebracht hat, was durchaus als Kinnhaken zu werten ist. Die weiteren
Details möcht ich mir ersparen, die sind sicher auf irgendwelchen
antirassistischen und antifaschistischen Seiten chronologisch
aufgelistet.

Was die große Koalition so treibt ist mir garnicht so bekannt. Faymann
war in Brüssel, den schwarzen kenn ich nicht mal genau und jetzt krieg
ich dieses Mail. Der Bundespràsident hat zur Neujahrsansprache
verlautbart, dass dieses Jahr viele unbequeme Dinge passieren werden
müssen.

Die Donnerstag-Demos würd ich persönlich nicht so wirklich als
politisches Instrument bezeichnen. Man geht halt spazieren, blödelt
herum, trommelt ein bißchen und blàst die Trillerpfeife, hört
Kabarettisten zu und sieht sie auf Videowànden und macht Bewegung in
der frischen Luft. Manchmal werden Deutsche Bekannte eventuell
eingeladen, man geht auf Tuchfüllung mit der Polizei und vereinzelt
gibts auch kleine Sadomaso-Spiele und kreative Müllentleerungen, die
mich an Aktionen erinnern, wie "Heldenplatz" von Thomas Bernhard im
Burgtheater gespielt wurde. Das fàllt für mich eigentlich so unter
Donauinselfest bzw. Stadtfest, Volksstimmenfest, Christkindlmarkt,
Böhmischer Prater.
Ich persönlich war ein paar Mal dabei, teilweise schwer betrunken und
hab einmal eine junge Frau gepflanzt, die gleich ganz entsetzt zu
ihrem Freund gerufen hat: "Der hat mich abgegrapscht!", Saxophon haben
sie mich nicht spielen lassen: "Geh weg!". Bei einem Zug im 16(?) hat
ein Auslànder aus dem 5. Stock ein Schaffel Wasser runtergeschüttet -
was mich eigentlich sehr amüsiert hat und mir den Gedanken zugespielt
hat "Und ich Trottel renn da herum völlig sinnlos." Die Leute sind wie
die Bestien teilweise zu dem Haus gelaufen und haben protestiert. Naja
- ein Jammer das Ganze. Hoffentlich hat die Polizei damit ein wenig
verdient und die Überstunden bezahlt bekommen.

Ich glaub, dass die Wr. Polizei recht effizient mit Geld wirtschaftet.
Die kleinen Autos etwa schauen mir nicht schlecht aus, aber das nur
tangential.

Ich kann mich noch erinnern, dass vor über einem Jahr eine Online
Demonstration in "Second Life" stattgefunden hat, weil in irgendeiner
Firma Personal abgebaut wurde oder àhnliches. Second Life gibts heute
glaub ich garnicht mehr. Aber ist ja egal.

Alles was ich sehe zu Zeit in Richtung Demos, ... Griechenland (wegen
irgendeinem Toten), Frankreich ist glaub ich völlig uninteressant für
Deutschsprachige, da ist der Le Pen(n?) und die Rassenunruhen sind
dort teilweise Tagesordnung. Szarkozy macht jetzt vieles strenger.
Jedenfalls diese ganzen Kriesen und Stürze und Konflikte derzeit in
der Politik, ... eigentlich war die einzige Aktion in letzter Zeit
eine Demo in "Unterstinkenbrunn" - nàmlich in Island. "Interessant"
fand ich auch diese kürzliche YouTube Aktion, wo ein Finne gesprochen
hat und danach Amok gelaufen ist, die Russen drehen das Gas ab...
alles verlàuft in Europa so in Richtung Tundra, Island, weitet sich
aus in Richtung Sibieren. So Gegenden, wo es nicht unbedingt die
klassische europàische Zivilisation gibt. Quasi die Heimat von LINUX -
wenn man so will.

So schreib ich eben in diese Newsgroup - da es ein Mail der TU ist, wo
auch auch computerbezogene Richtungen gelehrt werden -

Diese SOZIALE Richtung, die hier in der Aussendung indirekt vertreten
wird, möchte ich kritisieren. Es ist eine Rechtfertigung Steuern zu
verlangen. Es geht um 350.- pro Semester... möchte ich einmal so
behaupten. Wegen 350.- pro Semester sind scharenweise Studenten und
andere Leute auf die Straßen gerannt. Das sind 2.- Euro pro Tag. Naja,
das Essen in der Uni kostet nicht ganz 5.- Euro. Wenn man einen
Ausweis hat ist es geringfügig billiger, mit Mensapickerl noch ein
wenig. Da irritiert mich ein wenig, dass man unterschreiben muß, dass
man monatlich nicht mehr als 100.- Euro für Essen zur Verfügung hat.
Wenn ich 5x pro Woche 4.- Euro zu Mittag in der TU fürs Essen ausgebe,
dann sind das 20 Euro pro Woche - das sind 80 Euro pro Monat. Bleiben
dann noch 20 Euro fürs Wochenende, fürs Frühstück und für das
Abendessen IM MONAT!!! Das sind also alles Idotien, die diese Liste
unterschrieben haben und können nicht mit Geld umgehen bzw. sind
Magersüchtig und können sich die Ration einteilen - sie leben vom
Licht großteils und saugen als Vampir anderen Leuten Energie ab.

Es wird wohl leider den Rahmen sprengen, an dieser Stelle die
Abschaffung von Steuer zu verlangen - ich kanns ja versuchen - aber
die Leser sind meines Erachtens teilweise leidenschaftliche
Beführworter von Steuer, damit mit dem Geld das Ettiket "Sozial"
verteidigt werden kann.

Ich finde also - Summa Sumarum - die Postion der Opposition weitaus
wichtiger als früher. Das die Großparteien Stuß reden ist erstens
nichts Neues und zweitens seit ein paar Jahren noch viel schlimmer, da
die Demokratie nicht mehr funktioniert.
Wenn mir also jemand nahelegt, dass ich anderen Leuten mein Leid
mitteilen soll, weil ich nicht genug an Wissen vermittelt bekomme,
weil das Geld fehlt, weil die Großkoalition Blödsinn macht, so sag ich
ihm - alles schön und gut! Die Grünen sind auf deiner Seite -

Aber - wie im Anfang bereits erwàhnt: Das Problem liegt in Österreich
hier, dass das Erbe Kreiskys abgewürgt wurde.
Grün - sagte er - ist keine Partei. Grün sollte jeder sein.

Es tut mir leid - aber diese Antifaschismus und Antirassismus
Denkrichtungen sind für mich keine Themen. Damit müßt ihr schon wen
anderen ficken.




[1]

von: rektor@tuwien.ac.at
Antwort an: do_not_reply@anywhere
an: an alle Studierenden und Mitarbeiter/innen der Universitàten
<list@local.host>
Datum: 15. Januar 2009 21:05
Betreff: BRIEF AN UNIVERSITÄTSANGEHÖRIGE
15. Jan. (Vor 2 Tagen)


Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen!

Keine zwei Monate nach Amtsantritt der neuen Regierung scheinen sich
die Befürchtungen der Österreichischen Universitàtenkonferenz
drastisch
zu bestàtigen. Deshalb möchten wir uns heute an Sie wenden: Es besteht
die Gefahr, dass die "Koalition neu" die aktuelle Finanzkrise als
Vorwand nimmt, um sich vor einer hinreichenden Budgetierung der
Universitàten zu drücken, obwohl gerade in wirtschaftlich schwierigen
Zeiten von Investitionen in Bildung und Forschung entscheidende
Impulse ausgehen.

Sàmtliche Versprechungen und Ankündigungen vor der Nationalratswahl
betreffend einen Ausbau der Universitàten und die Beseitigung der
massiven Unterfinanzierung der Hochschulen werden damit als leere
Worthülsen entlarvt. Zwar findet sich im Koalitionspakt noch ein
grundsàtzliches Bekenntnis zum Budgetpfad, 2 Prozent des BIP für den
tertiàren Sektor aufzuwenden, ein Zeithorizont wird allerdings im
Unterschied zu den Zusagen vor der Wahl nicht mehr genannt.

Die Universitàten brauchen zur Erfüllung ihrer wesentlichen Zukunfts-
aufgaben gerade jetzt ein adàquates Budgetwachstum, das über eine
bloße
Teuerungsabgeltung hinausgeht.

Die Universitàtenkonferenz (uniko) erachtet es als ihre Pflicht, alle
nahezu 300.000 Universitàtsangehörigen, insbesondere die Studierenden,
darauf hinzuweisen, dass real schrumpfende Budgets unweigerlich zu
einer
Verminderung des Leistungsangebots der Universitàten bzw. zum Abbau
von
Personal führen müssten. Wir brauchen aber das Gegenteil: Einen Ausbau
der Universitàten sowohl hinsichtlich ihrer Lehrkapazitàten als auch
hinsichtlich ihrer Möglichkeiten zur Forschung und zur Entwicklung
der Künste.

Die uniko hat in den letzten Wochen und Monaten in den Medien mehrfach
auf diese drohende Entwicklung hingewiesen und wird die Öffentlichkeit
über diese, einer gedeihlichen Entwicklung der Universitàten zuwider
laufende Haltung der Bundesregierung vorbehaltlos informieren.
Wir fürchten aber, dass diese Information allein nicht ausreicht.
Wir bitten Sie daher um Ihre aktive Unterstützung: Sprechen Sie auch
selbst mit Politikern/innen, Entscheidungstràgern/innen und
Journalisten
/innen und zeigen Sie, dass die Finanzierung von Forschung und Lehre
ein
Anliegen aller Universitàtsangehörigen ist, das überdies im Interesse
der
gesamten Volkswirtschaft, gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten,
liegt.

Mit bestem Dank und freundlichen Grüßen


Peter Skalicky
Rektor TU Wien


Das Pràsidium der Universitàtenkonferenz:
Univ.Prof. Dr. Christoph Badelt
Dr. Gerald Bast
Dr. Ingela Bruner
Univ.Prof. Dr. Alfred Gutschelhofer
Univ.Prof. Dr. Heinrich Mayr
Univ.Prof. Dr. Heinrich Schmidinger
Univ.Prof. Dr. Wolfgang Schütz
Univ.Prof. Dr. Hans Sünkel
Univ.Prof. Dr. Georg Winckler


DVR: 0005886
 

Lesen sie die antworten

#1 Stephan Weinberger
18/01/2009 - 18:49 | Warnen spam
<veröffentlicht & per E-Mail versendet>

Jani wrote:

Dieses Rundschreiben [1] wurde mir als ordentlich inskribierter TU-
Student zugesandt.

Ich erlaube mir, dies in dieser Newsgroup zu posten und meinen
Kommentar dazu zu hinterlassen.



Ist hier allerdings völlig OffTopic... warum nicht in eine passende Gruppe
deiner Uni.

f'up2 poster

Die logische Folge von Frage und Antwort wird auf den Kopf gestellt.
Was ist an TOFU-Postings so àrgerlich?
TOFU-Postings verfassen.
Was ist eine der schlechtesten Angewohnheiten im Usenet?

Ähnliche fragen