Arthur D. Little und Exane BNP Paribas: Neue Exane-Studie sieht wachsenden Wettbewerb zwischen traditionellen Medienhäusern und OTT-Anbietern

19/05/2015 - 08:00 von Business Wire

Arthur D. Little und Exane BNP Paribas: Neue Exane-Studie sieht wachsenden Wettbewerb zwischen traditionellen Medienhäusern und OTT-AnbieternKooperationen zwischen Telekomanbietern und traditionellen Medienhäusern könnten den Druck durch die ambitionierten OTTs lindern Der Wandel in der Mediennutzung verändert auch den Markt für die Übertragung von Inhalten OTT (Over-The-Top) Content-Dienste wie Netflix sind insbesondere für klassische TV- und Radio-Anbieter eine Herausforderung Etablierte Player sollten die Gründung eigener OTT-Angebote in Erwägung ziehen Telekomanbieter können mit neuen Mehrwertdiensteangeboten sowohl als Partner für traditionelle als auch für neue Entertainmentanbieter auftreten, von deren Konkurrenzsituation profitieren und damit neue Umsätze generieren.

Die Strategie- und Innovationsberatung Arthur D. Little veröffentlicht heute gemeinsam mit Exane BNP Paribas die Studie ‘How to ride the OTT wave’ – bereits die 14. Ausgabe ihrer jährlichen Untersuchung der europäischen Telekommunikations- und Medienbranche. In diesem Jahr behandelt die Studie den sich verschärfenden Wettbewerb zwischen den traditionellen TV- und Radiosendern und den OTT-Anbietern wie Netflix und Spotify sowie die Marktszenarien der nächsten Jahre. Eine der Kernaussagen der Studie ist die Einschätzung, dass die durch neue Dienste rasant wachsende Nachfrage nach superschnellem Breitband eine Initialzündung für höhere Umsätze bei den Telekomanbietern sein könnte.

Im Rahmen der Studie wurden 110 Branchenexperten aus 17 Ländern befragt. Die Studie kann unter www.adl.com/TelcoMediaOTT/ abgerufen werden.

Der Wandel in der Mediennutzung, getrieben durch das starke Wachstum an internetfähigen Endgeräten wie Smartphones und Tablets, schaffen einen neuen Markt für die Inhalteübertragung. Vor allem die klassischen TV- und Radio-Anbieter sehen sich dem wachsenden Wettbewerb durch reine OTT-Anbieter ausgesetzt; zwei Drittel der Befragten glauben, dass insbesondere die Pay-TV-Sender darunter leiden werden.

Die Studie kommt allerdings zu dem Schluss, dass noch nicht einmal Netflix an die Angebotsbreite der führenden Pay-TV-Anbieter wie Sky oder Canal+ heranreichen kann. Experten gehen davon aus, dass der Wettbewerb zwischen traditionellen und neuen Playern die Kosten für Content weiter in die Höhe treiben wird.

Während OTT-Anbieter für die traditionellen Medienhäuser, insbesondere für kleinere TV Kanäle und Pay-TV-Anbieter, eine ernsthafte Gefahr darstellen, könnten die großen Fernsehsender den neuen Wettbewerb durch die Entwicklung eigener OTT-Angebote eindämmen und dabei ihre Stärken wie Marke, bestehende Beziehungen zu Content-Anbietern, technisches Wissen sowie ihre Kundenbasis nutzen.

„Kurzfristig werden die traditionellen Anbieter den Herausforderungen der OTTs begegnen können. Dennoch könnte es einigen OTTs gelingen, die kritische Masse zu erzielen, die man für das Angebot von Premium-Inhalten benötigt“, sagt Bertrand Grau, Principal bei Arthur D. Little in Paris und Autor der Studie. „Allerdings bietet sich den traditionellen Medien jetzt die Gelegenheit, sich mit Telekomanbietern zusammen zu tun, um ihre Wettbewerbsposition gegenüber den reinen OTT-Anbietern zu verbessern“.

Die Telekomanbieter können auf unterschiedliche Arten von der wachsenden Nutzung von Streaming-Diensten profitieren:

  • Entwicklung von Premiumangeboten für höhere Übertragungsgeschwindigkeiten und/oder Datenvolumen
  • Monetarisierung bestehender technischer Infrastruktur durch garantierte hohe Übertragungsqualität, für die OTT Kunden zahlen müssten
  • Erzielung zusätzlicher Umsätze entweder als Anbieter in den Märkten für Online-Video, Musik und Pay-TV oder durch Partnerschaften mit existierenden Anbietern

Die Studie zieht ein positives Fazit über diese Zusatzumsatzpotentiale : „Zum ersten Mal seit drei Jahren sind die Entscheider der europäischen Telekom-Branche optimistisch, denn die Mehrheit rechnet mit einer Rückkehr der Branche auf den Wachstumspfad. Wir erwarten eine Stabilisierung bis 2016 und eine Rückkehr auf Wachstum ab 2017 – mit einer Rate von rund 1% pro Jahr“, sagt Antoine Pradayrol, Analyst bei Exane BNP Paribas und Autor der Studie.

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Source(s) : Arthur D. Little

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