AsRock MB defekt durch falschen USB-Anschluss - ist ne Reparatur möglich?

01/06/2009 - 13:17 von Manfred Schulz | Report spam
Hallo Leut,

bei der Montage eines AsRock Alive NF7G habe ich in der Hektik
USB-Steckplàtze auf einem zusàtzlichen Slotblech falsch rum
angeschlossen (beim Stecker des Slotbleches war nicht der typische Pin
blockiert, also habe ich intensiv gelesen, nachgedacht, gemessen und
entschieden - und dann genau falsch rum aufgesteckt).

Beim ersten Anschluss eines USB-Geràts hat der Rechner den Abgang
gemacht. Wegen Zeitdruck wurde sofort eine neue Platine beschafft, die
CPU und die RAM umgesetzt, an der Stelle Glück gehabt, alles làuft seit
Monaten stabil und gut.

Und jetzt liegt da noch die tote neue Platine rum (nein, die an den
Hàndler wegen Gewàhrleistung zurückzusenden wollte ich nicht, wußte ja,
dass ich es selber verbockt habe) und ich grüble, ob es nicht doch
möglich ist, nach so einem konkreten Kurzschluss die wieder zu
reparieren: Gibt es da irgendeine Art von "Sicherungselementen" für
solche bei USB ja durchaus denkbaren Verpolungen die man einfach
auslöten und ersetzen könnte? Oder gibt es ein typisches Bauteil was
dabei zerstört wird?
Hat da jemand Erfahrung mit und einen Tipp dazu?

Ich würde einfach gerne die Platine als Weiterbildungsobjekt nutzen
statt sie einfach in den Elektroschrott zu geben, die Frage dabei ist
nicht ob sich der Aufwand "lohnt" sondern eher der Erfahrungszuwachs.

M.
 

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#1 Andreas Krause
01/06/2009 - 13:45 | Warnen spam
Manfred Schulz schrieb:
Hallo Leut,

bei der Montage eines AsRock Alive NF7G habe ich in der Hektik
USB-Steckplàtze auf einem zusàtzlichen Slotblech falsch rum
angeschlossen (beim Stecker des Slotbleches war nicht der typische Pin
blockiert, also habe ich intensiv gelesen, nachgedacht, gemessen und
entschieden - und dann genau falsch rum aufgesteckt).



Kann passieren.


Beim ersten Anschluss eines USB-Geràts hat der Rechner den Abgang
gemacht. Wegen Zeitdruck wurde sofort eine neue Platine beschafft, die
CPU und die RAM umgesetzt, an der Stelle Glück gehabt, alles làuft seit
Monaten stabil und gut.

Und jetzt liegt da noch die tote neue Platine rum (nein, die an den
Hàndler wegen Gewàhrleistung zurückzusenden wollte ich nicht, wußte ja,
dass ich es selber verbockt habe) und ich grüble, ob es nicht doch
möglich ist, nach so einem konkreten Kurzschluss die wieder zu
reparieren: Gibt es da irgendeine Art von "Sicherungselementen" für
solche bei USB ja durchaus denkbaren Verpolungen die man einfach
auslöten und ersetzen könnte? Oder gibt es ein typisches Bauteil was
dabei zerstört wird?
Hat da jemand Erfahrung mit und einen Tipp dazu?



Wenn Du Plus und Minus vertauscht hast, ist klar daß das Netzteil sofort
abgeschaltet hat --> Kurzschluss der Versorgungsspannung über das
angeschlossene USB-Geràt. Die Netzteile reagieren teilweise schneller
als eingebaute Sicherungen.

Vertauschen der Datenleitungen, hat bis auf das nicht funktionieren des
Geràts, keine Auswirkungen. Das hab ich selber schon probiert.

Wenn Du allerdings die Versorgungsspannung auf die Datenpins gibts,
dürfte der USB-Chip Onboard gehimmelt worden sein.

Es gibt auf dem Mainboard tatsàchlich die von Dir angesprochenen
Sicherungen. Diese gibt es in zwei Varianten. Einmal als reversible und
einmal als irrreversible Ausführung. Die reversiblen stellen sich nach
Wegfall der Überlast - innerhalb einer gewissen Zeit selbsttàtig zurück.
Dann sollte alles wieder gehen. Die irrreversiblen müssen - wie schon
der Name andeutet - ausgetauscht werden. Da dies heutzutage alles SMD
Bauteile sind, ist das ziemlich fummelig ohne passende Lötausrüstung.


Ich würde einfach gerne die Platine als Weiterbildungsobjekt nutzen
statt sie einfach in den Elektroschrott zu geben, die Frage dabei ist
nicht ob sich der Aufwand "lohnt" sondern eher der Erfahrungszuwachs.

M.



Ich würd erstmal nen Netzteil anschliessen um zu sehen ob die
Onboardsicherungen nicht zur reversiblen Art gehört.

Andy

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