Astrofotografie revisited: optimale Strategie mit 4,5"-Newton?

16/05/2008 - 01:08 von Jörg Yadgar Bleimann | Report spam
High!

Letztes Jahr habe ich mein Bresser Mizar (114/900, EQ-2) zu meinem
Herzkönig nach Altena im Sauerland ausgelagert... letztes Wochenende war
dann auch endlich Spechtelwetter, so dass wir zu einer ersten
Moonhopping-Session gekommen sind - für Micha war es die Teleskop-Premiere!

Er hatte natürlich seine Kamera dabei (Kodak Z650, 8 Megapixel, 10facher
optischer Zoom), in der Hoffnung, hochauflösende Bilder freihàndig
durchs Okular schießen zu können (wie sie mir vor nunmehr fünf Jahren
mit der ungleich primitiveren Umax AstraPix 490 gelungen waren -
http://www.khyberspace.de/astrophotos-d.html ) - das klappte leider
nicht so wie beabsichtigt, wir sind uns im Moment noch nicht einig, ob
es nun grundsàtzlich an der Kamera (Autofocus!) oder am verwendeten
internen Programm lag...

Das Teleskop hatte vorher mehrere Jahre lang auf meinem überdachten
Balkon gestanden und entsprechend vor allem an der Montierung Flugrost
angesetzt; die Montierung selbst ist in Verbindung mit dem spillerigen
Holzstativ (wohl eine Art Balsaholz...) eine eher wackelige Angelegenheit.

Jetzt frage ich mich, was ich als erstes verbessern sollte... klar,
alles festschrauben und einen Ziegelstein ins Okulardreieck sollte schon
mal eine gewisse Beruhigung beim Bild ergeben, aber auf die Dauer ist
freihàndige Okularfotografie ja auch nicht so der Hit, da tràumt man
schon von einem Adapter...

Im Gegensatz zu meiner Umax hat Michas Kodak dem Augenschein nach auch
den passenden Objektivdurchmesser für den 1,25"-Okularauszug und mein 9
mm-Plössl... da müsste es doch justierbare Adapter geben, mit denen man
die Kamera einfach anstöpseln kann! Ideal wàre dann auch noch eine
Möglichkeit, die Z650 per Draht oder Funk (?) fernauszulösen, so dass
man erschütterungsfrei fotografieren kann...

Parallel dazu würde ich aber auch weiterhin meine Umax AstraPix 490
verwenden wollen... deren Objektiv ist aber deutlich kleiner, vor
làngerer Zeit hatte ich mal von L-förmigen Adaptern gelesen, an denen
man die Kamera mittels des Stativgewindes befestigen würde...

Wàre eine EQ-2 eigentlich nicht zu schwach für eine Kamera jedweder
Bauart? Was kostet z. B. eine gebrauchte EQ-4 üblicherweise?

Da wir uns erst einmal vor allem mit Mond- und Planetenfotografie
beschàftigen wollen, muss wohl erst mal kein größeres Rohr her... obwohl
man ja niemals "nie" sagen sollte!

Bis bald im Khyberspace!

Yadgar
 

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#1 Lotz
19/05/2008 - 21:15 | Warnen spam
Hallo Yadgar,

gibt's dich ja auch noch.
Also, mit nem 114/900 auf EQ-2 geht Einiges. Ich würde zur Fotografie
(Mond und Planeten) eine gebrauchte Philips ToUCam PRO anschaffen
(Webcam mit CCD_Chip, kein CMOS!) Da kannste Planeten und Mondvideos
aufnehmen und die Bilder mit Giotto mitteln, um den
Signalrauschabstand zu erhöhen und gleichzeitig nur die schàrfsten
einzelnen Bilder automatisch raussuchen lasen.

Liefert klasse Ergebnisse.

Schau mal unter http://www.astronomie.n-t-l.de in der Galerieseite
(Sonnensystem)

Gruß

Markus

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Quidquid agis, agas prudenter et respice finem!
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DANUBIA-OBSERVATORIUM

Markus A. R. Langlotz
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Die Astroseite: http://www.N-T-L.de
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