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Astronomen finden Stern, den es nicht geben dürfte

01/09/2011 - 13:10 von Dr. Andreas J. Bittner | Report spam
Hallo,

http://www.scinexx.de/wissen-aktuel...09-01.html

naja, wahrscheinlich gibts den auch nicht mehr, wenn das Licht, das uns
erreicht, schon 13 . 10^9 Jahre alt ist. Und ich finde, wenn er
*wirklich* so alt ist, wie angenommen, dann sollte ja auch außer H/He
nix (nicht viel) anderes drin sein. Ist denn bekannt, wie das Verhàltnis
H:He:Li nach dem Urknall war? Wenn [H],[He] >> [Li] ist, wunderts doch
nicht, daß in dem Stern nichts ist.

Grüße
Andreas
 

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#1 Harald Maedl
01/09/2011 - 16:38 | Warnen spam
Dr. Andreas J. Bittner wrote:

http://www.scinexx.de/wissen-aktuel...09-01.html
naja, wahrscheinlich gibts den auch nicht mehr, wenn das Licht, das uns
erreicht, schon 13 . 10^9 Jahre alt ist.



Wusz? "SDSS J102915+172927" ist nur 4000 LJ von uns entfernt, also schon
fast in der Nachbarschaft.

Und ich finde, wenn er
*wirklich* so alt ist, wie angenommen, dann sollte ja auch außer H/He
nix (nicht viel) anderes drin sein.



Genau das ist ja das Problem, dass der Lithiumanteil viel zu gering zu
sein scheint. Üblicherweise müssten Sterne der ersten Generation einen
Anteil an Li etwa in Höhe des Anteils haben, der bei der primordialen
Nukleosynthese entstanden ist.
Tatsàchlich ist dieser Anteil, nachdem, was man gemessen hat, etwa 50x
geringer als zu erwarten gewesen wàre.

Ein Ràtsel liegt also im "Schwund" des Lithiums, ein anderes, warum sich
überhaupt ein Stern bilden konnte, da nahezu jegliches Fehlen anderer
schwererer Elemente bedeutet, dass nicht genug davon da ist, um dem
Strahlungsdruck etwas entgegenzusetzen.

Eine Sternentstehung kann nach Standardfolklore nur dadurch entstehen,
dass sich heiße Gase abkühlen und gleichsam gravitationsbedingt
zusammenziehen. Ob ein Stern entsteht hàngt davon ab, was siegt: die
Gravitation oder der Strahlungsdruck, der durch das Zusammenziehen wegen
der Temperaturerhöhung immer mehr zunimmt.
Unter den gegeben Umstànden würde man erwarten, dass die heißen
Gaswolken irgendwo als Nebel in die weite des Alls geblasen werden
würden, weil die schweren Elemente mangels Vorhandenseins eben nicht
quasi als Kühlkörper wirken können.

Zum Fehlen des Lithium: Ich wàre mit einer Aussage hierzu deutlich
vorsichtiger, denn nach Untersuchungen von Salaris und Weiss sinkt
Lithium in jungen Sternen ab und kondensiert und kann dann nicht mehr
per Spektralanalyse gemessen werden.

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