Audio-DAC: Selbstbau?

07/11/2008 - 17:55 von Christoph Stracke | Report spam
Hallo zusammen,

da meine Computer-Soundkarte einen S/PDIF-Ausgang hat, im NF-Ausgang
mit Kopfhörer deutliche Schaltnetzteil-Artefakte zu hören sind und mein
Verstàrker überdies auch noch ca. 8m Leitungslànge davon entfernt steht,
überlege ich, die Distanz digital zu überbrücken und einen externen
DA-Wandler zu kaufen oder zu basteln. Nun bin ich von einem Freund auf
dieses Geràt von ELV aufmerksam gemacht worden:
<http://www.elv.de/output/controller...amp;detail&detail2043>

Eigentlich ungefàhr das, was ich suchte, aber wenn man sich sowas
schonmal anschafft, sollte es natürlich so universell wie möglich sein
und auch niedrige Abtastraten wie 32 oder 44,1 kHz "verkraften".

In den "Fragen zum Artikel" steht nun jedoch ausdrücklich, daß
Abtastraten unter 48 kHz mit dem Teil nicht möglich sind.

Meine Frage: warum ist das so? Der verwendete Empfàngerbaustein CS8416
ist laut Datenblatt ausdrücklich für Frequenzen von 32 ... 192 kHz
geeignet, und ich habe nichts gefunden, was ihn nach unten auf 48 kHz
begrenzt. Allerdings sind meine Kenntnisse im Bereich der
Digitalelektronik eher historisch/gering.

Kann mich jemand aufklàren, oder steht auf der ELV-Seite schlicht
Unsinn?
Was ist Eurer Ansicht nach ansonsten von dem Ding zu halten?
Vielleicht hat ja jemand auch einen Tip für ein anderes günstiges Geràt
oder einen erprobten Aufbau inkl. Layout; das Teil soll einfach als
zusàtzliche Platine in einen Verstàrker eingebaut werden.
Fast alles, was ich sonst im Netz zu dem Thema preiswerter DACs finde,
beruht nàmlich leider auf abgekündigten bzw. kaum erhàltlichen
Bauteilen ... :-(
Und selbst ein klanglich akzeptables Platinenlayout mit aktuell
erhàltlichen Teilen zu entwickeln traue ich mir leider nicht zu; die
Application-Notes enthalten ja meines Wissens meist nur einen
Schaltplanvorschlag.

Viele Grüße und herzlichen Dank
Christoph
 

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#1 Olaf Kaluza
07/11/2008 - 18:25 | Warnen spam
Christoph Stracke wrote:


Meine Frage: warum ist das so? Der verwendete Empfàngerbaustein CS8416
ist laut Datenblatt ausdrücklich für Frequenzen von 32 ... 192 kHz



Und meine Frage:

Zitat: In Verbindung mit dem ELV 24-Bit-A/D-Wandler AAD24
làsst sich z. B. auch...

Was mag ELV Semiconductor da wohl designt haben? :-)

32khz wurde wohl mal von DSR Tunern so verwendet wie du das
erwartest. Heutzutage kann aber eine 32khz Quelle wohl nur ein DAT mit
Longplayband sein und das ist dann 12Bit _nichtlinear_. Ich vermute mal
das kann der Wandler nicht.

Kann mich jemand aufklàren, oder steht auf der ELV-Seite schlicht
Unsinn?
Was ist Eurer Ansicht nach ansonsten von dem Ding zu halten?



Nicht das ich das Geraet kennen wuerde, aber fuer 34.95 kann man es
wohl kaum selber entwickeln. Von daher waere es einen Versuch
wert. Vielleicht findet sich ja hier auch jemand der den wahren
Produzenten des Wandlers kennt.

Vielleicht hat ja jemand auch einen Tip für ein anderes günstiges Geràt
oder einen erprobten Aufbau inkl. Layout; das Teil soll einfach als



Es gab verschiedenes zu dieser Thematik in den alten Elrads, aber
letztlich basieren die ja immer auf zwei speziellen ICs die man heute
vielleicht nicht mehr bekommt.
Du koenntest dir ja auch einfach einen DAT bei Ebay kaufen und den als
DA-Wandler verwenden. Ich finde einen DAT sollte jeder haben.

BTW: Sollte uebrigens der Ausgang deiner Soundkarte nicht optisch
sondern elektrisch sein, und sollte der aller wahrscheinlichkeit
keinen Ausgangstrafo enthalten, dann wuerde ich den noch
nachruesten...

Olaf

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