auf neue Platte umziehen

07/10/2009 - 18:27 von Alexander Goetzenstein | Report spam
Hallo,
ich möchte meine SuSE 11.1 meines Notebooks auf eine neue Platte
umziehen. Die ist gleich groß (jedenfalls lauf Aufdruck), aber
schneller. Die Struktur sollte erhalten bleiben: eine Windows-Partition,
eine swap, eine / und eine /home. Zuerst habe ich die neue Platte
eingebaut, die alte per USB verbunden und mit dd versucht, die Platte zu
klonen. Die Partitionen sehen danach schonmal gleich aus. Dummerweise
wollte Linux aber nicht starten, so dass ich es mit einer Reparatur per
Boot von der DVD versuchte. Klar: in der fstab mussten die IDs der
Platte korrigiert werden, und auch GRUB habe ich damit repariert.
Allerdings fanden sich tausende von Fehlern auf der /home
Partition (fehlende und überschüssige inodes, falsche Daten darin usw.),
und booten wollte das Ganze auch nicht richtig.

Mir kam der Gedanke, dass die Platten vielleicht nicht exakt genug
gleich groß sein könnten und versuchte es (nach Boot vom USB-Stick mit
SuSE 10.3 und mit Knoppix 6.1) mit tar, wie ich hier ja schon
mal in einem anderen Thread gelesen hatte:


mkdir /media/hitachi7
mkdir /media/seagate7
mount /dev/disk/by-id/scsi-SATA_ST9500420ASG_5VJ0AL4G-part7 /media/seagate7 -o rw
mount /dev/disk/by-id/usb-Hitachi_HTS545050B9A300_0903060B4400-0:0-part7 /media/hitachi7 -o ro
mount /dev/disk/by-id/usb-Generic_External_090306PB4400Q7G7VN8A-0:0-part7 /media/hitachi7 -o ro
cd /media/hitachi7
tar -c --numeric-owner -p . | tar -xv --keep-newer-files --numeric-owner -p -C /media/seagate7/ | tee ~/log/tar_hit-sea_7.log



Das ist dann die /home Partition, die schonmal einige Stunden dauert.
Dann noch hinterher:


mkdir /media/hitachi6
mkdir /media/seagate6
mount /dev/disk/by-id/scsi-SATA_ST9500420ASG_5VJ0AL4G-part6 /media/seagate6 -o rw
mount /dev/disk/by-id/usb-Hitachi_HTS545050B9A300_0903060B4400-0:0-part6 /media/hitachi6 -o ro
cd /media/hitachi6
tar -c --numeric-owner -p . | tar -xv --numeric-owner -p -C /media/seagate6/



Das ist die / Partition, die sich nach anschließender Anpassung der
fstab und Reparatur von GRUB auch booten làsst -allerdings nicht
vollstàndig. Der Bildschirm ist voll von FATALs, die berichten, dass
reihenweise Module wie fuse oder iptables fehlen würden. Enden tut das
dann bestenfalls auf grafiklosem init5 oder gleich im maintenance mode.
Auch wenn ich mich in beiden Fàllen noch als root anmelden kann, geht
sonst nicht mehr viel -ein geklontes System ist das jedenfalls nicht.

Ich habe den Verdacht, dass ich mich da irgendwie viel zu dumm anstelle,
denn tar ist doch für Backup & Recovery gedacht und gemacht, also müsste
es doch damit bestens funktionieren -oder? Was mache ich falsch, wie
geht es richtig?



Gruss
Alex
 

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#1 nobody
07/10/2009 - 23:03 | Warnen spam
On 7 Okt., 18:27, Alexander Goetzenstein
wrote:
Hallo,
ich möchte meine SuSE 11.1 meines Notebooks auf eine neue Platte
umziehen. Die ist gleich groß (jedenfalls lauf Aufdruck), aber
schneller. Die Struktur sollte erhalten bleiben: eine Windows-Partition,
eine swap, eine / und eine /home. Zuerst habe ich die neue Platte
eingebaut, die alte per USB verbunden und mit dd versucht, die Platte zu
klonen. Die Partitionen sehen danach schonmal gleich aus. Dummerweise
wollte Linux aber nicht starten, so dass ich es mit einer Reparatur per
Boot von der DVD versuchte. Klar: in der fstab mussten die IDs der
Platte korrigiert werden, und auch GRUB habe ich damit repariert.
Allerdings fanden sich tausende von Fehlern auf der /home
Partition (fehlende und überschüssige inodes, falsche Daten darin usw.),
und booten wollte das Ganze auch nicht richtig.




Klonen solltest Du ein system grundsàtzlich mit einem Live-System und
die beiden Platten dürfen absolut niemals nie dabei gemountet sein.

Vorgehensweise:

Live-System starten.
Vergewissern, dass beide Platten nicht gemountet sind.
Notfalls als root das Kommando umount <Name des Device> ausführen.
Anschließen der externen Platte (Zielsystem)
Vergewissern, dass sie nicht gemountet wurde.

Auf der Konsole:

dd if=/dev/sda of/=/dev/sdb

Die Namen der Platten musst Du hierbei für Dein System anpassen.
Der Parameter "if" bezeichnet das Ausgangssystem; hinter "of" notierst
Du den namen des Devices, das als Zielsystem dient.

Nun heisst es warten, weil Disk Dump erst am Ende der Operation eine
Zusammenfassung anzeigt.

Hilfe: dd --help

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