Ausbreitung des EM-Feldes im Raum, ohne Trägermedium

11/05/2013 - 22:25 von Juergen Vogel | Report spam




Da das EM-Feld ein Feld mit Rotor ist, welcher die beiden Komponenten E
und B, raumzeitlich, aber ortsabhàngig phasenverschoben, koppelt, bedarf
es keines Mediums um sich auszubreiten. "eps0" und "mü0" sind im Vakuum
Eigenschaften des EM-Feldes selber, nicht des Vakuums. Sie
charakterisieren die "Verformbarkeit" des EM-Feldes.




Aus den Maxwellgleichungen erhàlt man relativ leicht die Wellengleichung,
welche auch ohne ganz hohe Mathematik eine Lösung in Wellenform liefert.




Allerdings sieht man darin nicht auf den ersten Blick den Wirkmechanismus
der Wellenausbreitung ohne Medium. Verwirrend ist vor allem, weil man
andauernd die raumzeitliche EM-Welle vereinfachend durch eine ràumliche
Cosinus- oder Sinuskurve darstellt. Diese Darstellung trifft nicht den
Kern des Problems. Eine Analogie zur mechanischen Schwingung besteht
nicht.




Warum sich EM-Wellen auch ohne Medium im Vakuum ausbreiten können, liegt
daran, dass der Rotor des Feldes verschieden von Null ist und eine
raumzeitliche ortsabhàngige Phasenverschiebung zwischen Ursache und
Wirkung besteht, sowie wegen der reziproken Variations-Kopplung zwischen
E und B.




Wir wollen mal in mathematisch vereinfachter Form den Zusammenhang aus
den Maxwellgleichungen erklàren. Für c=1:




Ein zeitlich variables E-Feld in einem Punkt x0 zum Zeitpunkt t0
produziert durch Feldausbreitung ein sich ràumlich dehnendes und zeitlich
variables B-Rotorfeld entfernt vom Punkt x0 im Punkte x zum Zeitpunkt t,
wobei Ursache und Wirkung in ihrem Maximum zeitlich ortsabhàngig
phasenverschoben sind.




dB(x, t)/dt = - rot E(x0, t0)




B(x, t) = - Integral[rot E(x0, t0) * dt]




mit x-x0 = c(t-t0)




Dieses zeitlich variable B-Feld im Punkte x zum Zeitpunkt t wiederum,
produziert durch Feldausbreitung ein zeitlich variables E-Rotorfeld
entfernt im Punkt x1 zum Zeitpunkt t1.




dE(x1,t1)/dt = rot B(x,t) ; mit x1-x = c(t1-t)




E(x1,t1) = Integral[rot B(x,t) * dt]




Eingesetzt die erste Gleichung in die zweite erhàlt man:




E(x1,t1) = - Integral[rot Integral[rot E(x0, t0) * dt] *dt]




Ebenso analog erhàlt man:




B(x1,t1) = - Integral[rot Integral[rot B(x0, t0) * dt] *dt]




Das ist nichts weiter als eine Lösung der EM-Wellengleichung durch
Feldausbreitung von x0 nach x1, wobei B und E durch die
Maxwellgleichungen raumzeitlich gekoppelt sind. Erst diese raumzeitliche
phasenverschobene Kopplung ermöglicht die Feldausbreitung ohne
Tràgermedium.




Wie man sieht, sind Wirkung und Ursache an verschiedenen Raumpunkten in
ihrem Maximum zeitlich phasenverschoben(wegen des "-"), so dass das Feld
sich an einer Stelle des Raumes aufbaut, wàhrend es sich an einer
zeitlich vorherigen Stelle des Raumes abbaut. Dies kommt einer
Fortpflanzung des Feldmaximums gleich.




Diese beiden Variationen an unterschiedlichen Orten und zu
unterschiedlichen Zeitpunkten stehen raumzeitlich verschoben(wegen
Ausbreitung mit c) kausal im Zusammenhang. Es entsteht so eine kausale
Feld-Fortpflanzung in der Raumzeit, ganz ohne Medium.




Das jedoch enstpricht einem Impuls- und Energiestrom in der Raumzeit,
woraus man auf eine entsprechende transportierte Ruhemasse schliessen
könnte. Allerdings ist diese Ruhemasse wegen der relativistischen
Effekte, durch die Coulomb- und Lorenz-Eichfreiheit der EM-Potentiale,
gleich Null. Ein einfacher SRT-Effekt:




m0 = p/c * sqrt(1-v^2/c^2)




für v=c ist m0=0




p/c = m




Messbar und physikalisch wirksam ist nur "m", "m0", die tràge Ruhemasse,
ist eine errechnete unphysikalische Grösse, da die tràge Ruhemasse im
Ruhesystem nicht messbar ist.




Ein Impuls- und Energiestrom mit der Geschwindigkeit c geschieht also
ohne Ruhemasse, im Unterschied zu einem Impuls- und Energiestrom
mit (v<c).




End of Diversification ;-) Schöne Grüsse nach Hanover.




Eine Analogie zwischen mechanischer Schwingung und EM-Wellen besteht
nicht.


 

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#1 Kurt
11/05/2013 - 23:42 | Warnen spam
Am 11.05.2013 22:25, schrieb Juergen Vogel:



Da das EM-Feld ein Feld mit Rotor ist, welcher die beiden Komponenten E


...

Naja, wenn schon ausgeflippt dann gleich richtig!


Eine Analogie zwischen mechanischer Schwingung und EM-Wellen besteht
nicht.






Richtig, denn die EM-Wellen existieren nicht.



Kurt


Licht, ist ein rein mechanischer Vorgang der sich im Medium longitudinal
ausbreitet.

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