Ausflüge in die Natur

30/09/2015 - 19:38 von Matthias Kohrs | Report spam
Stockkonservative und solide
Kumpane stehen ziegelrot im Glas
und verführen mit ihrer saftigen,
herzhaften Art zum Hocken bleiben.

Bald werden Hemmungen überwunden,
geistige Leistungen scheinen erleichtert,
ein Rede- und Bewegungsdrang
setzt ein.

Dann endlich
fühlt sich der Mensch
als treibe er
in den Urmeeren zwischen
Nautiloiden und Schlangensternen
wie vor zweihundert Millionen Jahren:

unscharf.
aquatisch.
selig.


.


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Herbstbilder wollte ich fotografieren und habe bei der Gelegenheit
festgestellt, daß es in Markgröningen einen mit bisher unbekannten
"Kunstgarten" gibt. Dieser liegt sinnigerweise in einem ehemaligen
Weinberg, und darinnen steht unter anderem eine Tafel, auf der das obige
Gedicht eingeschnitten ist, welches mir gut gefàllt.

Der Nachmittag war ein sehr erfolgreicher, obwohl es nicht zu
bahnbrechenden fotografischen Aufnahmen kam. Am Abend begann es
überraschenderweise stark zu dunkeln, was mir zu der Erkenntnis verhalf,
daß es im Zweifelsfall nicht ausreicht, die Taschenlampe im Auto zu
haben, wenn man sich selbst von diesem einigermassen entfernt
herumtreibt. Und das Taschenfernglas, das ich neulich erworben habe,
hàtte ich auch ruhig dabei haben können. Aber, wie gesagt, der
Nachmittag war ungeachtet dessen ungemein stimmungsaufhellend: schönes
Wetter, schöne Aussichten, Herbstwald, Kaffee und Kàsekuchen, was will
man mehr.

CYA! Matthias https://flic.kr/p/yejmGf
 

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#1 Gregor Frowein
30/09/2015 - 21:21 | Warnen spam
Matthias Kohrs schrieb:

Stockkonservative und solide
Kumpane stehen ziegelrot im Glas
und verführen mit ihrer saftigen,
herzhaften Art zum Hocken bleiben.

Bald werden Hemmungen überwunden,
geistige Leistungen scheinen erleichtert,
ein Rede- und Bewegungsdrang
setzt ein.

Dann endlich
fühlt sich der Mensch
als treibe er
in den Urmeeren zwischen
Nautiloiden und Schlangensternen
wie vor zweihundert Millionen Jahren:

unscharf.
aquatisch.
selig.



Bravo!

Aber von Dir?

Herbstbilder wollte ich fotografieren und habe bei der Gelegenheit
festgestellt, daß es in Markgröningen einen mit bisher unbekannten
"Kunstgarten" gibt. Dieser liegt sinnigerweise in einem ehemaligen
Weinberg, und darinnen steht unter anderem eine Tafel, auf der das obige
Gedicht eingeschnitten ist, welches mir gut gefàllt.



Aha.

Der Nachmittag war ein sehr erfolgreicher, obwohl es nicht zu
bahnbrechenden fotografischen Aufnahmen kam. Am Abend begann es
überraschenderweise stark zu dunkeln, was mir zu der Erkenntnis verhalf,
daß es im Zweifelsfall nicht ausreicht, die Taschenlampe im Auto zu
haben, wenn man sich selbst von diesem einigermassen entfernt
herumtreibt. Und das Taschenfernglas, das ich neulich erworben habe,
hàtte ich auch ruhig dabei haben können. Aber, wie gesagt, der
Nachmittag war ungeachtet dessen ungemein stimmungsaufhellend: schönes
Wetter, schöne Aussichten, Herbstwald, Kaffee und Kàsekuchen, was will
man mehr.

CYA! Matthias https://flic.kr/p/yejmGf



Stimmungsvoll, aber kein Gedicht :-)

Gruß
Gregor

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