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Ausgangsschutzschaltung Netzteil dimensionieren

02/04/2013 - 15:24 von Edzard Egberts | Report spam
Für den Betrieb einer 8.5A-Xenon-Lampe musste ich bei meinem
drahtbüscheligen Stromquellen-Aufbau dann doch mal ein Kabel verdrillen,
weil mir das den ersten "Absturz" (Abschaltung wegen ADC-Error der
Spannungsmessung) des ganzen Projektes bescherte. Die Xenon-Lampe zündet
nàmlich mit Hochspannungsimpulsen und so etwas ist natürlich Worst-Case.

Statt einer popeligen "Freilaufdiode" möchte ich dem Geràt jetzt eine
"richtige" Ausgangsschutzschaltung spendieren, die als Leiterplatte
direkt auf die Ausgangsbuchsen geschraubt werden soll, damit Störungen
möglichst nahe am Gehàuse geblockt werden (der oben genannte Aufbau hat
noch kein Gehàuse ;o).

Die beiden Buchsen mit kleinem Kondensator und Suppressordiode
verbunden, dann je eine Spule in die beiden Leitungen und am Ende noch
ein Kondensator, so etwa:

O-^^^^^^^^--O
| | |
= ^ | | |
O-^^^^^^^^--O

Mein Problem - wie dimensioniere ich das, damit ich eine möglichst
universelle Schutzschaltung bekomme? Die Suppressordiode ist einfach,
aber der Rest?

Bei den Spulen bin ich z.B. in Zweifel, ob ich besser eine
1,3mH-Gleichtaktdrossel (z.B.
http://at.rs-online.com/web/p/induk...t/7690613/) mit
Resonanzfrequenz 400 Hz nehme, oder zwei mal 1µH mit 142MHz
Resonanzfrequenz (z.B.
http://at.rs-online.com/web/p/induk...t/7157131/). Die
erste Variante hat ordentlich Henry (was mir gut erscheint), làsst
hinsichtlich der Resonanzfrequenz schnelle Störer aber eher durch, bei
der anderen ist es umgekehrt - kommt mir etwas schwach vor, blockiert in
der Theorie aber besser.

Auch der erste Kondensator, der für die Suppressordiode Spannungspitzen
noch etwas breittreten soll, ist mir nicht so ganz klar - großer
Kondensator macht große Störung platt, aber schnelle Sachen laufen da
einfach drüber.

Ich wàhle jetzt einfach mal die Gleichtaktdrossel mit 100nF davor und
dahinter - Einwànde?

Noch einmal zur Klàrung - es geht mir um eine möglichst universelle
Schutzschaltung, nicht um speziellen Schutz vor der Xenonlampe, das ist
nur ein Beispiel, was da alles kommen kann.
 

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#1 MaWin
02/04/2013 - 15:29 | Warnen spam
"Edzard Egberts" schrieb im Newsbeitrag
news:kjem73$l4n$

wie dimensioniere ich das, damit ich eine möglichst universelle
Schutzschaltung bekomme?



Möglichst unsiversell heisst 2 oder 3 stufig.

Einstufig musst du dich an den realen Störungen orientieren, und
halt eine Bauelementeausazhl treffen, die diese bestmöglich
unterdrückt.

Dabei spielen nicht so sehr die Bauteilwerte eine Rolle, sondern
die Nebenwerte, also die kapazitive Kopplung der Spulenwindungen
oder die Zuleitungsinduktiviàt der Kondensatoren.

Daher ist es nicht klug, nach dem Prinzip "voel bringt viel"
vorzugehen. Achte darauf, daß die Resonanzfrequenz der Bauteile
über deiner zu dàmpfenden Störung liegt.
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net
homepage: http://www.oocities.com/mwinterhoff/
de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/
Lies 'Die hohe Schule der Elektronik' von Horowitz/Hill bevor du fragst.
Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask.

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