Automatisches Mounten von Remote-Verzeichnissen beim Einloggen

12/07/2008 - 12:21 von Peter Schütt | Report spam
Hallo,
was ist der geeigneteste Weg, um unter Debian Etch ein Remote-Verzeichnis
von einem anderen Debian-Rechner (Lenny) zu mounten?
Hierbei ist es wichtig, daß es dafür keine Extra-Paßwortabfrage geben darf.
Also der Benutzer loggt sich ein und dann soll alles automatisch gemounted
werden.

Folgendes habe ich bisher probiert:
sshfs : Hierbei habe ich es nicht hinbekommen, trotz langer Versuche, einen
völlig automatischen Mount ohne Eingabe von Paraphrase oder Paßwort nach
dem Login des Users auf dem Client-Rechner zu ermöglichen.
Selbst wenn man ssh-agent verwendet, muß man nach dem Neustart zumindest
einmal die Paraphrase eingeben, wenn man publicKeys verwendet.

Samba: Hier habe ich auch schon einige Zeit mit verbracht, aber ich war zu
doof, Dateinamen mit Umlauten auf dem Client richtig darzustellen.
Irgendwie habe ich das nicht hinbekommen.

NFS: Wenn ich das richtig verstehe, kann man mit NFS nur komplette
Partitionen vom Remote-Rechner mounten.
Ich will aber nur einzelne Verzeichnisse mounten.

Ich befinde mich in einem lokalen Netz, aber trotzdem sollen alle Rechner
und ihre Benutzer paßwortgeschützt sein.
Also auf alle Paßwörter zu verzichten ist für mich keine Option.

Wenn Ihr Tips für mich hat, wie ich entweder mit einer von den obigen
Verfahren oder mit einem anderen Verfahren mit Problem gelöst bekomme, nur
heraus damit.
Ich kann mir auch kaum vorstellen, daß ich der einzige bin, der dieses
Problem hat.

Vielen Dank im Voraus.

Ciao
Peter Schütt


www.pstt.de

Die E-Mail-Adresse funktioniert, kann aber u.U. in Zukunft mal abgeschaltet
werden. Ohne "_remove_this_" wird sie auch in Zukunft noch funktionieren.
 

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#1 Juergen P. Meier
12/07/2008 - 12:33 | Warnen spam
Peter Schütt :
was ist der geeigneteste Weg, um unter Debian Etch ein Remote-Verzeichnis
von einem anderen Debian-Rechner (Lenny) zu mounten?



NFS + AutoFS (kernel automounter auf den Clients).

Hierbei ist es wichtig, daß es dafür keine Extra-Paßwortabfrage geben darf.
Also der Benutzer loggt sich ein und dann soll alles automatisch gemounted
werden.

NFS: Wenn ich das richtig verstehe, kann man mit NFS nur komplette
Partitionen vom Remote-Rechner mounten.



Falsch. NFS mountet einzelne Verzeichnisse samt Unterverzeichnisse. Es
ist Einstellungssache (auf dem Server), ob dabei Unterverzeichnisse, die
auf einem anderen Volume liegen ein- oder ausgeblendet werden sollen.

Ich will aber nur einzelne Verzeichnisse mounten.



Dafuer ist NFS erfunden worden.

Ich befinde mich in einem lokalen Netz, aber trotzdem sollen alle Rechner



Dann ist auch einer der gravierensten Nachteile von NFS (die mangelnde
Sicherheit) nicht relevant.

und ihre Benutzer paßwortgeschützt sein.
Also auf alle Paßwörter zu verzichten ist für mich keine Option.



NFS hat wenig mit Passworten von Accounts zu tun.

Wenn Ihr Tips für mich hat, wie ich entweder mit einer von den obigen
Verfahren oder mit einem anderen Verfahren mit Problem gelöst bekomme, nur
heraus damit.



Bei NFS ist es wichtig, das die Accounts auf Server und Clients die
gleichen UIDs haben, denn Dateibesitzer werden als numerische UID
gespeichert und per NFS uebertragen.

Wenn das nicht der Fall ist, kannst du noch durch UID-Mapping am
NFS-Serer und/oder Client was drehen, aber das wird aufwaendig und
eklig.
Aus diesem Grund wird NFS oft mit zentralen Namensverzeichnisdiensten
wie NIS verbunden, obwohl das mit NFS selbst nichts zu tun hat.

Ich kann mir auch kaum vorstellen, daß ich der einzige bin, der dieses
Problem hat.



Nein. Wenn du auf einer Web-Suchmaschine deines Vertrauens nach "NFS
automount home directoies" suchst, wirst du mehr Anleitungen finden,
als du jemals lesen kannst.

Juergen
Juergen P. Meier - "This World is about to be Destroyed!"
end
If you think technology can solve your problems you don't understand
technology and you don't understand your problems. (Bruce Schneier)

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