Backup mit zip oder tar/gzip

13/11/2010 - 00:37 von Markus Grob | Report spam
Hallo zusammen

Für die Archivierung möchte ich gerne wissen, was am Schlausten zu
verwenden ist. Es geht darum, dass Inhalte auch dann noch
wiederhergestellt werden können, wenn einzelne Bits verfàlscht wurden.

Leider finde ich zu diesem Thema weder bei zip noch bei tar etwas. Das
heisst, ich möchte komprimieren, doch mit Redundanz, so dass nicht bei
einem einzelnen Bitfehler etwa das gesamte Paket unbrauchbar wird.

Was empfehlt ihr mir?

Gruss, Markus
 

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#1 Arno Wald
13/11/2010 - 09:51 | Warnen spam
Markus Grob wrote:

Leider finde ich zu diesem Thema weder bei zip noch bei tar etwas. Das
heisst, ich möchte komprimieren, doch mit Redundanz, so dass nicht bei
einem einzelnen Bitfehler etwa das gesamte Paket unbrauchbar wird.

Was empfehlt ihr mir?



Auf welches Medium willst Du das Backup schreiben? Wenn auf Platte (und
nicht auf Tape oder DVD) würde sich eines der beiden folgenden Verfahren
anbieten:

a) bspw. dirvish: Backup mit Hilfe von rsync. Beim ersten Mal wird alles
kopiert. Danach werden schon auf der Backup-Platte vorhandene Dateien nur
noch mit einem Hardlink in das aktuelle Backup-Verzeichnis aufgenommen und
nur die geànderten Dateien erneut kopiert. Man hat dann für jeden Backup-
Zeitpunkt ein Unterverzeichnis, das den kompletten, weggesicherten Dateibaum
enthàlt, so dass ein zurückkopieren sehr einfach ist. Das Verfahren ist
bspw. gut bei auch großen Dateien (mp3-Sammlung), die sich nie àndern.

b) Ähnlich wie a), allerdings werden die Differenzen einer Datei zwischen
heute und früher weggeschrieben. (bspw. rdiff-backup). Man hat dann nur für
den letzten Zeitpunkt den kompletten Verzeichnisbaum vorliegen, den man
leicht wieder zurückkopieren kann. Früher Versionen liegen nur in
Diff/Delta-Files vor, so dass bei Restore einer alten Version diese erst
wieder rekonstruiert werden muss, wofür aber ein restore-Kommando mitkommt.
Das Verfahren ist gut bei sehr großen Dateien, in denen sich aber eher wenig
àndert (bspw. mbox-Datei, an die eine Mail angehàngt wird).

Wenn Du die Dateien komprimierst, wirst Du vermutlich bei jedem Verfahren
große negative Auswirkungen haben, wenn ein Bit kippt. Egal ob zip direkt
oder tar-zip. Allerdings kenne ich mich hier nicht aus, welches
Komprimierverfahren bei Fehlern das robusteste ist.

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