Backup in Tapelibrary - Amanda?

24/09/2008 - 21:00 von Sebastian Suchanek | Report spam
Hallo NG!

Zunàchst kurz etwas zum grundsàtzlichen Setup: Es geht um meinen
Heimserver, auf dem Debian Etch làuft. Diesem habe ich nun
LTO1-Bandbibliothek (Overland NEO 2000) spendiert, die künftig als
Backupmedium dienen soll.

Dabei geht es (aktuell) um folgende Daten-Mengen und Typen:

- Maildir: 6GB - relativ langsam, aber sehr stetig wachsend.
- Digitalfotos und HiRes-Scans von Fotos: 83GB - aktuell noch màßig, in
absehbarer Zeit stàrker wachsend, eher sprunghaft zunehmend. (Z.B.
mehrere Tage nichts, dann wieder mehrere 100MB oder gar mehrere GB an
einem Tag.)
- Sonstige Dateien: ca. 100GB - alles, was sich halt so im Laufe eines
digitalen Lebens so anhàuft. ;-) Relativ langsam und eher gleichmàßig
wachsend.

Außerdem erwàhnenswert: Die Tapelibrary hat einen Barcodescanner und die
Bànder werden entsprechende Aufkleber bekommen, d.h., die Bànder lassen
sich (theoretisch) auch innerhalb der Bibliothek leicht identifizieren.

Soweit, so gut - jetzt geht's mir um die Frage, welche Software man
dafür am besten nimmt. Ich bin durch Googlen auf Amanda gestoßen und
habe mich jetzt mal abschnittsweise durch die Doku gequàlt[1].
Soweit ich das verstanden habe, ist Amanda erstens derzeit nicht in der
Lage, mehr als ein Band am Stück beschreiben (in meinem Fall konservativ
gerechnet also 100GB). Und zweitens scheint Amanda die Strategie zu
verfolgen, Komplett-Backups und Inkrementale Backups zu vermischen und
beide gemeinsam auf die selben Bànder zu schreiben. Richtig soweit?

Genau dieser "Misch-Strategie" stehe ich etwas skeptisch gegenüber: Ich
hatte eigentlich eher die ganz klassische Strategie im Sinn, in größeren
Zyklen ein Vollbackup am Stück zu schreiben und in kürzeren Zyklen
inkrementelle oder differentielle Datenpakete zu sichern. Für meine
Konstellation könnte ich mir z.B. ein Vollbackup alle vier Wochen und
eine differentielle Sicherung einmal pro Woche vorstellen. Außerdem
hatte ich daran gedacht, die Medien für die Vollbackups zyklisch aus der
Bibliothek zu nehmen und ràumlich getrennt aufzubewahren.
Was sagen die Experten zu dem Vorgehen von Amanda (bzw. zu meinem Plan
;-))? Gut bzw. sinnvoll oder eher nicht?

Mir auch noch gànzlich unklar, wie genau Amanda das Management der
Bànder veranstaltet, und ob Amanda in der Lage ist, der Library ganz
gezielt zu sagen, daß sie jetzt bitte Band X aus Bibliotheks-Slot Y ins
Laufwerk befördern soll. (Wie) funktioniert das? Und kàme Amanda mit dem
o.g. Auslagern der Bànder klar?

Falls sich Amanda für meine Zwecke und Wünsche nicht eignen sollte: Gibt
es (freie) Alternativen zu Amanda? (OK, in ganz großen Notfàllen tar und
mtx, aber da müsste ich mir erstmal selbst ein Band-Management stricken...)


TIA,

Sebastian
_____
Anmerkungen:
[1] Warum muß das für Einsteiger vermutlich am hilfreichsten Kapitel
ausgerechnet das 17.(!) und nicht das 1. sein? :-(
 

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#1 Arnim Sommer
24/09/2008 - 21:07 | Warnen spam
Sebastian Suchanek schrieb:
Falls sich Amanda für meine Zwecke und Wünsche nicht eignen sollte: Gibt
es (freie) Alternativen zu Amanda? (OK, in ganz großen Notfàllen tar und
mtx, aber da müsste ich mir erstmal selbst ein Band-Management stricken...)



Evtl. stellt Dich Bacula zufrieden?

A!S
Nur wer etwas leistet, kann sich etwas leisten.

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