BananaPi als privater Mehrzweck-Server

02/05/2015 - 17:57 von Peter Schütt | Report spam
Hallo,
zur Zeit verwende ich einen (hoffentlich) einigermaßen stromsparenden AMD-
Rechner als immer laufender Server mit Debian/Stable.

Ich verwende ihn für:

- eGroupware (Extern zum Termine synchronisieren)
- Wiki (Familie und Extern)
- File-Server (DLNA)
- Jenkins-Build-Server (Java, Pascal und LaTeX)
- Lànger laufende Downloads (z.B. OTR)
- Test-Server für meine Web-Seiten
- Sonstiger Kleinkram, den man macht, weil ein Server sowieso làuft.

Die Kiste hat eine interne Terabyte-Platte für System und Dateien und dazu
hàngen noch drei externe USB-Platten für Filme (ich nutze schon lange OTR)
dran.
Es ist ein DualCore und er hat 4Gb Speicher.

Energetisch ist das nicht so Super-Optimal, das weiß ich.

Nun habe ich einen BananaPi geschenkt bekommen und der soll ja sehr sparsam
sein.

Nun kam mir die Idee, den Server mittels BananaPi zu realisieren.

Dabei könnte man vielleicht sogar schon die externen Festplatten durch
interne ersetzen und mittels SATA-Port-multiplier am BananaPI betreiben
(z.B. http://www.htpcguides.com/rebuild-b...r-support/). Wenn schon Energiesparen, dann richtig!

Das System wàre dann auf einer 64Gb Speicherkarte, und alles, was
geschrieben wird, kommt dann auf einer der Platten.
Umfangreiche Parallelzugriffe auf die Festplatten wird es wohl nicht geben.
Ich weiß halt nicht, wie so ein SATA-Port-multiplier die Festplatten
ausbremst.

Was haltet Ihr von dem Szenario?
Vielleicht hat ja auch jemand schon so etwas gemacht?

Danke für alle Hinweise und Tips.

Ciao
Peter Schütt
 

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#1 Marcel Mueller
02/05/2015 - 18:31 | Warnen spam
On 02.05.15 17.57, Peter Schütt wrote:
Die Kiste hat eine interne Terabyte-Platte für System und Dateien und dazu
hàngen noch drei externe USB-Platten für Filme (ich nutze schon lange OTR)
dran.
Es ist ein DualCore und er hat 4Gb Speicher.

Energetisch ist das nicht so Super-Optimal, das weiß ich.



Mein àhnlicher Server hatte ca. 32W. 20W für CPU + Mainboard (gemessen,
SSD vernachlàssigbar) und 12W fürs 80+ Netzteil, was seine 80+ natürlich
erst bei 50W Nennlast haben muss. (War das kleinste, was seinerzeit zu
bekommen war.)

Nun habe ich einen BananaPi geschenkt bekommen und der soll ja sehr sparsam
sein.

Nun kam mir die Idee, den Server mittels BananaPi zu realisieren.



Wird gehen, ist aber natürlich schon wesentlich langsamer als jede noch
so lahme AMD-Kiste. Nur hat letztere natürlich die meiste Zeit nur
schneller gewartet.
Die 1GB Speicher könnten etwas zur Spaß-Bremse werden. Apache2 ist kein
Kostveràchter.
Den Build-Server kann ich nicht einschàtzen. So etwas habe ich noch
nicht auf einem ARM gemacht. Der (übertaktete) Pi 1 hier braucht aber
zum Compilieren schon locker 20-mal lànger als der AMD-Server. OK der Pi
1 ist nochmal einen Faktor 2 lahmer als der Banana Pi.

Dabei könnte man vielleicht sogar schon die externen Festplatten durch
interne ersetzen und mittels SATA-Port-multiplier am BananaPI betreiben
(z.B. http://www.htpcguides.com/rebuild-b...r-support/). Wenn schon Energiesparen, dann richtig!



Du meinst wenn schon experimentieren, dann richtig.

Das System wàre dann auf einer 64Gb Speicherkarte, und alles, was
geschrieben wird, kommt dann auf einer der Platten.



Kannst Du das sicher stellen? Die SD-Karten haben nàmlich im
Server-Einsatz durchaus begrenzte Lebensdauer. Wenn ja brauchst Du
sicher keine 64 GB Karte. Mein Debian-Server hat derzeit auf root 12GB
belegt, und da làuft wahrlich noch mehr drauf (Virtualbox, VDR,
Repository-Server). Und wenn Du auf der Karte so gut wie nichts
schreiben möchtest, wird es sowieso nochmal deutlich weniger, denn dann
muss /var, /tmp und /home sowieso weichen.

Umfangreiche Parallelzugriffe auf die Festplatten wird es wohl nicht geben.



Ich würde das nicht machen. Notfalls stelle halt ein NAS daneben, was Du
über den Mini-Rechner schlafen legst und weckst.

Ich weiß halt nicht, wie so ein SATA-Port-multiplier die Festplatten
ausbremst.



Ich würde mir wesentlich mehr Sorgen um meine Daten machen. Das hat kaum
ein Mensch. Wàre also keine Überraschung, wenn der betreffende Treiber
mit màßigen Abstürzen làuft.

Was haltet Ihr von dem Szenario?



Ich würde das niemals machen.

Entweder die Platten per USB dran. Zum Filme Aufnehmen und Streamen
reicht USB2. Ein Backup von 3 Platten bekommst Du da natürlich nicht
durch. Es wàre kaum vor dem nàchsten Backup fertig.
Oder halt ein NAS. Dann hast Du die Sache entkoppelt.

Vorbehaltlich des Experiments mit dem SATA Replikator würde ich es aber
einfach mal ausprobieren. Du wirst schon merken, wenn dich die
Geschwindigkeit nervt.


Btw. zum Strom sparen wàre eine reduzierte Plattenzahl auch kein Fehler.


Marcel

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