Barometrische Höhenmessung: höhe linear zu Luftdruck?

18/02/2010 - 14:30 von Joachim Rektenwald | Report spam
Hallo,

angenommen man nimmt einen Fahrradtacho mit barometrischem
Höhenmesser, und vergisst die Starthöhe korrekt einzustellen, so hat
man zwar eine absolut falsche Höhenangabe, aber meist interessieren ja
ohnehin nur die zurückgelegten Höhenmeter. Die Frage ist also, ob sich
der Luftdruck pro Meter zumindest nàherungsweise linear àndert oder
nicht.

Ich gehe mal von einem interessanten Bereich aus, der sich im
wesentlichen im Bereich von 0-2000 Metern NN abspielt. Falls das ganze
nichtlinear ist, wie groß wàre der Fehler in der Berechnung der
Höhenmeter im Extremfall, also angenommen ich starte auf 0m, und habe
2000 eingestellt, oder umgekehrt, starte bei 2000m und der Höhenmesser
geht von einer Starthöhe 0m aus.

Gruß,

Jo

F'Up nach de.sci.physik
 

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#1 anton
18/02/2010 - 15:11 | Warnen spam
Joachim Rektenwald writes:
Hallo,

angenommen man nimmt einen Fahrradtacho mit barometrischem
Höhenmesser, und vergisst die Starthöhe korrekt einzustellen, so hat
man zwar eine absolut falsche Höhenangabe, aber meist interessieren ja
ohnehin nur die zurückgelegten Höhenmeter. Die Frage ist also, ob sich
der Luftdruck pro Meter zumindest nàherungsweise linear àndert oder
nicht.



An sich ist es nichtlinear, weil die dichtere Luft in den tieferen
Schichten pro Meter mehr Gewicht hat als die duennere in den hoeheren
Schichten.

Ich gehe mal von einem interessanten Bereich aus, der sich im
wesentlichen im Bereich von 0-2000 Metern NN abspielt. Falls das ganze
nichtlinear ist, wie groß wàre der Fehler in der Berechnung der
Höhenmeter im Extremfall, also angenommen ich starte auf 0m, und habe
2000 eingestellt, oder umgekehrt, starte bei 2000m und der Höhenmesser
geht von einer Starthöhe 0m aus.



IMO sollte das keine Rolle spielen, denn wenn z.B. der Luftdruck
soviel niedriger ist, dass er z.B. auf 300m schon 500m anzeigt, dann
ist die Luft auch entsprechend duenner, sodass der Luftdruck beim
Steigen um z.B. 100m nur soweit faellt, wie er bei Normaldruck beim
Steigen von 500m auf 600m gefallen waere (einmal abgesehen davon, dass
es in den Bereichen eh fast linear ist). Beim Programmieren des
Hoehenmessers kann man dann also einfach den Druck in eine
Standardhoehe umrechnen, und dann den Korrekturwert dazuzaehlen.

Korrekturwerte von 2000m kannst Du vergessen, praktisch sehe ich
Schwankungen im Bereich bis 300m.

Und nun ein bisschen aus der Praxis: praktisch sehe ich, dass die
Hoehenmesser bei groesseren (>500m) Hoehenunterschieden immer deutlich
(5%-10%) weniger Hoehenunterschied anzeigen als die Hoehenangaben auf
Tafeln vor Ort und auf Karten; und zwar machen das alle, die ich
getestet habe; zwei Tachos verschiedener Hersteller stimmten
miteinander immer ueberein, sobald sie einmal aufeinander kalibriert
worden waren. Es liegt also nahe, dass die Hoehenmesser und ihre
Programmierung alle aus einer Quelle stammen.

F'Up nach de.sci.physik



Ignoriert, weil ich das nicht lese.

- anton
de.rec.fahrrad FAQ: http://0x1a.de/rec/fahrrad/

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