Basteltip USB / Oszi

18/10/2009 - 11:45 von Olaf Kaluza | Report spam
Ich habe mal einen kleinen Basteltip.

Bei Reichelt gibt es derzeit eine USB-Soundkarte fuer
nur 10.95Euro. (Delock 61645)

Im Inneren befindet sich ein CM119 von Cmedia

http://www.cmedia.com.tw/usb_cm119.html

Man kann dort auch das Datenblatt eines CM109 und eines CM109A
runterladen.

Interessant ist das Teil erstmal als kleiner USB-Oszi. Der Stoepsel
wird von WinXP ohne Treiber als Soundkarte erkannt.
Ueberbrueckt man C6 und entfernt R6 auf der Platine so hat man einen
Gleichspannungseingang mit einem Offset von 2.25V. Diese interne
Referenzspannung von 2.25V wird vom IC auch bereitgestellt.

Es sollte also relativ einfach sein mit einem OP sich einen
Massebezogenen Eingang herzustellen der auch Gleichspannungen
verarbeiten kann. Das IC arbeitet wirklich komplett
Gleichspannungsbezogen ich habe das mit einer Diode am Analogeingang
getestet. (zieht Leitung in einem SoundkartenOsziprogramm dauerhaft
1V runter)

Aber das ist noch nicht alles. Das IC hat auch acht GPIO Pins die man
in eigenen Anwendungen benutzen koennte. Zum Beispiel um Messbereiche
umzuschalten oder aehnliches.

Das beste aber, das IC besitzt auch ein I2C-Slave Interface. Man
koennte dort einen beliebigen Microcontroller anschliessen der dann
das IC programmiert. Es gibt sogar ein Register dessen Inhalt wiederum
vom CM119 an den PC ueber USB ausgegeben wird und das speziell fuer
die Kommunikation mit einem Microcontroller gedacht ist.

Und es ist auch moeglich die ganzen USB Descriptoren zu
aendern. (93C46)

Das Teil ist also wunderbar geeignet eine eigene Schaltung ohne
grossen Aufwand an USB zu bringen, und man hat noch zusaetzlich zwei
Analog-Ausgaenge und einen Analog-Eingang zur Verfuegung.

Olaf

p.s Ich poste das hier in d.s.e und microcontoller.net
 

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#1 Johannes Bauer
18/10/2009 - 12:33 | Warnen spam
Olaf Kaluza schrieb:
Ich habe mal einen kleinen Basteltip.

Bei Reichelt gibt es derzeit eine USB-Soundkarte fuer
nur 10.95Euro. (Delock 61645)

Im Inneren befindet sich ein CM119 von Cmedia



Ui, toll! Wie bist du denn darauf gekommen: hast du zuerst das Ding
bestellt und dann (nur aus Neugier) zerlegt oder wusstest du vorher,
dass der Chip da drinnen ist? Ich habe (als Linuxer) oft das Problem,
dass man nicht genau weiß, was drin ist und dann "blind" kaufen muss :-/

Bei dem ist es wieder dasselbe :-) Im Web finde ich keine gescheiten
Informationen. Könntest du vielleicht USB VID/DID bereitstellen, damit
ich das abklopfen kann? Findet man IIRC in Windows im Device-Manager, da
auf das Geràt drauf, dann gibt es einen Tab wo so ein kryptischer String
in einer Textbox angezeigt wird und in dem String sind beide IDs in
einer Art "HTTP GET Format" drinnen. Funktioniert auch bei PCI Devices,
hat mir schon oft den Arsch gerettet :-)

Wàre schon sehr cool wenn man das Ding ans laufen bringen könnte, deine
Beschreibung hat mir richtig Lust aufs Basteln gemacht.

Viele Grüße,
Johannes

"Aus starken Potentialen können starke Erdbeben resultieren; es können
aber auch kleine entstehen - und "du" wirst es nicht für möglich halten
(!), doch sieh': Es können dabei auch gar keine Erdbeben resultieren."

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