Forums Neueste Beiträge
 

Baumaschine - Vorläufer des modernen Hand-Vibrationsstampfers(?) - Wie funktierte er?

11/09/2007 - 16:18 von Mark Wiens | Report spam
Moin,

als Kind (Ende 1970er) beobachtete ich ganz gerne Bauarbeiter, die mit
einem gefàhrlich klingenden Stampfgeràt die Erde offenbar
verdichteten. Es sah aus, wie ein etwa 1,6 Meter hohes Rohr mit gut 40
oder mehr cm Durchmesser, an dessen abgerundetem Kopfende IIRC
Kühlrippen zu sehen waren. Der Bauarbeiter hielt es IIRC an zwei
seitlichen Streben. Bei Benutzung wurde scheinbar irgendetwas im
inneren gezündet, es gab ein *Kaschupfffffff* und am unteren Ende
wurde eine runde Platte, die mittig mit einer ins Gehàuse
verschwindenden Welle verbunden war, nach unten beschleunigt. Das
gesamte Geràt hüpfte dabei kurz nach oben und das Spiel begann von
vorne. Wirklich schnelles Arbeiten war damit meiner Meinung nach nicht
möglich.

Ich denke, es handelt sich um einen Vorlàufer der heute bekannten
Vibrationsstampfer, die allerdings um ein vielfaches schnellere
Vibrationen von sich geben, als das alte Ding. Ich hatte immer großen
Respekt als kleiner Kerl, wenn ein Bauarbeiter mit dem überwiegend
dunkelrot angemalten Dingern hantierte.

Gerne würde ich wissen, wie der Fachbegriff für dieses Geràt lautet
und wie es genau funktioniert.

Vielen Dank und schönen Gruß
 

Lesen sie die antworten

#1 Manfred THÜR
12/09/2007 - 10:12 | Warnen spam
Hallo Mark

Wenn Du das Ding meinst, das ich aus meiner Kindheit kenne,
dann war da nix mit Vibrationen (obwoh die Erde bebte). Unter
uns Kindern bekam es den Spitznamen "Frosch", weil es ja so Hüpfte!
Zur Funktionsweise: Was nach unten ausfuhr, war die Verlàngerung
eines Kolben, der Zylinder (das Äusere Rohr) hatte die Kühlrippen.
Ein verdichtetes,zündfàhiges Treibstoff-Luftgemisch wurde per
Daumenauslösung mittels Zündkerze gezündet!
Der Hüpfer besorgte a) eine Verdichtung (hier wurden Massen beschleunigt!)
und b) den Gaswechsel für die nàchste Zündung. Ob es einen richtigen
Vergaser gab erinnere ich nicht mehr. Jedenfalls gab es einen Tank obenauf.

Als Erwachsener lernte ich sogenannte Dieselrammen kennen. Fast das selbe
Prinzip
zum einschlagen von "Piloten" (siehe Venedig). Über einen Gittermasten
geführt lag der Kolben auf dem Piloten auf, gewichtige Zylinder durch den
Arbeitstakt
hoch, durch die Schwerkraft wieder runter (waren zwei Schlàge).
Dieselbetrieben, das
Kolbenelement der Einspritzpumpe wurde durch den herabfallenden
Arbeitszylinder Zeitrichtig
betàtigt. Über eine Leine wurde vom Bediener "gas gegeben", wenn mans
übertrieb
fàdelte der Zylinder jedesmal aus.

hoffe es interessiert, Grüße, Manfred.

Ähnliche fragen