Beitrag des Mobilfunksektors zur Wirtschaft Subsahara-Afrikas übersteigt 100 Milliarden US-Dollar, so eine neue Studie der GSMA

08/10/2015 - 11:58 von Business Wire

Beitrag des Mobilfunksektors zur Wirtschaft Subsahara-Afrikas übersteigt 100 Milliarden US-Dollar, so eine neue Studie der GSMAInvestitionen von Mobilfunkbetreibern fördern Innovation und Inklusion in Subsahara-Afrika.

Die Mobilfunkbranche in Subsahara-Afrika hat im vergangenen Jahr mehr als 100 Milliarden US-Dollar zur Wirtschaft der Region beigetragen, so eine neue GSMA-Studie, die anlässlich der Konferenz „Mobile 360 Series – Africa“ veröffentlicht wurde, die in dieser Woche in Kapstadt stattfindet. Die neue Studie „The Mobile Economy – Sub-Saharan Africa 2015“ zeigt, dass der wirtschaftliche Beitrag von 102 Milliarden US-Dollar im Jahr 2014 insgesamt 5,7 Prozent des BIP der Region entspricht1. Mobilfunkbetreiber haben direkt 31 Milliarden US-Dollar und damit 1,7 Prozent zum BIP beigetragen. Dieser wirtschaftliche Beitrag wird in den kommenden Jahren noch steigen, da Mobilfunkbetreiber bislang unversorgte Bevölkerungsteile in der Region an das Netz anbinden und neue mobile Breitbandnetze und -dienste einführen werden. Die Branche wird voraussichtlich einen Wertbeitrag von 166 Milliarden US-Dollar bis 2020 in der Region leisten, was acht Prozent des erwarteten BIP zu diesem Zeitpunkt entspricht.

„Die Mobilfunkbranche bleibt ein wichtiger Impulsgeber für Wirtschaftswachstum und Beschäftigung in Subsahara-Afrika und leistet einen entscheidenden Beitrag angesichts des Bevölkerungswachstums und der hohen Arbeitslosigkeit in vielen Ländern der Region“, sagte Alex Sinclair, Acting Director General und Chief Technology Officer von der GSMA. „Trotz gedrückter Umsätze und Margen investieren lokale Mobilfunkbetreiber weiterhin stark in eine Ausweitung der Netzabdeckung, um bisher nicht angeschlossene Gemeinschaften zu bedienen und die Umstellung auf mobile 3G/4G-Hochgeschwindigkeits-Breitbandnetze zu beschleunigen. Mobilfunktechnologie spielt zudem eine wichtige Rolle in Subsahara-Afrika, da sie einer Reihe sozioökonomischer Herausforderungen gerecht wird, insbesondere digitale und finanzielle Inklusion, und den Zugang zu grundlegenden Leistungen wie Bildung und Gesundheit ermöglicht.“

Die weltweit am schnellsten wachsende mobile Region

Es wird prognostiziert, dass es bis Ende dieses Jahres 386 Millionen einzelne Mobilfunkkunden in Subsahara-Afrika gibt, ein Bevölkerungsanteil von 41 Prozent in der Region. Die Kundenbasis in der Region ist in der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts (2010 bis 2015) um durchschnittlich 13 Prozent jährlich gewachsen (CAGR) und stieg damit mehr als doppelt so schnell wie der weltweite Durchschnitt (sechs Prozent) in diesem Zeitraum. Die Region hat Lateinamerika im Jahr 2014 überholt und wurde der weltweit drittgrößte Mobilfunkkundenmarkt gleich nach Asien-Pazifik und Europa. Die Zahl der einzelnen Mobilfunkkunden in Subsahara-Afrika wird laut Prognosen eine halbe Milliarde (518 Millionen) bis 2020 übersteigen. Dies wird fast einem von zwei (49 Prozent) Bürgern der Region zu diesem Zeitpunkt entsprechen.

Die Gesamtanzahl der Mobilfunkanschlüsse2 in Subsahara-Afrika dürfte bis Ende des Jahres 722 Millionen erreicht haben. Auf mobiles Breitband (3G/4G) wird fast ein Viertel der Verbindungen in diesem Jahr entfallen und aufgrund des Ausbaus des mobilen Breitbandnetzes und sinkender Gerätekosten bis 2020 sogar auf 57 Prozent anwachsen. Bis Juni 2015 wurden in 41 Ländern Subsahara-Afrikas kommerzielle 3G-Netze und in 23 Ländern 4G-Netze eingeführt. Investitionen in solche Hochgeschwindigkeitsnetze führen dazu, dass entsprechend mehr Verbraucher ihre Geräte für den Zugang zum Internet verwenden; fast ein Viertel (23 Prozent) der Bevölkerung Subsahara-Afrikas wird das mobile Internet in diesem Jahr nutzen, wobei hier ein Anstieg auf 37 Prozent bis 2020 prognostiziert wird. Aufgrund der erheblich eingeschränkten Festnetzinfrastruktur in der Region wird der Mobilfunk primär für den Internetzugang genutzt.

Die steigende Verfügbarkeit von mobilen Breitbandnetzen sowie die Einführung bezahlbarer Mobilfunkdatentarife und sinkende Gerätepreise haben zu einer steigenden Smartphone-Nutzung geführt. Die Verbreitungsrate von Smartphones hat sich in den letzten beiden Jahren verdoppelt und ihr Anteil macht inzwischen einen von fünf Anschlüssen aus, entspricht aber immer noch der Hälfte der durchschnittlichen Verbreitungsrate (40 Prozent) weltweit. Es wird prognostiziert, dass die regionalen Smartphone-Anschlüsse3 bis zum Jahr 2020 auf 540 Millionen ansteigen und die Hälfte der Gesamtanschlüsse zu diesem Zeitpunkt ausmachen werden. Der Bericht vermerkt, dass der durchschnittliche Verkaufspreis (Average Selling Price, ASP) für Smartphones auf den meisten regionalen Märkten erheblich gesunken ist und inzwischen eine steigende Zahl von Modellen in der Preisklasse unter 100 US-Dollar liegt.

Investition in Arbeitsplätze, Netze und Innovation

2014 gab es in Subsahara-Afrika rund zwei Millionen direkt in der Mobilfunkbranche Beschäftigte, der größte Teil davon im Vertrieb und Einzelhandel. Rund 325.000 arbeiteten bei Mobilfunkbetreibern. Zudem hingen weitere 2,4 Millionen Arbeitsplätze aufgrund der gestiegenen Nachfrage, die durch den Mobilfunksektor erzeugt wurde, indirekt von dieser Branche ab, womit sich die Gesamtzahl auf 4,4 Millionen erhöhte. Es wird prognostiziert, dass diese Branche bis 2020 mehr als sechs Millionen Arbeitsplätze anbieten wird. Der Mobilfunksektor leistete zudem durch Steuern einen Beitrag von rund 15 Milliarden US-Dollar im Jahr 2014 zu den öffentlichen Haushalten in dieser Region.

Mobilfunkbetreiber in der Region investierten 2014 neun Milliarden US-Dollar in die Entwicklung der Netzinfrastruktur, ein Anstieg von 16 Prozent gegenüber 2013. Die laufenden Investitionen in mobile Breitbandnetze werden einen Kapitaleinsatz von 13,6 Milliarden US-Dollar bis 2020 erreichen.

Der Bericht hebt hervor, wie Mobilfunkbetreiber an innovativen Lösungen arbeiten, um die Netzabdeckung für unterversorgte Bevölkerungsgruppen in ländlichen und geographisch abgelegenen Gebieten auszudehnen und die Schranken für die Mobilfunkverbreitung, darunter Erschwinglichkeit und digitale Kompetenz, abzubauen. Er zeigt zudem auf, dass Mobilfunkbetreiber, Regierungen und internationale Entwicklungsorganisationen an einer Reihe mobilfunkbasierter Lösungen gearbeitet haben, um zahlreichen sozialen Herausforderungen in der Region gerecht zu werden, von denen viele auf den fehlenden Zugang zu wesentlichen Dienstleistungen wie Bildung und Gesundheit zurückzuführen sind.

„Der Mobilfunk hat eine enorme positive und transformative Wirkung auf Subsahara-Afrika, der künftige Fortschritt wird jedoch davon abhängen, dass Regierungen gemeinsam mit der Branche ein regulatorisches Umfeld schaffen, das Investitionen und Innovationen fördert“, ergänzte Alex Sinclair.

Den vollständigen Bericht sowie entsprechende Infografiken finden Sie unter: http://www.gsmamobileeconomy.com/ssafrica/.

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Über die GSMA

Die GSMA vertritt die Interessen der weltweiten Mobilfunkindustrie. Die Organisation vereint fast 800 Netzbetreiber sowie mehr als 250 Unternehmen aus dem Umfeld der mobilen Kommunikation, darunter Mobiltelefon- und Gerätehersteller, Software-Unternehmen, Ausrüstungsanbieter, Internetfirmen und Unternehmen aus angrenzenden Branchen. Die GSMA organisiert zudem branchenweit führende Veranstaltungen wie den Mobile World Congress, den Mobile World Congress Shanghai und die Konferenzen der Mobile 360 Series.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der GSMA unter www.gsma.com. Folgen Sie der GSMA auf Twitter: @GSMA

1 Das gesamte BIP enthält den direkten und indirekten Beitrag von Mobilfunkbetreibern (1,7 %), verbundenen Branchen wie Geräteherstellern und Infrastrukturanbietern (0,7 %), indirekte wirtschaftliche Auswirkungen (0,5 %) und Produktivitätsverbesserungen (2,8 %).

2 Ein einzelner Mobilfunkteilnehmer kann mehrere Mobilfunkanschlüsse (SIM-Karten) besitzen. In den gesamten Mobilfunkanschlüssen nicht enthalten sind mobile M2M-Anschlüsse (Machine-to-Machine).

3 Ein Smartphone-Anschluss ist definiert als registrierte und in einem Smartphone-Gerät genutzte SIM-Karte. Er stellt nicht die Anzahl der verkauften oder ausgelieferten Smartphones dar.

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