Bells Ungleichung zu spezifisch?

08/10/2007 - 15:44 von Anton81 | Report spam
Hallo,

ich wollte mir mal einen Beweis der Bells Ungleichung anschauen. Wieder
trennen sich zwei verschrànkte Teilchen und werden vermessen. Sei P(a,b)
die Wahrscheinlichkeit das erste Teilchen im Zustand a und das zweite im
Zustand b zu messen.

Nun steht im Beweis gleich am Anfang, dass für "lokale" Physik die
Wahrscheinlichkeit faktorisieren muss:
P(a,b)=P(a)P(b)

Das finde ich überhaupt nicht schlüssig. Als Beispiel:
Ich habe zwei Uhren, die sich nicht beeinflussen, aber zumindest die
richtige Zeit anzeigen. Wenn ich jetzt für die erste Uhr messe, ob sie
0h-12h anzeigt und die zweite ob sie 3h-15h anzeigt, dann faktorisiert
diese Wahrscheinlichkeit nicht

P(0h-12h,3h-15h)=3/8
P(not 0h-12h,3h-15h)=1/8
P(0h-12h,not 3h-15h)=1/8
P(not 0h-12h, not 3h-15h)=3/8

Kann es also ohne Probleme lokale Theorien für die Quantenmechanik geben
àhnlich der hidden variable Theorie, wenn man einfach dynamische
nicht-wechselwirkende, aber gleichschnelle, Zustànde zulàsst?

Anton
 

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#1 Norbert Dragon
08/10/2007 - 17:10 | Warnen spam
* Anton Einundachzig (Wer's denn glaubt) schreibt:

ich wollte mir mal einen Beweis der Bells Ungleichung anschauen. Wieder
trennen sich zwei verschrànkte Teilchen und werden vermessen. Sei P(a,b)
die Wahrscheinlichkeit das erste Teilchen im Zustand a und das zweite im
Zustand b zu messen.

Nun steht im Beweis gleich am Anfang, dass für "lokale" Physik die
Wahrscheinlichkeit faktorisieren muss:
P(a,b)=P(a)P(b)



Soso, im Beweis steht. In meinem nicht.

Seite 13 bis 16

http://www.itp.uni-hannover.de/~dragon/stonehenge/relativ.pdf

Aberglaube bringt Unglück

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