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Berufsunfähigkeit bei Elektronikern was: Layouts, Freelancers

19/06/2012 - 23:00 von Martin Gerdes | Report spam
Mein Newsreader kann leider nur etwa 60 Ebenen tief darstellen, der
aktuelle Thread ist wieder mal tiefer. Nachdem das Thema ja schon
mehrfach gewechselt hat (und nun wieder wechselt), fange ich einfach mal
einen neuen an (Ja, das unterbricht die Referenzen, das nahme ich in
Kauf).


Thomas 'tom' Malkus <tom_201205@isnix.de> schrieb:




Mal auf unseren Job bezogen, wo wir die meiste Zeit am Rechner sitzen,
muss schon viel passieren, um überhaupt in die Berufsunfàhigkeit zu
kommen.



Ich habe das auch mal gedacht, bis ein Bekannter (Informatiker) einer
Halswirbelsache wegen berufsunfàhig geworden ist. Der konnte nicht mehr
lànger als eine Stunde am Tag auf den Bildschirm schauen, und das ist
für eine Berufstàtigkeit als Informatiker eher wenig.


Man kann sagen, das wird dann schon richtig heftig sein, dass
man auch den normalen Alltag nicht mehr ohne Hilfe bewàltigen kann.



Auch das dürfte eine Fehleinschàtzung sein.



Ja und kann er denn trotzdem noch alles andere machen?



Ja. Im Alltag hat einer keine bis praktisch keine Einschrànkungen. Er
kann (auch privat) halt nur noch maximal eine Stunde am Tag vor dem
Rechner sitzen (und vermeidet das somit, so gut er kann).


Gerade bei Wirbelsàulenschàdigungen fàllt doch auch vieles andere aus, oder?



Oder. Krankheitsbilder sind gemeinhin vielfàltig.

Bei langdauernden Erkrankungen (egal, welcher Art) gibt es regelmàßig
Streit zwischen den Kostentràgern: Die Krankenkasse versucht, aus der
Verpflichtung herauszukommen, Krankengeld bezahlen zu müssen
(Lohnersatzleistung, kostet Monat für Monat vierstellig), und drückt
den Kranken Richtung Rente/Berufsunfàhigkeit. Der Rententràger oder die
Berufsunfàhigkeitsversicherung hingegen möchten natürlich auch nicht
zahlen und sagen: "Der ist 'nur' krank, der wird ja bald wieder
gesund/arbeitsfàhig." Wie im Thread schon genannt, empfiehlt sich hier
eine Rechtsschutzversicherung (sinnvollerweise bei einem anderen
Versicherungskonzern).

Wie schon gesagt: Ich war früher auch Deiner Auffassung, nàmlich, daß
viel kommen müsse, bis ich berufsunfàhig sein würde, und wenn schon, daß
es seitens meines Rentenversicherungstràgers keine großen Probleme gàbe,
mir in diesem Fall dann auch meine Rente zu bezahlen. Mittlerweile weiß
ich, daß das im Bedarfsfall eben nicht so einfach wàre, wie ich
vermutete. Dazwischen kann sich durchaus eine ziemlich àrgerliche
Versorgungslücke ergeben.
 

Lesen sie die antworten

#1 Thomas tom Malkus
19/06/2012 - 23:31 | Warnen spam
Moin,

Am 19.06.2012 23:00, schrieb Martin Gerdes:

Mein Newsreader kann leider nur etwa 60 Ebenen tief darstellen, der



Der alte Agent ;-)

Bei langdauernden Erkrankungen (egal, welcher Art) gibt es regelmàßig
Streit zwischen den Kostentràgern: Die Krankenkasse versucht, aus der
Verpflichtung herauszukommen, Krankengeld bezahlen zu müssen
(Lohnersatzleistung, kostet Monat für Monat vierstellig), und drückt
den Kranken Richtung Rente/Berufsunfàhigkeit.



Ja, habe ich auch bereits mehrfach gehört.

gesund/arbeitsfàhig." Wie im Thread schon genannt, empfiehlt sich hier
eine Rechtsschutzversicherung (sinnvollerweise bei einem anderen
Versicherungskonzern).



Bei welchem Konzern ist egal, zahlen müssen die immer. Meistens ist es
so, dass die einzelnen Bereiche der Konzerne sowieso eigenstàndig sind.
Ich hatte da mal irgendwann nach gegoogelt und ein paar Fàlle gefunden.
Ist aber schon lànger her.

Wie schon gesagt: Ich war früher auch Deiner Auffassung, nàmlich, daß
viel kommen müsse, bis ich berufsunfàhig sein würde, und wenn schon, daß
es seitens meines Rentenversicherungstràgers keine großen Probleme gàbe,
mir in diesem Fall dann auch meine Rente zu bezahlen. Mittlerweile weiß
ich, daß das im Bedarfsfall eben nicht so einfach wàre, wie ich
vermutete. Dazwischen kann sich durchaus eine ziemlich àrgerliche
Versorgungslücke ergeben.



Der Rentenversicherungstràger hat ja die Berufsunfàhigkeitsrente
abgeschafft, für alle die nach Januar? 1961 geboren sind. Da gibt es
dann nur noch die Erwerbsunfàhigkeitsrente.

Und wenn man den Angestelltenstatus aufgibt, verfàllt 3 Jahre nach
Aufnahme der selbstàndigen Tàtigkeit auch die Erwerbsunfàhigkeitsrente
(nicht die Rentenansprüche für die Altersrente!) Dann bleibt von der
gesetzlichen Seite nur noch die Grundsicherung übrig. Was das bedeutet,
dürfte klar sein.

Also heißt es, privat vorsorgen. Vor allem, wenn man eine
Selbstàndigkeit geplant hat.

Ganz aktuell gibt es da ja viel Theater drum, das von der Leyen eine
Rentenversicherungspflicht für Selbstàndige einführen möchte. Die Gegner
führen an, dass sie sowieso schon nicht genug Einkommen haben und daher
nicht noch 400€ für eine Rentenversicherung im Monat aufbringen können.

Das ist noch völlig in der Schwebe, es gab dazu eine Online-Petition mit
über 80.000 Mitzeichnern und ein Gespràch dazu bei von der Leyen.

Der aktuelle Stand stellt sich wie folgt dar:
http://www.gruendungszuschuss.de/gr...paeck.html

Es sollen auch noch 100€ als Pflicht für eine BU eingeplant werden.

73, Tom
DL7BJ * DL-QRP-AG #1186 * AGCW-DL #2737 * DARC OV I19 *
http://www.dl7bj.de https://twitter.com/#!/dl7bj
Do you know http://www.radiocaroline.co.uk?

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