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/etc beschreibbar machen?

26/03/2014 - 10:50 von E. Braun | Report spam
(meine Motive: viele Clients laufen über ein Single-Root-System.)

Der aktuelle Filesystem Hierarchy Standard 2.3 meint zu /etc knapp:
»The /etc hierarchy contains configuration files. A "configuration
file" is a local file used to control the operation of a program; it
must be static and cannot be an executable binary.«

Nun gibt es historisch bedingt Programme, die nach /etc schreiben
wollen, wie mount nach /etc/mtab. Das kann man ja gut mit einem Link
nach /proc/mounts entschàrfen.

Meine Hoffnung, daß nach und nach nach /etc schreibende Programme
geàndert werden und letztendlich aussterben, erfüllte sich leider
nicht, denn neue Programme (udev mit /etc/udev/rules.d) folgten. Nun
sagt das aktuelle cups (1.7.1-8) aus Debians Testing:

»[…] CUPS will write a systemd socket configuration file (see
systemd.socket(5) ) in /etc/cups/cupsd-systemd-listen.conf, which is
by default symlinked as cups-listen.conf in the
/etc/systemd/system/cups.socket.d/ directory.«

Heißt das, daß man mit dem wohl unvermeidlichen Aufkommen von Systemd
den FHS und damit die Konzentration der zu beschreibenden Dateien nach
/run und /var ad acta legen kann? Ich wollte eigentlich ungern zu
Frickellösungen wie Symlinks oder Rundumschlàgen wie einem
beschreibbaren /etc mit Hilfe eines darübergestülpten Unionfs/Aufs
zurückkehren.

Gruß, Erik
 

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#1 Ralph Aichinger
26/03/2014 - 11:18 | Warnen spam
E. Braun wrote:
Nun gibt es historisch bedingt Programme, die nach /etc schreiben
wollen, wie mount nach /etc/mtab. Das kann man ja gut mit einem Link
nach /proc/mounts entschàrfen.



Nicht nur historisch bedingt. Eine besonders blöde Sache ist
IMHO z.B. /etc/resolv.conf, das von vielen DHCP-Clients überschrieben
werden will, z.B. vom NetworkManager. Methode der Wahl das zu
umschiffen scheint oft chattr zu sein.

Heißt das, daß man mit dem wohl unvermeidlichen Aufkommen von Systemd
den FHS und damit die Konzentration der zu beschreibenden Dateien nach
/run und /var ad acta legen kann? Ich wollte eigentlich ungern zu
Frickellösungen wie Symlinks oder Rundumschlàgen wie einem
beschreibbaren /etc mit Hilfe eines darübergestülpten Unionfs/Aufs
zurückkehren.



Ich denke, der FHS braucht sowieso bald mal eine Erneuerung soweit
sich die großen Distributionen da zusammenraufen können, wenn er noch
relevant bleiben soll.

Da kommen dann sicher auch so Sachen wie Aufgabe von Root-Partitionen
ohne /usr, Umsiedeln von /bin und /sbin nach /usr/bin und /usr/sbin,
sowie die diversen Verànderungen mit Systemd zur Sprache. Hoffentlich.

Durch die Festlegung von Debian auf systemd scheint dem nichts mehr
im Wege zu stehen, alle großen Distributionen scheinen auf dem Weg
dorthin zu sein, wo RedHat schon lànger hinwill.

/ralph

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