Betrieb einer Photovoltaikanlage bei Netzausfall

19/03/2011 - 13:30 von Martin Kobil | Report spam
Hallo,

ich ueberlege gerade, wie man im K-Fall seine netzgefuehrte
Photovoltaikanlage *einfach* als Notstromversorgung nutzen koennte.
Die PV-Wechselrichter klinken sich ja auf den vom Stromnetz
vorgegebenen Kurvenverlauf, welche beim Stromnetzausfall ja nicht mehr
vorhanden ist und schalten dann ab.

Was wuerde wohl passieren, wenn man wechselspannungsseitig den PV-
Wechselrichter (konkret SMA 5000TL-20) abklemmt und stattdessen ein
Notstromaggregat oder einen Sinuswechselrichter gespeist aus der
Autobatterie anschliesst. Und das ohne Last bzw. mit einer konstanten
Last. Eine Last, welche jedenfalls nie gleich der von der PV-Anlage
erzeugten Leistung ist.

Wuerde der PV-Wechselrichter wohl die Spannung extrem weit hochziehen?
Oder meint ihr, die Spannung des PV-Wechselrichters wird in einem
vernuenftigem Rahmen begrenzt?


Martin
 

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#1 Thomas Stegemann
19/03/2011 - 14:46 | Warnen spam
Wuerde der PV-Wechselrichter wohl die Spannung extrem weit hochziehen?
Oder meint ihr, die Spannung des PV-Wechselrichters wird in einem
vernuenftigem Rahmen begrenzt?



Der Wechselrichter würde sich wohl gar nicht aufs Netz schalten. Der
Wechselrichter prüft dauernd nicht nur Netzspannung und Frequenz,
sondern auch Netzimpedanz.
Die würdest du mit einem Notstromaggregat vermutlich nicht niedrig genug
bekommen, so dass eine Einspeisung überhaupt erst beginnt.

Zweitens möchte der Wechselrichter immer die volle PV-Leistung (MPP) ins
Netz speisen. Auf Teillastbetrieb ist sowas in der Regel nicht
ausgelegt. Ich vermute, die Netzspannung würde bei zu geringer Last
stark ansteigen, bis der Wechselrichter sich ausklinkt.

Für solche Zwecke gibts spezielle Wechselrichter (Backup-Systeme). Ich
überlege gerade, für einen derartigen Notfall ein
Weitbereichsschaltnetzteil und einen Auto-Sinus-Wechselrichter als
Notstromversorgung zu missbrauchen. Nicht schön aber mag funktionieren.


Gruß
Thomas

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