Beweis, dass es kleinste Diskrete Einheiten geben muss?

12/05/2013 - 15:35 von Anonymous | Report spam
Sehr oft wird behauptet, eine Bewegung bestehe darin, dass das sich
bewegende Objekt unendlich viele einzelne Punkte im Raum einnimmt, bis
es zu seinen Ziel gelangt (sofern es dort irgendwie bremsen kann).

Dabei ist mir allerdings folgender Gedanke gekommen:
Nehmen wir an, es gebe wirklich unendlich viele Punkte im Raum, die ein
Objekt auf seinen Weg durchquert. Für jede dieser Punkte besteht eine
geringer Wahrscheinlichkeit ungleich Null, dass in ihnen ein neues
Teilchen aus dem Nichts auftaucht, sich ein Wurmloch bildet oder
àhnliche, unwahrscheinliche Ereignisse.
Gemàß des Infinite-Monkey-Theorem (
http://de.wikipedia.org/wiki/Infini...ey-Theorem ) müssen wir dann
stàndig diesen Phànomenen begegnen, obwohl sie doch bisher kein lebender
Mensch gesehen hat.

Das làsst meines Erachtens nur 2 Möglichkeiten offen: Entweder kann man
den Raum nicht in unendlich viele Punkte aufteilen, sondern der reale,
physikalische Raum besteht aus kleinsten diskreten Einheiten oder die
Wahrscheinlichkeit für das Auftauchen eines neuen Teilchens, eines
Wurmloches usw. wàre gleich Null.
Letzteres wàre aber, gemàß der Unschàrferelation nur dann möglich, wenn
es eine kleinste Größe gebe, mit der ein Teilchen überhaupt noch eine
Wirkung entfalten kann.
 

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#1 ram
12/05/2013 - 16:17 | Warnen spam
Anonymous writes:
Sehr oft wird behauptet, eine Bewegung bestehe darin, dass das sich
bewegende Objekt unendlich viele einzelne Punkte im Raum einnimmt, bis
es zu seinen Ziel gelangt (sofern es dort irgendwie bremsen kann).



Das ist das Modell der klassischen Mechanik, welche die Welt
aber nur nàherungsweise beschreibt, zusammen mit dem
R³-Kontinuum, welches aber für kleine Entfernungen nicht
physikalisch beobachtet (verifiziert) wurde.

Die Quantenmechanik arbeitet eher mit Pràparationen eines
Objektes und spàteren Observationen, aber sie macht keine
Aussagen über die Bahn des Objektes zwischen beiden.

(Genauer: Bei einer Pràparation eines Zustandes wird die
Aussage gemacht, daß der Zustand einer bestimmten
unitàren Zeitentwicklung unterliegt. [Hier gibt es
schon noch die »unendlich viele einzelnen Punkte«.]
Aber dieser Zustand ist im allgemeinen nicht observabel,
und über die Zeitentwicklung von Observablen zwischen
ihren Pràparationen und Messungen gibt es im allgemeinen
keine Aussagen.)

Für jede dieser Punkte besteht eine
geringer Wahrscheinlichkeit ungleich Null, dass in ihnen ein neues
Teilchen aus dem Nichts auftaucht, sich ein Wurmloch bildet oder
àhnliche, unwahrscheinliche Ereignisse.



Wegen der Energieerhaltung im Kleinen (lokale
Energieerhaltung) ist dies ausgeschlossen.

Das làsst meines Erachtens nur 2 Möglichkeiten offen: Entweder kann man
den Raum nicht in unendlich viele Punkte aufteilen, sondern der reale,
physikalische Raum besteht aus kleinsten diskreten Einheiten oder die
Wahrscheinlichkeit für das Auftauchen eines neuen Teilchens, eines
Wurmloches usw. wàre gleich Null.



Der Raum R³ ist eine mathematische Vereinfachung.
Die Struktur der Welt ist unterhalb einer bestimmten
Größenordnung nicht bekannt, so daß sie dort nicht
verifiziert mit der Struktur des R³ übereinstimmt.

Letzteres wàre aber, gemàß der Unschàrferelation nur dann möglich, wenn
es eine kleinste Größe gebe, mit der ein Teilchen überhaupt noch eine
Wirkung entfalten kann.



Die Energieerhaltung gilt auch bei Berücksichtung der
Unschàrferelation.

Jedoch entstehen sogenannten »virtuelle Teilchen« im
Rahmen von Störungsrechnungen in Feldtheorien. Sie dürfen
aber nicht mit realen Teilchen gleichgesetzt werden.

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