Beweis für Aussage "Die besseren Reifen gehören nach hinten"?

08/10/2008 - 22:55 von Stefan Czech | Report spam
Moin.

Es gilt bei Fahrzeugen ja die Regel, dass die Reifen mit dem besseren
Profil nach hinten gehören (unabhàngig davon, welche Achse angetrieben
wird), da die hinteren Reifen das Fahrzeug "führen" (Empfehlung u.a.
vom ADAC, Michelin etc...). Das ganze ist auch meine Ansicht.

Es wird auch immer gern damit verglichen, dass bei Flugzeugen,
Pfeilen, Torpedos, Raketen, etc. die Leitwerke auch immer am hinteren
Ende angebracht sind und nicht vorne.

Es ist ja auch so, dass ein Fahrzeug leichter abgefangen werden kann,
wenn die Vorderreifen ausbrechen. Brechen die hinteren aus, dreht sich
das Fahrzeug oft unkontrollierbar.

Ich bin jetzt auf der Suche nach einer Möglichkeit, wie man denn
physikalisch (oder mathematisch) beweisen könnte, dass die besseren
nach hinten gehören.

Hat hier jemand nen guten Ansatz?

mfG
S.C
 

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#1 Roland Damm
08/10/2008 - 23:48 | Warnen spam
Moin,

Stefan Czech schrub:

Ich bin jetzt auf der Suche nach einer Möglichkeit, wie man
denn physikalisch (oder mathematisch) beweisen könnte, dass die
besseren nach hinten gehören.

Hat hier jemand nen guten Ansatz?



Würde sowas vermuten:

Wenn die Vorderreifen rutschen, fàhrt das Auto eine nicht so enge
Kurve, wie wenn sie nicht rutschen würden. Und zwar in der Form,
dass die vorderen Reifen nach außen gehen, also weiter außen
laufen/rutschen. Das Fahrzeug richtet die Nase aus der Kurve
heraus, der Kurvenmittelpunkt liegt hinter der Verlàngerung der
Hinterachse.
Deswegen haben in der Folge die Hinterreifen weniger Probleme,
dieser weitlàufigeren Kurve zu folgen und werden nicht weiter
rutschen. Die Vorderreifen bekommt man natürlich nur
eingefangen, indem man gegen lenkt, von alleine fàngt sich das
Fahrzeug nicht ein. Es ist aber leidlich stabil.

Hmm, noch anders gedacht/formuliert: Wenn die Vorderreifen
ruschen, lenken sie quasi weniger: Die Gleitreibung ist geringer
also die Haftreibung kurz bevor sie gerutscht sind. Also gibt es
weingier Querkràfte - ganz so als wie wenn sie nicht rutschen
würden, dafür aber weniger stark eingeschalgen wàren.

Die Hinterreifen hingegen, wenn sie rutschen, lenken genauso wie
die Vorderreifen, also aus der Kurve heraus. Eine virtuelle
Lenkbewegung, weil die Querkràfte abnehmen und das wie vorne so
ist, als wàren sie weniger stark eingeschlagen.

Wenn jedoch die Hinterreifen aus der Kurve heraus lenken ist das
als, als wie sie in einer Rechtskurve nach links lenken würden.
Diese scheinbare Lenkbewegung wir also eher dazu führen, dass
die Rotation des Fahrzeugs um die vertikale Achse zunimmt, bei
gleichzeitiger Zuname des Kurvenradius. Das Fahrzeug kommt in
schwer kontrollierbare Rotation.

Rechnerisch:

Wenn das Fahrzeug eine rechtskurve fàhrt, macht es eine Drehung
um den Kurvenmittelpunkt sowie eine eigene Drehung um seine
Hochachse durch. Wenn die irgendwelche Reifen rutschen,
verringern sich die Querkràfte, der Kurvenradius wird größer und
die Drehgeschwindigkeit um den Kurvenmittelpunkt nimmt ab.
Wenn jedoch die Vorderreifen rutschen, wird sich die Rotation um
die Fahrzeugfeste Hochachse ebenfalls verlangsamen, rutschen die
Hinterreifen, verstàrkt sich die Rotaion um die fahrzeugfeste
Hochachse. Das passt dann nicht mehr so schön zusammen.

So in der Art müsste die Argumentation laufen.

CU Rollo

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