bidirektionale Logikpegelumsetzer

09/09/2009 - 00:24 von Frank Buss | Report spam
Wenn ich 5V und 3,3V Logikpegel bidirektional verbinden möchte, was ist
dazu am besten geeignet? Scheint da ja einige Chips zu geben, z.B. das
hier:

http://focus.ti.com/lit/ds/symlink/...t16211.pdf

was auch in dem GODIL-Modul von OHO-Elektronik verwendet wird. Hier habe
ich eine Beschreibung gefunden:

http://www.maxim-ic.com/appnotes.cfm/an_pk/3007

Ich verstehe noch nicht ganz, was MNSW da drin in Figure 4 genau macht.
Aber wenn ich das richtig verstehe, dann làuft das prinzipiell so ab: Auf
beiden Seiten ist ein Pullup für die jeweilige Versorgungsspannung. Nun
kann man eine Seite aktiv nach Low ziehen, wodurch dann die andere Seite
auch nach Low gezogen wird. Làßt man den Eingang wieder loß, dann sorgt der
Pullup dafür, daß der andere Anschluss wieder nach High geht, wobei die
Speedup-Schaltung das ganze noch ein wenig beschleunigt.

Dabei stellt sich mir die Frage, was passiert, wenn wàhrend die
Speedup-Schaltung den Switch geschaltet hat, der andere Anschluss nach Low
gezogen wird. Das würde dann doch zu einem Kurzschluß führen? Auch wird da
eine gewisse Latenzzeit da sein, was die Geschwindigkeit begrenzt, der
Stromverbrauch wird durch den Pullup größer sein, als bei "normalen"
Ausgàngen und man kann keine TTL-Eingànge damit schalten (wegen dem hohen
Pullup). Sehe ich das richtig?

Sollte man also besser immer ICs mit manuell schaltbaren Richtungen
verwenden, wenn man die Wahl hat? Ich bin ja aktuell noch mein universelles
PIC-IO Modul am entwerfen. Meine Idee wàre, da einfach ein CPLD
einzusetzen, wo man dann die Richtung von jedem Pin individuell schalten
kann (hoffe ich mal, bei FPGAs geht das zumindest) und bei dem der Pin als
Eingang 5V tolerant ist und 3,3V liefert (also z.B. XC9572). Angesteuert
z.B. über SPI, um Pins zu sparen. Alle Anschlüsse gehen aber auch auf den
CPLD, sodaß der direkt als programmierbarer schneller Pegelkonverter
arbeiten kann, eine anwendungsspezifische passende Konfiguration
vorausgesetzt.

Frank Buss, fb@frank-buss.de
http://www.frank-buss.de, http://www.it4-systems.de
 

Lesen sie die antworten

#1 Joerg
09/09/2009 - 01:33 | Warnen spam
Frank Buss wrote:
Wenn ich 5V und 3,3V Logikpegel bidirektional verbinden möchte, was ist
dazu am besten geeignet? Scheint da ja einige Chips zu geben, z.B. das
hier:

http://focus.ti.com/lit/ds/symlink/...t16211.pdf

was auch in dem GODIL-Modul von OHO-Elektronik verwendet wird. Hier habe
ich eine Beschreibung gefunden:

http://www.maxim-ic.com/appnotes.cfm/an_pk/3007

Ich verstehe noch nicht ganz, was MNSW da drin in Figure 4 genau macht.
Aber wenn ich das richtig verstehe, dann làuft das prinzipiell so ab: Auf
beiden Seiten ist ein Pullup für die jeweilige Versorgungsspannung. Nun
kann man eine Seite aktiv nach Low ziehen, wodurch dann die andere Seite
auch nach Low gezogen wird. Làßt man den Eingang wieder loß, dann sorgt der
Pullup dafür, daß der andere Anschluss wieder nach High geht, wobei die
Speedup-Schaltung das ganze noch ein wenig beschleunigt.




So in etwa. Dieses Transmission Gate wird im Prinzip nur bei "Low" benutzt.


Dabei stellt sich mir die Frage, was passiert, wenn wàhrend die
Speedup-Schaltung den Switch geschaltet hat, der andere Anschluss nach Low
gezogen wird. Das würde dann doch zu einem Kurzschluß führen? Auch wird da
eine gewisse Latenzzeit da sein, was die Geschwindigkeit begrenzt, der
Stromverbrauch wird durch den Pullup größer sein, als bei "normalen"
Ausgàngen und man kann keine TTL-Eingànge damit schalten (wegen dem hohen
Pullup). Sehe ich das richtig?




So viel Bizeps haben die Dinger nicht, aber das kann zu mehr EMI fuehren.


Sollte man also besser immer ICs mit manuell schaltbaren Richtungen
verwenden, wenn man die Wahl hat? Ich bin ja aktuell noch mein universelles
PIC-IO Modul am entwerfen. Meine Idee wàre, da einfach ein CPLD
einzusetzen, wo man dann die Richtung von jedem Pin individuell schalten
kann (hoffe ich mal, bei FPGAs geht das zumindest) und bei dem der Pin als
Eingang 5V tolerant ist und 3,3V liefert (also z.B. XC9572). Angesteuert
z.B. über SPI, um Pins zu sparen. Alle Anschlüsse gehen aber auch auf den
CPLD, sodaß der direkt als programmierbarer schneller Pegelkonverter
arbeiten kann, eine anwendungsspezifische passende Konfiguration
vorausgesetzt.




Ehrlich gesagt, ich habe diese "modernen" Level Translators ausprobiert
und es hat mich nicht vom Hocker gerissen. Bin bei den klassischen Level
Translators geblieben.

Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

"gmail" domain blocked because of excessive spam.
Use another domain or send PM.

Ähnliche fragen