Bitrate bei T-DSL höher als bei Netcologne?

12/12/2009 - 13:40 von Wilfried Anders | Report spam
Hallo zusammen,

ein Freund von mir hat einen DSL- und Telfonanschluss von Netcologne.
Leider ist die Leitungsdàmpfung sehr hoch (65dB laut NC-Techniker, 63dB
laut der Anzeige im Modem). Entsprechend synchronisiert das Modem je
nach Großwetterlage und Mondphase mit etwa 500-1000kbps.

Die Verfügbarkeitsabfrage bei T-Home für den Anschluss eines Nachbarn im
gleichen Haus ergibt bis zu 16Mbps aber kein VDSL. Ein weiterer
bekannter in einer Nachbarstraße hatte das gleiche Problem mit NC, ist
dann zu T-Home gewechselt und erreicht nun sehr viel höhere Durchsatzraten.

Der HVT der Telekomanschlüsse im Haus des Freundes gehört zum HVT
0221/70, der sich laut dem KML-File von Olaf Selke
(http://selke.de/hvt-standorte/) etwa 5km entfernt befindet. Ist über
diese Entfernung tatsàchlich eine deutlich höhere Bitrate als 1Mbps zu
erwarten? Sind "bis zu 16Mbps" (also mindestens 10Mbps) über diese
Streckenlànge realistisch?

Und vorallem, sind die Netcologne HVT und DSLAM nicht "colocated" bei
der Telekom duntergebracht? Dann müsste die Leitungslànge bei denen doch
die gleiche sein und entsprechend bei NC auch mehr als 1Mbps möglich
sein. Verwendet T-Home in dieser Gegend vielleicht Outdoor-DSLAMs für
T-DSL? Warum wird dann aber kein VDSL angeboten?

Fragen über Fragen, wàre toll wenn hier jemand ein paar Antworten hàtte.

Vorallem geht es dem Freund halt darum, herauszufinden ob es sich lohnt
bei Netcologne zu kündigen - immerhin würden die ihn wohl aus dem
Vertrag lassen, was aber wenig bringt wenn bei T-Home hinterher auch
nicht mehr Durchsatz herauskommt...

Gruß Willi
 

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#1 Detlef
12/12/2009 - 16:33 | Warnen spam
On Dec 12, 1:40 pm, Wilfried Anders wrote:
Hallo zusammen,

ein Freund von mir hat einen DSL- und Telfonanschluss von Netcologne.
Leider ist die Leitungsdàmpfung sehr hoch (65dB laut NC-Techniker, 63dB
laut der Anzeige im Modem). Entsprechend synchronisiert das Modem je
nach Großwetterlage und Mondphase mit etwa 500-1000kbps.

Die Verfügbarkeitsabfrage bei T-Home für den Anschluss eines Nachbarn im
gleichen Haus ergibt bis zu 16Mbps aber kein VDSL. Ein weiterer
bekannter in einer Nachbarstraße hatte das gleiche Problem mit NC, ist
dann zu T-Home gewechselt und erreicht nun sehr viel höhere Durchsatzraten.

Der HVT der Telekomanschlüsse im Haus des Freundes gehört zum HVT
0221/70, der sich laut dem KML-File von Olaf Selke
(http://selke.de/hvt-standorte/) etwa 5km entfernt befindet. Ist über
diese Entfernung tatsàchlich eine deutlich höhere Bitrate als 1Mbps zu
erwarten? Sind "bis zu 16Mbps" (also mindestens 10Mbps) über diese
Streckenlànge realistisch?

Und vorallem, sind die Netcologne HVT und DSLAM nicht "colocated" bei
der Telekom duntergebracht? Dann müsste die Leitungslànge bei denen doch



Eben _wegen_ der Leitungslànge.

Darum ist Deine Frage auch schwer zu beantworten und die HVT-Dateien
kannst Du getrost vergessen.

Ich weiß nicht, wie weit ein DSLAM vom Modem bei DSL 16000 entfernt
sein darf, das bewegt sich aber im Bereich einiger hundert Meter.
Entsprechend wird, wenn ich das (u.a. bei mir in der Straße) richtig
sehe, DSL erst kurz vorm Endkunden eingeschleift.

die gleiche sein und entsprechend bei NC auch mehr als 1Mbps möglich
sein. Verwendet T-Home in dieser Gegend vielleicht Outdoor-DSLAMs für



Bei der angebotenen Bitrate ist davon auszugehen.


Vorallem geht es dem Freund halt darum, herauszufinden ob es sich lohnt
bei Netcologne zu kündigen - immerhin würden die ihn wohl aus dem
Vertrag lassen, was aber wenig bringt wenn bei T-Home hinterher auch
nicht mehr Durchsatz herauskommt...



Im Zweifel nicht.

Was ich so höre, "schalten" hin und wieder Provider "agressiver" als
die Telekom (Anführungsstriche beabsichtigt, das ganze ist eben doch
eher geraunt als gewußt), aber letztlich nehmen sich die Provider
nichts.

Ich habe bei mir seinerzeit den günstigsten Anbieter ausgewàhlt, heute
sind die Unterschiede zwischen den Providern, ehrlich gesagt,
Pfennigbetràge.

Wenn es keine technischen Gründe gibt, etwa dichtere Outdoor-DSLAMs
bei der T-Kom als bei Netcologne, würde ich den Anbieter nicht
wechseln. Und _ob_ das der Fall ist

(Und laß Dich nicht zuschwafeln von Leuten, die jetzt mit angeblichen
DSL6000 oder so rumprahlen, die sie angeblich hàtten. Das ist
letztlich nettes Laiengeschwafel. Von mir aus soll da ein Modem auf
DSL6000 laufen. Und weiter?
Was habe ich darauf für Zellverlustraten? Entscheidend ist, was hinten
aus Durchsatz rauskommt. Und was nützen mir da DSL6000 voller Fehler
und einem tatsàchlichen Durchsatz von 100 Kbit/s, wenn ich stattdessen
DSL3000 haben kann und sogar mal 2 MBit/s Durchsatz kriege.)

Mach lieber mal einen kleinen Adventsspaziergang in der Nachbarschaft
und laß Dir sagen, was die Leute so haben und wie stabil das ist.
(Bevorzugt im selben Haus.)

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