Bleiakku

24/08/2009 - 11:43 von Jan Bruns | Report spam
Hallo.

Mal einige möglicherweise etwas esoterische Fragen zu Bleiakkus,
bzw. konkret zu einem 6V, 7.2Ah Bleigelakku.

Also man liest ja stàndig überall, daß man Bleiakkus bestens
mit einer Konstantspannungsquelle laden können soll. Allerdings
stellt sich bei besagtem Akku weder mit 24- noch 10-Stundenladestrom
eine nennenswert von der Leerlaufspannung abweichende Spannung
an den Klemmen ein (trifft übrigens auch auf Entladung
mit Einstundenrate zu).

Ok, vielleicht hat dieser Akku einfach einen vergleichsweise
kleinen Innenwiderstand. Dennoch ist mir gar nicht so recht klar,
von welchen Parametern die Klemmenspannung eigentlich abhàngt,
und in welcher Form (in Datenblàttern habe ich zwar immerhin
Entladekurven bei Konstantstromentnahme gefunden, aber bspw.
diesen Umstand, daß sich die Leerlaufspannung nach einer
Belastung langsam wieder erhohlt, finde ich darin nicht wieder).

Weiters bin ich nicht sicher, auf welche Endspannung ich den
Lader (Konstantstromquelle 24h gefolgt von Spannungsregler) nun
letzlich einstellen möchte. Dazu finden sich auf dem Label
irgendwelche Vorschlàge im Bereich klein bis gross.

In einem Datenblatt zu einem anderen Bleigelakku habe ich
gesehen, daß die Lebensdauer der Akkus wohl hauptsàchlich vom
"Gesamtumsatz" abhàngt, aber durchaus auch davon, wie tief der
Akku entladen wird. Das làsst mich vermuten, daß zumindest
gelegentlich eine hohe Ladeendspannung sinnvoll ist. Und
ausserdem làsst es die Frage aufkommen, wie man den
Ladezustand des Akkus anmisst.

Gruss

Jan Bruns
 

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#1 Jan Bruns
25/08/2009 - 13:00 | Warnen spam
Jan Bruns:

Und ausserdem làsst es die Frage aufkommen, wie man den
Ladezustand des Akkus anmisst.



Immerhin dazu habe ich eine Antwort gefunden:
Man soll dem Akku einige Stunden Zeit lassen, die von
Belastungen+Ladevorgàngen verfàlschte Leerlaufspannung
auszugleichen, und dann anhand der Leerlaufspannung,
Akkutyp (chemische Zusammensetzung) und Temperatur
den Ladezustand abschàtzen.

Ein wenig seltsam fand ich eine irgendwo im web gefundene
Schàtzwerttabelle dazu. Demnach galt etwas vereinfacht
gesagt alles unter 2V Zellenspannung als leer.

Seltsam erscheint mir daran, daß in meiner Erinnerung
verdammt viele Situationen auftauchen, in der Bleiakkus
nach Schàtzeisen Leerlaufspannungen deutlich unter 2V
je Zelle hatten, auch wenn sie voll waren (und sich
dabei dennoch auch zumindest grob so verhielten, wie ein
voll aufgeladener Akku).

Gruss

Jan Bruns

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