Blu-Ray als Daten-Backup

17/08/2013 - 15:29 von Tom Schneider | Report spam
Da ich keine andere, halbwegs lebendige Gruppe finden kann, mal die
Frage in diese Runde. Leider haben die Quellen, die ich durchsucht habe,
zu meinen Fragen grad gar keine Antwort hergegeben. Vielleicht weiß hier
jemand Rat:

Ich möchte ganz normale Daten auf eine BluRay BD-R, Typ LTH, 25 GB
sichern. Lange, aber keine exotischen Namen, wenige
Unterverzeichnisebenen (ich konnte mit den 8 aus dem ISO-9660-Standard
auskommen).
Die Daten werden von WinXP auf NTFS- oder FAT32-Partitionen verwaltet.

Nun habe ich schon mal 'rausgefunden, dass LTH (Low-to-High) etwas über
die Art der Darstellung von 0 und 1 in der wiederbeschreibbaren Schicht
der BlueRay ist. Aber ist das für Langzeittauglichkeit nun gut oder
böse? Und wenigstens besser als das umgekehrte HTL?

Nàchste Baustelle: ImgBurn bietet mir einen ganzen Zoo von UDF-Formaten
an, bis hin zu UDF 2.6, welches XP nicht lesen können soll aber welches
gerade für BD-R gedacht sein soll.

Wegen der Beschreibungen habe ich jedoch den Verdacht, dass UDF 2.6
besonders auf Videofunktionalitàten optimiert sein könnte. Brauche ich
es daher wirklich? Welches UDF-Format auf BluRay wàre für Daten ideal?

Und schließlich fragt mich ImgBurn auch noch nach dem Mode. Es gibt
MODE1/2048 und MODE2/FORM/2352. Ist das die Sektorengröße? Welches
sollte ich wàhlen, um Daten möglichst gut rekonstruierbar zu machen?

Danke schon 'mal für alle Hinweise.
 

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#1 Hergen Lehmann
17/08/2013 - 16:20 | Warnen spam
On 17.08.2013 15:29, Tom Schneider wrote:

Nun habe ich schon mal 'rausgefunden, dass LTH (Low-to-High) etwas über
die Art der Darstellung von 0 und 1 in der wiederbeschreibbaren Schicht
der BlueRay ist. Aber ist das für Langzeittauglichkeit nun gut oder
böse? Und wenigstens besser als das umgekehrte HTL?



Nein, im Gegenteil! LTH-Medien basieren auf organischen Farbstoffen. Sie
lassen sich besonders billig auf alten DVD-Produktionsanlagen
herstellen, sind aber dafür auch kurzlebiger als Medien auf Basis der
anorganischen HTL-Technologie.

Die Frage ist, wie praxisrelevant das wirklich ist. Beide Technologien
wurden *nicht* für die Langzeitarchivierung, sondern als billiges Format
für den Consumer-Markt entwickelt. Für beide Technologien gibt es keine
Langzeiterfahrungen. Beide Technologien bieten in der Hand des Endkunden
weder Möglichkeiten zur Qualitàtsprüfung, noch zur Früherkennung von
Degrationserscheinungen.

Wenn es dir um Langzeittauglichkeit geht, bist du mit Bluray von
vornherein auf dem falschen Gleis.

Wegen der Beschreibungen habe ich jedoch den Verdacht, dass UDF 2.6
besonders auf Videofunktionalitàten optimiert sein könnte. Brauche ich
es daher wirklich? Welches UDF-Format auf BluRay wàre für Daten ideal?



Für Backup-Zwecke (also einmaliges Beschreiben am Computer) ist das
irrelevant. Die im Laufe der Jahre vorgenommen Verbesserungen
konzentrieren sich fast ausschließlich auf das wahlfreie
(Wieder-)Beschreiben und das Beschreiben unter Echtzeitbedingungen
(BD-Videorecorder).

Und schließlich fragt mich ImgBurn auch noch nach dem Mode. Es gibt
MODE1/2048 und MODE2/FORM/2352. Ist das die Sektorengröße? Welches
sollte ich wàhlen, um Daten möglichst gut rekonstruierbar zu machen?



Für Daten immer Mode1! Mode2 schaufelt durch weniger aufwàndige
Fehlerkorrektur etwas zusàtzliche Speicherkapazitàt frei, auf Kosten der
Datensicherheit.

Hergen

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