Bluetooth Headset und Linux

08/11/2009 - 03:51 von Andreas Kohlbach | Report spam
Ich versuche es nach dem Upgrade zu Ubuntu Karmic mal wieder mit dem
Headset, mit dem ich (IIRC am selben Punkt) bei Debian gescheitert
bin. Was aber nicht Schuld von Debian ist.

Immerhin kann ich es "pairen". Ich bekomme eine visuelle Rückmeldung, und
auch das Headset (Motorola H390) piept, wenn es es wieder verbinde.

Als Bluetooth-Adapter habe ich ein

| 0a5c:2100 Broadcom Corp. Bluetooth 2.0+eDR dongle

Was wie vorher nicht funktioniert, ist das Audio ins Headset zu
bekommen.

Ich stelle einmal die Vermutung an, dass es an pulseaudio liegt, welches
ist "schlafen gelegt habe", weil es zumindest bei Jaunty das eine oder
andere Problem damit gab. Und es IMO auch unnötig ist, da ALSA ja dmix
hat.

Ich habe seit Karmic weiter das Problem, dass der Sound direkt in
Ubuntu-Anwendungen nicht geht (in Jaunty ging das trotz "schlafen
gelegtem" pulseaudio noch). Ich auch kein Mixer-Applet habe, und ein
manueller Aufruf "Waiting for sound system to respond" bringt.

Es könnte also bereits das eigentliche Problem sein, dass pulseaudio
nicht da ist. Aber weiter...

Ich habe eine ~/.asoundrc erstellt, welche nur diesen Eintrag hat.

| pcm.btheadset {
| type bluetooth
| device 00:11:22:33:44:55
| profile "auto"
| }

Statt der MAC dort eben die meines Headset.

IIRC zeigte Debian damals dieses auch bei einem "aplay -L" in der Ausgabe
an. Hier in Karmic wird es nicht angezeigt.

Der Sound an sich funktioniert noch, aber wenn ich ihn auf das Headset
leite, etwa mit

| aplay -D btheadset /usr/share/sounds/shutdown.wav

kommt nur ein Knacken (immerhin :-) im Headset, begleitet von
Fehlermeldungen wie

| [87984.646965] btusb_isoc_complete: hci0 corrupted SCO packet
| [87984.647037] hci_scodata_packet: hci0 SCO packet for unknown connection
| handle 0

Google weiß auch nichts, außer dass der Dongle vielleicht ungeeignet
ist.
Andreas
Linux: The choice of a GNU generation.
 

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#1 Andreas Kohlbach
14/11/2009 - 02:27 | Warnen spam
Ich schrieb am 07. November 2009:

Ich versuche es nach dem Upgrade zu Ubuntu Karmic mal wieder mit dem
Headset, mit dem ich (IIRC am selben Punkt) bei Debian gescheitert
bin. Was aber nicht Schuld von Debian ist.

Immerhin kann ich es "pairen". Ich bekomme eine visuelle Rückmeldung, und
auch das Headset (Motorola H390) piept, wenn es es wieder verbinde.

Als Bluetooth-Adapter habe ich ein

| 0a5c:2100 Broadcom Corp. Bluetooth 2.0+eDR dongle

Was wie vorher nicht funktioniert, ist das Audio ins Headset zu
bekommen.

Ich stelle einmal die Vermutung an, dass es an pulseaudio liegt, welches
ist "schlafen gelegt habe", weil es zumindest bei Jaunty das eine oder
andere Problem damit gab. Und es IMO auch unnötig ist, da ALSA ja dmix
hat.



Das mit Pulseaudio kann ich wohl auschließen. Ich habe es wieder zum
Funktionieren gebracht, und es brachte in Bezug auf das Headset keine
Änderungen. Interessanterweise waren trotz Pulseaudio aber die Probleme
weg, wegen derer ich Pulseaudio damals "tot legte".

Ich habe seit Karmic weiter das Problem, dass der Sound direkt in
Ubuntu-Anwendungen nicht geht (in Jaunty ging das trotz "schlafen
gelegtem" pulseaudio noch). Ich auch kein Mixer-Applet habe, und ein
manueller Aufruf "Waiting for sound system to respond" bringt.



Das ist nun auch nicht mehr, nachdem Pulseaudio wieder installiert
ist. Bleibt die Frage, warum es auch ohne PA bei Jaunty noch Sound gab,
nach dem Upgrade auf Karmic aber nicht mehr.

[...]

Der Sound an sich funktioniert noch, aber wenn ich ihn auf das Headset
leite, etwa mit

| aplay -D btheadset /usr/share/sounds/shutdown.wav

kommt nur ein Knacken (immerhin :-) im Headset, begleitet von
Fehlermeldungen wie

| [87984.646965] btusb_isoc_complete: hci0 corrupted SCO packet
| [87984.647037] hci_scodata_packet: hci0 SCO packet for unknown connection
| handle 0

Google weiß auch nichts, außer dass der Dongle vielleicht ungeeignet
ist.



Vielleicht bin ich doch etwas weiter. Ich konnte ergoogeln, dass man
offenbar auch, nachdem das Headset schon mit dem Computer "gepaart" (wie
nennt man "pairing" im Deutschen?), das Routing des Audio (vermutlich
ist das der "rfcomm" Teil) nochmal einer Authentifikation bedarf.

Das scheint der Punkt zu sein, der nicht klappt. Vermutlich, weil Ubuntu
einen Bug hat und bestimmt Programme nicht mitbringt, die Debian und wohl
SuSE noch haben. Zum einen soll man in einer /etc/bluetooth/hcid.conf die
PIN des Headset (0000) angeben. Ggf. geht das auch über ein Programm
Namens passkey_agent. Weder dieser, noch die hcid.conf sind bei (Ubuntu
Karmic) mir vorhanden.

Kann das bitte ein Ubuntu User überprüfen, ob er die beiden auch nicht
hat? Oder hat gar ein Ubuntu User Audio über ein Bluetooth Headset?
Andreas
Linux: The choice of a GNU generation.

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