Bootproblem mit neuem Kernel

01/03/2008 - 15:13 von Olaf Meltzer | Report spam
Das Kompilieren eines neuen Kernels hat sich mittlerweile stark
vereinfacht. Aber die Inbetriebnahme will noch nicht so recht.

Meine Schritte (als user):

Kernelquellen für 2.6.24.3 (von www.kernel.org) nach
~/user/install/linux-2.6.24.3/ entpackt.

Eine Grundkonfiguration angestoßen, bei der alles, was modular sein
darf, als Modul vorgewàhlt wird:

make allmodconfig

Meine persönlichen Wünsche eingebracht unter Berücksichtigung der
ausführlichen Hilfetexte via

make xconfig

und anschließend die fertige Konfiguration gespeichert. Nun können der
Kernel und die ausgewàhlten Module in einem Zug kompiliert werden:

make

Das war irgendwann fertig. Nun kann der Kernel und die Module
installiert werden (als root):

make install
make modules_install

Nun fehlt noch eine passende Initrd. Die habe ich in /boot mit

mkinitrd -k vmlinuz-2.6.24.3 -i initrd-2.6.24.3

erzeugen lassen. Die in die Initrd eingebundenen Module sind
dieselben, die auch in die mit dem alten Kernel funktionierende
Initrd eingebunden sind.

Mit Yast habe ich Grub so angepaßt, daß neben den bestehenden eine
weitere Bootoption für den Kernel 2.6.24.3 erscheint. Die Eintràge
unterscheiden sich lediglich in den Namen des Kernels und der Initrd
von der Standardoption.

Beim Versuch, den neuen Kernel zu booten, erscheinen, wie auch bei der
funktionierenden Standardoption, für einen winzigen Sekundenbruchteil
im oberen Bildschirmbereich ein paar Textzeilen, die wohl anzeigen,
was nun geladen werden soll. Das ist aber zu kurz, um wirklich was zu
erkennen. Beim Booten des Standardkernels erscheint daraufhin der
Splash-Screen von openSUSE und alles geht seinen gewohnten Gang. Beim
neuen Kernel bleibt der Bildschirm jedoch schwarz, und es sind
keinerlei Festplattenzugriffe mehr zu bemerken.

Wenn ich richtig informiert bin, scheitert es also in einem der
stage*, die als Binàrdateien keinen unmittelbaren Einblick zwecks
Korrektur erlauben.

Was ist da zu tun?

Bei Fehlern in oder Nichtauffindbarkeit von Kernel oder Initrd würden
meiner Erfahrung nach aufschlußreiche Meldungen zu bemerken sein.

Gruß -- Olaf Meltzer
 

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#1 Bernd Weigelt
01/03/2008 - 18:06 | Warnen spam
Olaf Meltzer wrote:

Was ist da zu tun?


Poste mal Deine /boot/grub/menu.lst

Bei Fehlern in oder Nichtauffindbarkeit von Kernel oder Initrd würden
meiner Erfahrung nach aufschlußreiche Meldungen zu bemerken sein.



GRUB sollte dann eine Shell anbieten, deswegen könnte das Problem auch einen
Schritt weiter sein.

Bernd
OS: openSUSE 10.3 (X86-64)
Kernel: 2.6.24.1-76.1-default
KDE: 3.5.9 "release 51.2"

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